Aktiv in 2017 – Der gute Vorsatz für Senioren

Fitness, Wellness & Beauty

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 14.12.2016)

Gute Vorsätze für das kommende Jahr haben Tradition. Das Vorhaben lautet meist: Gesünder, aktiver und anregender leben. Gerade für Senioren ist der Start in ein vitales neues Jahr wichtig, um Körper und Geist so lange wie möglich fit zu erhalten. Was viele nicht wissen: Hamburg bietet dafür viele spannende Angebote – von der Senioren-Modelagentur über einen Auslandsaufenthalt als Granny Au-Pair bis zum Smartphone-Kurs.

Jedem Jahreswechsel wohnt ein gewisser Zauber inne. Der Neuanfang bringt Schwung und Lust auf Neues mit sich. Aufhören zu rauchen? Eine neue Sprache lernen? Sich im Fitnessstudio anmelden? Die Möglichkeiten erscheinen schier unendlich. Gerade ältere Menschen sollten diesen frischen Elan nutzen und sich für das neue Jahr anregende Aktivitäten suchen. "Abwechslungsreiche Unternehmungen und der Austausch mit Menschen helfen älteren Menschen dabei, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Wer aktiv am Leben teilnimmt, trainiert Körper und Geist – und so bleibt die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebens länger bestehen“,  erklärt Maik Greb, Geschäftsführer der Hamburger Hartwig-Hesse-Stiftung, die Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter bietet.. Was gibt es für einen besseren Anreiz, um sich in 2017 ein neues Hobby zu suchen oder eine alte Leidenschaft wieder aufleben zu lassen? Bleibt nur noch die Qual der Wahl, sich aus dem umfangreichen Angebot, das Passende auszusuchen.

Der Klassiker: Bewegung hält agil und beugt Verletzungen vor

Sanfte Sportarten wie beispielsweise Thai Chi eignen sich ideal für ältere Menschen. Gezielte Kräftigungsübungen fördern die Elastizität und sorgen dadurch für eine stabilere Haltung und einen festeren Stand. Beides sind wichtige Faktoren, um Stürzen vorzubeugen. Der Verein "Yang Thai Chi" bietet an verschiedenen Hamburger Standorten Kurse, die speziell für Senioren geeignet sind. Die zahlreichen Hamburger Sportvereine, die in so gut wie allen Stadtteilen präsent sind, bieten darüber hinaus für Seniorinnen und Senioren ein buntes Angebot an beispielsweise Tanz-, Turn, Yoga- oder Aerobic-Kursen an. Wer ein Ziel vor Augen haben möchte, nimmt sich vor, das Sportabzeichen zu erwerben – dazu sind nämlich ausdrücklich auch die älteren Semester aufgefordert.

Eine Tatsache: Gemeinsam lernt es sich viel besser

Für eine neue Sprache ist es nie zu spät und auch das eingerostete Schulfranzösisch lässt sich garantiert wieder in Schwung bringen. Zahlreiche Sprachkurse speziell für Seniorinnen und Senioren in ganz Hamburg werden vom "Verein für berufliche Weiterbildung e. V." angeboten. Das Angebot reicht von Anfängerkursen in Arabisch über Wiedereinsteigerkurse in Schwedisch bis hin zu Fortgeschrittenenkursen in Englisch. Neue Kontakte gibt es bei den Kursen gratis dazu.

Au Pair und Babysitting – nicht nur etwas für junge Leute

Wen dabei das das Fernweh gepackt hat, der ist bei „Granny Aupair“ genau richtig. Die Agentur vermittelt reiselustige Seniorinnen weltweit an Familien, die sich Unterstützung von einer Oma auf Zeit wünschen. Den Grannys winken dabei viele neue Erfahrungen und bereichernde Kontakte. Auch hier in Hamburg gibt es genügend Familien, die gerne eine liebevolle Großmutter für die Unterstützung im täglichen Leben an ihrer Seite hätten. Über die Plattform "Granny als Nanny" werden diese mit Seniorinnen aus der Nachbarschaft zusammengebracht, die Lust darauf haben, Kinder zu betreuen, den Hund auszuführen oder das Haus zu hüten. 

Model, TV-Star oder Theaterschauspieler – es ist nie zu spät!

Casting- und Modelagenturen suchen laufend neue Gesichter – und die Generation 50plus wird zunehmend begehrt! Authentische Persönlichkeiten jeden Alters sind in der Werbung  gefragt. Wer Lust darauf hat, kann sich bei einer seriösen Casting- und Modelagentur, wie beispielsweise der Hamburger Agentur "Elbfänger", vorstellen. Auch wer im Alter noch einmal den Schritt in die TV-Welt wagen möchte, hat in der Medienstadt Hamburg dafür hervorragende Möglichkeiten:  Es werden laufend Komparsen jeden Alters für verschiedenste Film- oder TV-Produktionen gesucht – und vielleicht kommt dabei ein bislang unerkanntes schauspielerisches Talent zutage. 2017 könnte auch das Jahr sein, in dem endlich die Bretter, die die Welt bedeuten, betreten werden – zumindest für die Damen: Die Senioren-Theatergruppe „Die Herbst-Zeitlosen“, deren Ensemble sich aus acht Seniorinnen im Alter zwischen 60 - 86 Jahren zusammensetzt, sucht für die Jubiläumsproduktion im September 2017 noch Spielerinnen.

Kultur erleben trotz kleiner Rente – mit Anschluss

Kultur macht Spaß ist aber oftmals ganz schön teuer. Für ältere Menschen mit geringem Einkommen wurde deswegen das Generationenprojekt "KULTURISTENHOCH2" ins Leben gerufen: Nicht verkaufte Karten für Konzerte, Theater oder Ausstellungen werden Seniorinnen und Senioren zur Verfügung gestellt.  Zusätzlich werden die älteren Menschen zu der Veranstaltung von einer Schülerin oder einem Schüler begleitet und somit die Begegnung von Alt und Jung gefördert wird. Das Projekt wird auch von der Hartwig-Hesse-Stiftung unterstützt, welche die teilnehmenden jungen Menschen vorab in Workshops bestmöglich auf den Umgang mit den älteren Menschen vorbereitet.

Für angehende "Silver Surfer": Digitale Kompetenz kennt kein Alter

Nach dem Motto "Senioren versilbern das Netz" lädt die Hamburger Einrichtung "Wege aus der Einsamkeit e. V." regelmäßig zu kostenfreien Informationsnachmittagen, auf denen älteren Menschen in kleinen Gruppen der Umgang mit Smartphones und Tablets erklärt wird. Vor Ort wird beispielsweise gemeinsam die erste WLAN Anmeldung durchgeführt, eine Streckenverbindung auf HHV.de gesucht und das 1 x 1 des Onlinebankings erklärt.  

"In unserem digitalisierten Alltag ist es unabdingbar, dass wir auch älteren Menschen den Zugang zu dieser Welt ermöglichen und ihnen entsprechende Kompetenzen vermitteln. Auch in der Seniorenarbeit werden heutzutage vermehrt neue technische Geräte genutzt. Die Hartwig-Hesse-Stiftung setzt seit kurzem gezielt Tablets ein, um digitale Kompetenzen auch im Alter zu vermitteln“, berichtet Maik Greb.

Adressen:

Über die Hartwig-Hesse-Stiftung

Die Hartwig-Hesse-Stiftung wurde im Jahr 1826 von dem Hamburger Kaufmann Hartwig Hesse gegründet. Die gemeinnützige Stiftung bietet in zentralen Hamburger Lagen Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter. Dabei steht neben einem attraktiven sozialen Umfeld stets bestmögliche, sehr persönliche Betreuung im Mittelpunkt. Das Portfolio der Stiftung umfasst Tagespflege, Betreutes Wohnen in Apartmentanlagen, stationäre Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen sowie eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Neben dem Betreiben eigener Einrichtungen, übernimmt die Hartwig-Hesse-Stiftung auch die Verwaltung von Häusern anderer Stiftungen, wie der Heerlein- und Zindler-Stiftung, der Keitel-Stiftung und des St. Gertrud-Stifts. Die insgesamt sieben Einrichtungen liegen in den Stadtteilen Rissen, Neustadt, Hohenfelde, St. Georg, Altona, Steilshoop und Barmbek. Ferner betreibt die Hartwig-Hesse-Stiftung einen Ambulanten Pflegedienst mit zwei Standorten.

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