Achtsames Hamburg: Stress ade

Fitness, Wellness & Beauty

Achtsamkeit, © iStock.com/fizkes

Achtsamkeit, © iStock.com/fizkes

Spiritualität, Achtsamkeit, Meditation: Was noch vor wenigen Jahren häufig als Esoterik verunglimpft wurde, entwickelt sich zu einer regelrechten Bewegung. Hamburg ist ganz vorne mit dabei.

In sozialen Kanälen stößt man immer öfter auf Stichworte wie Achtsamkeit – und in diesem Kontext auf Begriffe wie Yoga, Entspannung oder Feldenkrais. Im Grunde geht's dabei immer um dasselbe Ziel: In unserer Zeit, die von Hektik und Ablenkung geprägt ist, suchen wir Methoden, die uns innere Ruhe und Konzentrationsfähigkeit zurückbringen. Doch was steckt eigentlich hinter Achtsamkeit & Co? Und: Ist es nur ein Trend – oder bereits eine Bewegung? Auf Wikipedia heißt es: "Achtsamkeit (engl. mindfulness) ist ein Moment passiver Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach den gegenwärtigen Zustand seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Fantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten." Das klingt sperrig und abstrakt. Dabei ist die Botschaft dahinter einfach: Uns allen tut es gut, wenn wir weniger abgelenkt sind und uns wieder mehr auf unsere eigenen Bedürfnisse und Gefühle besinnen.

Auch wenn es so wirken mag, als ob Achtsamkeit etwas ganz Neues sei, ist das Gegenteil der Fall. Als eine Form der Meditation stammt Achtsamkeit ursprünglich aus dem Buddhismus. In der westlichen Medizin und Psychologie wurde der Effekt entsprechender Übungen seit den 1960er-Jahren vermehrt untersucht und eingesetzt. Inzwischen gilt Achtsamkeit im Rahmen der Therapie oder Prävention einer Vielzahl verschiedener psychischer und körperlicher Störungen als Problemlöser. Achtsamkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung bei der Stressbewältigung. Wer Achtsamkeit ernsthaft und regelmäßig praktiziert, so die einhellige Meinung, erfährt dabei, dass Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängen.

Nach dem Burn-out kommt die Achtsamkeit

Tatsächlich kommt der Trend zum richtigen Zeitpunkt – er wird wahrscheinlich nicht so schnell wieder verschwinden. Die Anforderungen im Alltag wachsen immer mehr. Tag und Nacht funktionieren, keine Schwächen zeigen, ganz ohne Pause – nicht von ungefähr steigt die Zahl derer, die an Burn-out leiden. Achtsamkeitsmethoden helfen dabei, seinen eigenen Fokus wiederzufinden und sich vom seelischen Ballast zu befreien, damit es gar nicht erst zum Zusammenbruch kommt. Achtsamkeit hat nichts mit Egoismus zu tun, im Gegenteil: Wer Achtsamkeit in sein Leben bringt, lernt sich besser kennen und gewinnt Vertrauen in seine eigenen Stärken. Das führt zwangsläufig zu mehr Ausgeglichenheit im Alltag sowie Beruf und stärkt zudem das Miteinander.

Natürlich hört sich das erst einmal einfacher an, als es wirklich ist. Aus diesem Grund sind die Zeitschriftenregale der Stadt prall mit Publikationen rund um das Thema gefüllt. Im Internet findet man an jeder Ecke Webseiten, Blogs, Videos und Podcasts zum Thema Achtsamkeit. Dort gibt es Tipps für mehr Achtsamkeit und Übungen, die man in seinen Alltag integrieren kann – plus Berichte über Menschen, die mit mehr Achtsamkeit ihr Leben verändern konnten. Da ein gesunder Geist gut für den Körper ist, unterstützen auch immer mehr Krankenkassen den Besuch von entsprechenden Kursen.

Starthilfe zum inneren Glück

Das Gute an den meisten Achtsamkeitsmethoden: Sie lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren. Allerdings ist die Auswahl groß. Wer in Hamburg mehr Achtsamkeit in sein Leben bringen möchte, hat dafür viele Möglichkeiten. Die Angebote reichen von Meditationsübungen oder Yogaworkshops über Atemtraining oder Waldbaden bis hin zu Vorträgen und Gruppenreisen. Aber Achtung: Auch die Suche nach dem richtigen Achtsamkeitskurs kann zu Überforderung führen. Deshalb ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Es geht nicht darum, den einen Kurs zu finden, der alle Probleme löst und mehr Leichtigkeit ins Leben bringt. Es ergibt auch keinen Sinn, seinen Terminkalender mit möglichst vielen Achtsamkeitskursen zu füllen – und so weiteren Stress zu verursachen. Perfektionismus hat beim Thema Achtsamkeit nichts zu suchen. Wichtig ist, überhaupt erst einmal sein Bewusstsein zu schärfen – und zu merken, dass weniger mehr sein kann.  

Um den Einstieg in die innere Welt der Achtsamkeit zu erleichtern, haben wir ein paar Möglichkeiten zusammengestellt, wo man sich in Hamburg mit dem Thema beschäftigen kann. Ob die Achtsamkeit nun durch eine Yogaübung oder eine morgendliche Meditation mehr Raum im Leben bekommt, ist nicht wichtig. Die vorgestellten Angebote zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten und dienen eher als eine Art Starthilfe. Denn letztlich sorgen Kurse nicht für ein achtsames Leben – sie erwecken aber ein neues Bewusstsein. Der Rest passiert im Inneren.

Die nützlichsten Links zum Themenbereich Achtsamkeit

Anzeige