Finanzen & Steuern

Zahlen, Daten & Fakten

Finanzen & Steuern II, © Günter Kupich, Hamburg

© Günter Kupich, Hamburg

Die Lohnsteuerkarte auf Papier ist abgeschafft. Zur Berechnung Ihrer individuellen Lohnsteuer und Abführung an das Finanzamt benötigt Ihr Arbeitgeber Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibeträge und Kirchensteuermerkmal). Diese Informationen werden als Elektronische LohnSteuerAbzugs-Merkmale (ELStAM) bezeichnet und sind in einer Datenbank der Finanzverwaltung gespeichert. Seit 2013 werden sie den Arbeitgebern elektronisch für den Lohnsteuerabzug bereitgestellt.

Das elektronische Verfahren vereinfacht die Kommunikation im gesamten Lohnsteuerabzugsverfahren enorm: z. B. wird bei einer Heirat die Änderung der Lohnsteuerklasse auf IV/IV automatisch beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Das erspart das Abholen und Zurückbringen der bisherigen Lohnsteuerkarte durch den Arbeitnehmer vom Arbeitgeber.

Der Arbeitnehmer muss beachten, dass die Freibeträge, die bisher auf der Papierbescheinigung galten, für 2013 wieder neu beantragt werden müssen. Arbeitnehmer können seit dem 01.01.2013 ihre gültigen "ELStAM" künftig im ElsterOnline- Portal (www.elsteronline.de) einsehen. Registrieren Sie sich hierfür einmalig kostenfrei mit Ihrer steuerlichen Identifikationsnummer. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auch unter www.elster.de.

Da es bei der Registrierung zu Wartezeiten kommen kann, sollte sie so schnell wie möglich vorgenommen werden. Insbesondere Arbeitgeber sollten sich dabei für ein "Nichtpersönliches Zertifikat" (Organisationszertifikat) unter Verwendung der Steuernummer des Unternehmens entscheiden. Unter die neue Rechtslage fallen auch Anträge auf Dauerfristverlängerung, die Zusammenfassende Meldung in der Umsatzsteuer und die Anmeldung einer Sondervorauszahlung.

(Quelle: elster)

2013: Ende für Bundesschatzbriefe

Um Kosten einzusparen hat die Bundesfinanzagentur seit 2013 Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Tagesanleihen abgeschafft.

Änderungen:

  • Produkte wie Bundesanleihen und -obligationen können zwar weiterhin erworben werden, jedoch entfällt der kostenlose Erwerb über die Finanzagentur.
  • Anleger müssen gebührenpflichtig bei Banken und Sparkassen kaufen.
  • Die kostenlose Verwahrung der Wertpapiere wird eingestellt.
  • Bereits bestehende Konten bleiben bestehen.
  • Neu erworbene Bundeswertpapiere müssen Anleger – meist kostenpflichtig – in ihrem Depot bei ihrer Bank oder Sparkasse lagern.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Deutscher Steuerverband e.V.

Was passiert mit Hamburgs Steuergeldern? Hier informiert der unabhängige, gemeinnützige und parteipolitisch neutrale Bund der Steuerzahler Hamburg e. V.

Elterngeld sinkt

Für Kinder, die ab 01.01.2013 geboren wurden, gibt es weniger Elterngeld. Grund: Bei der Berechnung zählen nicht mehr die konkreten Abzüge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Dafür werden für die Sozialversicherungsbeiträge pauschal 21 % abgezogen. Eltern, deren monatlicher Bruttoverdienst zwischen 2.000,- und 3.000,- Euro liegt, büßen circa sieben bis zehn Euro im Monat ein.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Studienkredite

Studierende können seit 01.04.2013 besser von Studienkrediten der staatlichen KfW profitieren: Der Kredit kann künftig nicht nur zur Finanzierung des Erststudiums, sondern auch für ein Zweit- oder Aufbaustudium sowie für einzelne Studienabschnitte eingesetzt werden. Außerdem steigt die Altersgrenze für Kreditnehmer von derzeit 34 auf 44 Jahre.

Altersabhängig bleibt allerdings die Dauer der Finanzierung:

  • Studenten, die am 01.04.2013 – vor Finanzierungsbeginn – 34 Jahre alt sind, erhalten eine Kreditzusage für bis zu 14 Semester,
  • ab 39 Jahren sinkt die Förderhöchstdauer auf zehn Semester,
  • ab 44 Jahren sind es dann lediglich sechs Fördersemester.

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