Wenn die Seele leidet

Leben & Arbeiten

Bürgerservice: Wenn die Seele leidet

Wer süchtig ist, ist krank. Ob Alkohol, Haschisch oder Glücksspiel – wenn ein Stoff oder eine Verlockung das Leben eines Menschen bestimmt, dann spricht man von Sucht. Der Abhängige denkt an nichts anderes mehr und vernachlässigt dabei andere private und berufliche Interessen.

Schnaps & Pillen

Gelegenheiten gibt es zahlreiche, zu denen Alkohol konsumiert bzw. bei denen zu einer Tablette gegriffen wird. Wird der Alkohol in geringen Mengen genossen, ist das für gesunde Erwachsene auch nicht schädlich. Problematisch und gefährlich wird es aber, wenn Alkohol unkontrolliert und übermäßig getrunken wird. Genauso ist es auch mit Medikamenten. Schnell entsteht dann aus dem Genuss bzw. der Linderung durch ein Medikament die Sucht. Große Mengen an Alkohol und Medikamenten können alles zerstören: Der Arbeitsplatz kann verloren gehen, die Familie zerrüttet und die Gesundheit ruiniert werden. Setzen Sie Ihr Leben nicht aufs Spiel und lassen Sie sich helfen.

Haschisch & Co

Forschungsstudien haben ergeben, dass sich durch den Konsum von Drogen Lernprozesse im Gehirn verändern. Eine einzige Dosis ist dafür ausreichend. Schnell entsteht also aus der Neugier und dem Ausprobieren eine gefährliche Abhängigkeit. Betroffene und Angehörige finden bei den örtlichen Anlauf- und Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung für ein Leben ohne Drogen.

Der Blaue Dunst

Die Pflanze Nicotiana tabacum bringt den Wirkstoff Nikotin hervor. Nikotin erreicht innerhalb von 7–8 Sekunden das Gehirn und löst dort physiologische Reaktionen aus. Raucher fühlen sich nach dem Rauchen einer Zigarette oft wacher und leistungsfähiger. Appetit, Nervosität und Müdigkeit werden herabgesetzt. Da Nikotin für den Körper Gift ist, kann das Rauchen zahlreiche Krankheiten hervorrufen und sowohl psychisch als auch körperlich abhängig machen. Wenn auch Sie aufhören wollen zu rauchen, können Sie das allein oder mit Unterstützung anderer machen. Das Beratungsangebot ist groß.

Glücksspiel kann süchtig machen

Viele Menschen spielen gerne und sind deswegen noch lange nicht spielsüchtig. Gerade Menschen in privaten Schwierigkeiten, wie z. B. finanziellen Sorgen, spielen aber immer weiter wie in einem Sog. Das ist für die Betroffenen wie auch für die Angehörigen nicht verständlich. Schnell gerät der Betroffene in die Abhängigkeit und kann nicht mehr entscheiden, ob er spielen möchte oder nicht. Mit der Glücksspielsucht gehen Ausreden und Lügen einher. Der Betroffene gerät weiter in finanzielle und familiäre Schwierigkeiten. Oft reicht das Geld selbst für die Ausgaben der Grundversorgung wie Miete und Essen nicht mehr. Frühzeitige Beratung und Hilfe ist wichtig und ermöglicht das Loskommen von der Sucht. Nutzen Sie die Hilfsangebote vor Ort.

Internetsucht

Das Wort Internet- oder Onlinesucht beschreibt den zwanghaften Drang zum Surfen, Chatten, Spielen, Downloaden oder sonstigen unkontrollierten Aktivitäten im Internet. Für Betroffene wird das Netz zum wichtigsten Bestandteil im Tagesablauf, ähnlich wie bei der Spielsucht gerät bei Net-Junkies das soziale, finanzielle und emotionale Gleichgewicht ins Wanken. Dies führt über das Zerbrechen von Beziehungen bis hin zum Verlust der Arbeit. Die virtuelle Welt ersetzt die reale, sodass Aufgaben und Verpflichtungen im wirklichen Leben nicht mehr wahrgenommen werden. Dieser Kontrollverlust und das Versagen beim Einschränken der Internetaktivitäten bereitet Betroffenen oft Schuldgefühle.

Hilfe von Fachleuten

Wer süchtig ist, sollte die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen. Eine Psychotherapie kann z. B. helfen. Ob psychische, affektive, wahnhafte oder zwanghafte Störung, Schizophrenie, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung – die Krankheitsbilder in der Psychiatrie und Psychotherapie sind so zahlreich wie die Patienten verschieden. Immer mehr Menschen nehmen therapeutische Leistungen bei psychischen Erkrankungen in Anspruch. Ärzte, Therapeuten, Institutsambulanzen, Kliniken, Tageskliniken und ambulante Versorgungseinrichtungen wie z.B. Tagesstätten, Wohngemeinschaften und sozialpsychiatrische Dienste kümmern sich um die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Diese kann ambulant, teilstationär oder auch stationär erfolgen.

Selbsthilfegruppen

Selbstorganisation und Selbsthilfe sind eine etablierte Form zur Bewältigung von Behinderung, Krankheit und psychosozialen Problemen. Eine Selbsthilfegruppe ist eine gruppenorientierte Selbsthilfeaktivität. Hier kommen Menschen mit gleichen Anliegen bzw. gleichen Problemen zusammen, die sich gegenseitig helfen möchten. Die meisten Selbsthilfegruppen gibt es zu den Themen Behinderung, körperliche Erkrankung, Abhängigkeiten, Allergien sowie psychische Probleme und Erkrankungen. Andere engagieren sich in den Bereichen bestimmter Lebenssitu?ationen und Lebenskrisen sowie Erziehung, Familie, Partnerschaft u. v. a. m. Beratungseinrichtungen bzw. Selbsthilfekontaktstellen beraten, informieren, stellen den Kontakt zu bestehenden Selbsthilfegruppen her und helfen bei der Neugründung einer Selbsthilfegruppe.

Kirche: Beratung und Seelsorge

Wer Suchtprobleme hat, findet auch bei den Kirchen in Hamburg kompetente Ansprechpartner.

Checkliste: Alkohol – Wie groß ist die Abhängigkeit? 

Gelegenheiten, Alkohol zu trinken, gibt es viele. Das Bier in gesellige Runde, der Sekt auf dem Empfang, der Rotwein bei der Party. Solange das Trinken nicht zur Gewohnheit wird, ist ja alles in Ordnung ...

Doch wo liegt die Grenze? Viele Menschen meinen, sie haben ihren Alkoholkonsum im Griff. Aber vielleicht machen sie sich etwas vor ...

Unsere Checkliste "Wie groß ist die Abhängigkeit?" liefert Kriterien, die Aufschluss darüber geben, wie groß die Suchtgefahr ist. 

SuchtPräventionsZentrum  Mehr Adress-Informationen

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22085 Hamburg

BARMER GEK  Mehr Adress-Informationen

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Eingliederungshilfe für suchtkranke Menschen  Mehr Adress-Informationen

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Drogen und Sucht - Suchtberatung für Kinder, Jugendliche und Angehör  Mehr Adress-Informationen

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