Uni-Eltern – studieren mit Kind

Leben & Arbeiten

Uni-Eltern – studieren mit Kind, Foto: © Günter Kupich, Hamburg

© Günter Kupich, Hamburg

Die Ansicht, im Studium stehen Kinder der Karriereplanung im Weg, ist heutzutage überholt. Sicherlich sind die Belastungen während der Prüfungshochphasen mit Kind größer als ohne, dennoch kommt die Universität Hamburg Eltern bzw. werdenden Eltern in vielerlei Hinsicht entgegen. So ist das Studierendenwerk Hamburg beispielsweise Träger von drei Kindertagesstätten. Die rund 180 Plätze in der Bornstraße, der Hallerstraße und auf dem KinderCampus vereinfachen das Studieren um einiges.

Studieren mit Kind ist heute kaum noch ein Problem. Dank des Beschlusses "Empfehlung zur Vereinbarkeit von Studium und Kindererziehung" im Jahre 2011 werden Eltern oder werdende Eltern in vielen Bereichen unterstützt und gefördert. Studierende, die Kinder unter 18 Jahren betreuen, werden z. B. aufgrund ihrer Bindung an die Stadt bei der Zulassung zum Studium bevorzugt. Ein weiterer Vorteil: Bei der Ermittlung der Wartezeiten für die ersten Fachsemester werden die Zeiten der Schwangerschaft und der Betreuung eingerechnet.

Ist darüber hinaus die Zulassung zu einem Studium das erste Mal aufgrund der Schwangerschaft oder Betreuung des Kindes nicht möglich, kann der Studienplatz in einem späteren Semester in Anspruch genommen werden. Studierende, die wegen der Betreuung ihres Kindes exmatrikuliert wurden, können außerdem zu einem späteren Semester wieder immatrikuliert werden – ohne sich erneut bewerben zu müssen.

Eine wichtige Rolle nimmt natürlich auch die Beurlaubung ein. An dieser Stelle sind Mutterschutzfristen und Elternzeiten von bis zu sechs Semestern möglich. In besonderen Fällen, z. B. bei Krankheit des Kindes, können weitere Urlaubssemester beantragt werden. Die Urlaubssemester zählen nicht als Fachsemester. Wer Bedenken hat, seine Zeit nicht perfekt managen zu können, sollte über die Möglichkeit des Teilzeitstudiums nachdenken: Bei dieser Form gleicht ein Fachsemester zwei Hochschulsemestern. Entsprechend verlängern sich die Termine und Fristen der Hochschulprüfungen. Während des Teilzeitstudiums kann allerdings kein BAföG beantragt werden.

Des Weiteren werden in den Prüfungsordnungen die allgemeinen Mutterschutzfristen und -bestimmungen sowie landesrechtliche Regelungen zu Elternzeiten berücksichtigt. Während längerer Prüfungen können Mütter ihre Kinder in sogenannten Stillpausen stillen. Wer darüber hinaus direkte Ansprechpartner sucht, ist im Familienbüro der Uni Hamburg an der richtigen Adresse. Fachkräfte sind vor Ort beratend tätig und vermitteln Studierende sowie Beschäftigte in Wissenschaft und Verwaltung. Eine weitere Anlaufstelle für die persönliche Beratung sind die sogenannten UniEltern. Bei Fragen zum Thema studieren mit Kind sind sie ebenfalls ideale Ansprechpartner.

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