Quartiere der Zukunft: Stadtplanung und neue Baugebiete

Leben & Arbeiten

Quartiere der Zukunft: Stadtplanung und neue Baugebiete

© Günter Kupich, Hamburg

Urbanes Leben – Wohnen in der Stadt liegt im Trend. Hamburg möchte daher attraktiven Wohnraum bieten. Es sollen jährlich 5.000 bis 6.000 neue Wohnungen entstehen. Für die Neubauten werden verstärkt bisherige Brachflächen genutzt. Hamburgs "Quartiere der Zukunft" sollen sich aber auch durch besondere Qualitäten hervorheben – z. B. durch ihre Nähe zum Wasser oder zu Parks etc.

Sprung über die Elbe

Die Elbinsel Wilhelmsburg ist die größte Flussinsel Europas. Der Mix aus Wasser, Hafen und Historie macht die Stadtteile Wilhelmsburg, Steinwerder, Kleiner Grasbrook und Veddel zu etwas besonderem. Vor allem als Wohnort werden die Orte zwischen der Norder- und Süderelbe im Bezirk Hamburg-Mitte immer attraktiver. Derzeit wird an einer Verbindung zwischen HafenCity und Wilhelmsburg gebaut – dem "Sprung über die Elbe".

HafenCity

Die HafenCity gehört zu den weltweit eindruckvollsten Städtebauvorhaben. An Hamburgs Waterkant entsteht ein neuer Stadtteil – mit eleganten Wohngebäuden, attraktiven Flaniermeilen und kulturellen Angeboten. Die beiden Neubauprojekte "Elbarkarden" und der "Heimathafen" sind als Jungfernstieg der HafenCity gedacht. Die Idee des neuen Quartiers (157 ha) ist es, Wohnen (12.000 Menschen) und Arbeiten (45.000 Arbeitsplätze) zukunftsweisend zu verbinden. 2012 waren 49 Projekte verwirklicht, 35 weitere angestoßen. Bis 2025 soll der Stadtteil vollendet sein.

Inzwischen haben sich auch viele große Unternehmen in der Hafen-City angesiedelt, darunter Kühne + Nagel, China Shipping, Germanischer Lloyd sowie die Spiegel-Gruppe. Ein beliebtes Ziel von Touristen ist die HafenCity während der Cruise Days, wenn die „Queen Mary 2“ im Hafen liegt und auch an Wochenenden. Die HafenCity ist seit 1. März 2008 ein Stadtteil im Bezirk Mitte. Weitere Informationen zur HafenCity.

Neue Mitte Altona

Das Neubaugebiet Neue Mitte Altona ist eines der größten Bauvorhaben in Hamburg. In dem neuen familienfreundlichen Quartier, das nördlich des Altonaer Bahnhofs liegt, sollen in zwei Bauabschnitten rd. 3.500 Wohnungen entstehen. Das Gelände ist etwa 75 ha groß. Der Platz inmitten der Stadt ist für den Wohnungsbau frei geworden, weil der Güterbahnhof stillgelegt wurde und auch Brauereiflächen brach lagen. Im ersten Bauabschnitt sollen 1.600 Wohnungen entstehen. Die SAGA will mit dem Bau voraussichtlich 2014/2015 beginnen. Wann der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden kann, ist ungewiss. Denn er lässt sich nur realisieren, wenn der Fernbahnhof vom Bahnhof Altona an den Standort Diebsteich verlegt wird. Doch die Entscheidung der Bahn steht noch aus (Stand: März 2013). Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs für den ersten Bauabschnitt ist ein Entwurf des Büros André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA in Kooperation mit arbos Freiraumplanung.

Der Hamburger Deckel – Leben über der Autobahn

Die Autobahn 7 (A 7) in Hamburgs Westen soll nördlich des Elbtunnels um zwei Spuren erweitert werden, weil sie der Verkehrsbelastung von mehr als 150.000 Fahrzeugen täglich nicht mehr gewachsen ist. Der Ausbau erfordert Lärmschutz, der hauptsächlich durch den Bau von drei Tunneln in den Stadtteilen Altona, Stellingen und Schnelsen geschaffen werden soll. Der Platz soll für Kleingärten und Parks und neue Quartiere wachsen und mit mehr als 2.000 Wohnungen genutzt werden. Etwa 1.700 Wohneinheiten sind im Bereich des neuen Bahrenfeld/Othmarschener Deckels geplant. Weitere 400 bis 500 Wohnungen sind in Stellingen und Schnelsen vorgesehen. Es ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der nächsten Jahre – sowie ein außergewöhnliches Lärmschutzprojekt.

Neues Wohnen in Jenfeld

In Hamburg-Jenfeld sollen auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-?Kaserne auf einer Fläche von 35 ha etwa 770 Wohneinheiten für 2.000 Bewohner entstehen – inklusive Park und See. Das Projekt "Jenfelder Au" sieht v. a. den Bau erschwinglicher Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser vor. Das denkmalgeschützte Kasernengebäude von 1934/35 soll zusammen mit dem einstigen Exerzierplatz integriert werden. Zum Wohnen und für soziale Zwecke.

Hamburg Wasser plant ein europaweit einmaliges Referenzprojekt "Hamburg Water Cycle": Schwarzwasser aus Toiletten soll über eine Vakuumabsauganlage entsorgt und für die Gewinnung von Biogas für das zentrale Blockheizkraftwerk genutzt werden. Das Blockheizkraftwerk soll das Zentrum des neuen Wohngebietes u. a. mit Wärme versorgen. Für die übrigen Bereiche sind Geo- und Solarthermieanlagen vorgesehen. www.hamburgwatercycle.de

Harburger Schlossinsel

Einst künstlich aufgeschüttet nimmt die Schlossinsel in Harburg nun Form an. Das neue Wohnquartier "Marina auf der Schlossinsel" ist auf ca. 800 Betonpfählen errichtet und enthält 162 Miet- und Eigentumswohnungen. Ob Reihenhäuser, Loft, Eigentums- und Mietwohnungen, hier werden die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse erfüllt. Besonders attraktiv: Bewohner können ihre Fahrzeuge direkt in den Tiefgaragen parken, denn das Quartier ist autofrei. Für Bootsbesitzer gibt es vor der Haustür eine Steganlage mit Bootsliegeplatz. "Marina-Bewohner" und Besucher der Schlossinsel können die Umgebung auf einer Promenade genießen und bis ans Hafenbecken gehen.

Vielfältiges Wohnen in Eilbek

Der Hamburger Stadtteil Eilbek liegt im Südwesten des Bezirks Wandsbek, an einem kleinen Nebenfl uss der Alster, der Wandse. Hier leben ca. 20.000 Einwohner auf einer Fläche von gerade mal 1,7 km². Eilbek ist ein sehr beliebtes Wohnviertel und durch Vielfältigkeit geprägt. Mehrgeschossige Wohnungen
im Stil der Nachkriegszeit, zweistöckige alte Stadthäuser und -villen mit Gärten, üppiges Straßengrün oder die beliebten "schwimmenden Häuser" sind typisch für Eilbek. Die Wohnmöglichkeiten auf dem Eilbekkanal gibt es zunächst auf 10 Liegeplätzen an zwei Standorten.

Stadtmodell Hamburg

Hamburgs Innenstadt mit allen Gebäuden, Parks und Gewässern ist als "Stadtmodell Hamburg" am Großneumarkt auf mehr als 100 m² ausgestellt. Die City ist in ihrer Miniatur-Ausgabe im Maßstab 1:500 nachgebaut.

STADTMODELL der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen  Mehr Adress-Informationen

Neuenfelder Str. 19
21109 Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg  Mehr Adress-Informationen

Am Kaiserkai
20457 Hamburg

HafenCity InfoCenter im Kesselhaus  Mehr Adress-Informationen

Am Sandtorkai 30
20457 Hamburg

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt  Mehr Adress-Informationen

Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

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