Hamburgs Ganztagsschulen – ein Überblick

Leben & Arbeiten

Hamburgs Ganztagsschulen – ein Überblick, Foto: © Günter Kupich, Hamburg

© Günter Kupich, Hamburg

Seit letztem Schuljahr wurde an vielen Hamburger Halbtagsgrundschulen eine ganztägige Bildung und Betreuung (GBS) eingeführt. Neben dem Modell GBS bieten weitere Ganztagsschulkonzepte diverse Vorzüge: U. a. findet so eine sinnvolle Freizeitgestaltung statt, da die Schüler verschiedene Freizeit- sowie Neigungs- und Förderangebote wahrnehmen können. Entsprechend wird die Schule nicht mehr als in sich geschlossene Bildungsinstitution verstanden. Außerdem werden die Hausaufgaben unter Aufsicht gemacht, und jederzeit ist eine Hilfestellung vorhanden.

Ganztagsschulen sind die ideale Lösung, um seinem Kind in vielen Bereichen gerecht zu werden und es intellektuell und kreativ zu fördern, z. B. durch Sport-, Musik-, Kunst- und Theaterkurse oder Werkunterricht. Mit der Einbindung in Schülergruppen werden die soziale Kompetenz und die interkulturelle Integrität gestärkt. Vor allem berufstätige Eltern können Vorteile aus dem Modell ziehen und Familie und Arbeit besser managen. Sie müssen z. B. mittags nicht mehr kochen, da ihre Kinder in der Schule essen können. Ganztagsschulen können von 8.00 bis 16.00 Uhr kostenfrei besucht werden. Darüber hinaus wird Früh- und Spätbetreuung sowie Ferienbetreuung angeboten – teilweise kostenpflichtig. Um die Flexibilität zu erhöhen, werden verschiedene Modelle der Ganztagsschulen, die sich in ihren Rahmenkonzepten voneinander unterscheiden, angeboten.

Das Modell der ganztägigen Bildung und Betreuung (GBS) wird ausschließlich an Grundschulen umgesetzt. Dabei organisiert die Schule in enger Kooperation mit Kinder- und Jugendhilfeträgern die Bildungs- und Betreuungsangebote. Je nach Talent werden die Schüler individuell gefördert. Die Teilnahme an der ganztägigen Bildung und Betreuung ist zwar freiwillig, die Schüler sollten jedoch aus pädagogischen Gründen an mindestens drei Wochentagen in der Schule sein. Bis zum Mittagessen findet der Unterricht einheitlich nach Stundentafel statt. In der offenen Ganztagsschule können die Bildungs- und Betreuungsangebote an vier Tagen in der Woche wahrgenommen werden. Die Ausweitung auf fünf Tage ist ebenso möglich. Vormittags ist der Unterricht nach Stundentafel organisiert, nach dem Mittagessen können die Schüler das Förder- und Freizeitangebot nutzen.

Unterricht und Freizeitangebote können in der gebundenen Ganztagsschule in wechselnder Reihenfolge über vier Tage verteilt werden. Die Ausweitung auf fünf Tage ist ebenfalls möglich. Verpflichtend ist die Teilnahme in der Kernzeit an vier Tagen. Mittelpunkt dieses Modells bilden die Bedürfnisse der Schüler – unterstützt durch pädagogisches Fachpersonal. Die Hausaufgaben werden in den sogenannten Lernzeiten bearbeitet.¹ In der teilgebundenen Ganztagsschule ist nur ein Teil der Schüler dazu verpflichtet, an mindestens drei Tagen am Unterricht teilzunehmen. Der Tagesablauf kann dahingegen rhythmisiert werden, so dass der Stundenplan z. B. aus längeren Pausen oder Arbeitsphasen besteht.

www.hamburg.ganztaegig-lernen.de/formen-von-ganztagsschule-hamburg-4
www.hamburg.de/contentblob/3371642/data/info-flyer-zu-gbs.pdf

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