Bezirk Hamburg-Nord Übersichtskarte

Der Bezirk Hamburg-Nord in Zahlen

Fläche*57,8 km2
Durchschnittsalter**41,8 Jahre
Entfernung zur Innenstadt0-10 km

Entfernung zum Wasser0 km (die Alster fließt mitten durch den Bezirk)
Entfernung zum Flughafen0 km (der Flughafen liegt im Stadtteil Fuhlsbüttel)
U-Bahn-AnbindungU1, U3

S-Bahn-AnbindungS1
Bus-Anbindungdiverse Stadtbusse
Schiff-AnbindungAlsterdampfer (ATG), z. B. am Anleger Mühlenkamp oder Winterhuder Fährhaus

Quellen: * Statistikamt Nord: Bodenflächen in Hamburg (31.12.2025)      ** Statistikamt Nord: Hamburger Melderegister (31.12.2025)

Welche Stadtteile gehören zum Bezirk Hamburg-Nord?

Der Bezirk Hamburg-Nord setzt sich aus insgesamt 13 Stadtteilen zusammen, die von der Innenstadtnähe im Süden bis zur schleswig-holsteinischen Grenze im Norden reichen:

  • Alsterdorf
  • Barmbek-Nord
  • Barmbek-Süd
  • Dulsberg
  • Eppendorf
  • Fuhlsbüttel
  • Groß Borstel
  • Hoheluft-Ost
  • Hohenfelde
  • Langenhorn
  • Ohlsdorf
  • Uhlenhorst
  • Winterhude

Wo liegt welcher Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord?

Im südlichen Bereich ballt sich das urbane Leben. Ganz im Süden grenzt Hohenfelde direkt an Hamburg-Mitte. Am östlichen Alsterufer liegt das mondäne Uhlenhorst mit prächtigen Villen, dem Literaturhaus und der Blauen Moschee. 

Im Südosten prägen dichte Wohnquartiere Barmbek-Süd mit der Hamburger Meile und dem Komponistenviertel, während am südöstlichen Rand das bodenständige Dulsberg mit seinen Backstein-Siedlungen von Fritz Schumacher an Wandsbek grenzt.

Zentral im südlichen Bereich liegt Winterhude, einer der vielfältigsten Stadtteile, mit Stadtpark, Planetarium, Alsterkanälen und dem Kulturzentrum Kampnagel. Im Osten schließt sich Barmbek-Nord an, ein ehemaliges Arbeiterviertel mit Rotklinker-Architektur, das heute bei jungen Menschen beliebt ist.

Am äußersten südwestlichen Rand liegt das kleine, dicht besiedelte Hoheluft-Ost mit seinen Falkenried-Terrassen. Direkt angrenzend befindet sich das schicke Eppendorf mit Jugendstil-Altbauten, Boutiquen und dem UKE. 

Richtung Norden wird es grüner und ruhiger. Alsterdorf ist idyllisch und von Villen sowie der Alster geprägt, während Ohlsdorf fast vollständig vom größten Parkfriedhof der Welt bestimmt wird. Im Nordwesten hat sich Groß Borstel an der Grenze zu Eimsbüttel einen dörflichen Charme rund um das Eppendorfer Moor bewahrt. Im Norden liegt Fuhlsbüttel, international durch den Flughafen bekannt, sonst aber grün und bürgerlich. Den nördlichen Abschluss bildet das weitläufige Langenhorn mit vorstädtischem Charakter, das an Schleswig-Holstein und Norderstedt grenzt.

Architektur am Isekai in Eppendorf
Architektur am Isekai in Eppendorf, © Redaktion hamburg-magazin.de

Bezirksbeschreibung Hamburg-Nord

Ein Besuch in Hamburg-Nord lohnt sich, denn kaum ein anderer Bezirk vereint so viel Wasser, Grün und urbanes Leben. Der Bezirk liegt zentral bis nördlich der Elbe und grenzt an die Bezirke Wandsbek, Hamburg-Mitte, Eimsbüttel und im Norden an Schleswig-Holstein. Die Alster, der Osterbek- und der Goldbekkanal prägen das Bild ebenso wie riesige Grünflächen.

Hier kannst du auf den Alsterkanälen paddeln, im Stadtpark die Sonne genießen oder durch die Boutiquen in Eppendorf und Winterhude bummeln. Der Süden ist urban und geschäftig, der Norden eher ruhig und vorstädtisch. Besonders geschätzt werden die kurzen Wege ans Wasser, die Erholungsmöglichkeiten im Grünen und das vielfältige Kulturangebot.

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählen der Hamburger Stadtpark mit Planetarium, der weltgrößte Parkfriedhof in Ohlsdorf sowie das Kulturzentrum Kampnagel. Auch das Museum der Arbeit in Barmbek ist einen Abstecher wert.

Historie des Bezirks Hamburg-Nord

Die Geschichte von Hamburg-Nord ist geprägt vom Wandel ehemaliger Dörfer und Vororte zu einem der vielfältigsten und wirtschaftlich bedeutendsten Bezirke der Hansestadt.

Gründung des Bezirks

Als politische und verwaltungstechnische Einheit ist Hamburg-Nord noch relativ jung. Der Bezirk in seiner heutigen Form entstand durch das Bezirksverwaltungsgesetz vom 21. September 1949, welches am 11. Mai 1951 in Kraft trat. Zuvor waren die Stadtteile eigenständige Dörfer oder Vororte.

Vom Bauerndorf zum Arbeiterviertel

Stadtteile wie Barmbek und Dulsberg erlebten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Industrialisierung ein extremes Bevölkerungswachstum. Sie wandelten sich von ländlichen Gebieten zu klassischen Hamburger Arbeitervierteln. Prägend für diese Zeit war der damalige Oberbaudirektor Fritz Schumacher, der mit seinen charakteristischen Rotklinker-Bauten das Gesicht des Bezirks bis heute nachhaltig formte.

Die City Nord als "Zweite Stadt"

Ein spannendes Kapitel moderner Stadtplanung ist die City Nord in Winterhude. Mitte der 1950er Jahre platzte die Hamburger Innenstadt aus allen Nähten, Großkonzerne drohten abzuwandern. Der damalige Oberbaudirektor Werner Hebebrand entwarf daraufhin 1957 die Idee einer "Zweiten City" im Grünen. Ab den 1960er Jahren entstand so ein architektonisches Modellprojekt der Moderne, das bis heute ein riesiges, zusammenhängendes Büroquartier darstellt.

Medizinhistorisches Museum auf dem UKE Gelände
Medizinhistorisches Museum auf dem UKE Gelände, © Redaktion hamburg-magazin.de

Highlights Bezirk Hamburg-Nord

Ob Kultur, Natur oder Geschichte – Hamburg-Nord bietet für jeden Geschmack lohnenswerte Ziele, die zum Entdecken einladen.

Hamburger Stadtpark

Die grüne Lunge des Bezirks mit riesiger Festwiese und Stadtparksee. Im Sommer ist der Stadtpark der zentrale Treffpunkt zum Sonnen, Grillen und Entspannen.

Planetarium Hamburg

Im ehemaligen Wasserturm mitten im Stadtpark erwarten dich immersive Sternenshows, beeindruckende Architektur und eine Aussichtsplattform.

Ohlsdorfer Friedhof

Der größte Parkfriedhof der Welt lädt mit weitläufiger Parkanlage, historischen Mausoleen und den Ruhestätten Prominenter wie Helmut Schmidt und Hans Albers zum Spaziergang ein.

Kampnagel

Die ehemalige Maschinenfabrik in Winterhude ist heute internationales Zentrum für zeitgenössische darstellende Kunst – avantgardistisches Programm in industrieller Kulisse.

Alsterkanäle

Auf dem Netzwerk aus Wasserwegen erlebst du Hamburg per SUP oder Kanu abseits des Hafentrubels.

Museum der Arbeit

In Barmbek erzählt das Museum die Industrie- und Sozialgeschichte Hamburgs. Im Hof steht T.R.U.D.E., ein Schneiderad der ehemals größten Tunnelbohrmaschine der Welt.

T.R.U.D.E vor dem Museum der Arbeit
T.R.U.D.E vor dem Museum der Arbeit, © Redaktion hamburg-magazin.de

Besonderheiten Bezirk Hamburg-Nord

  • Alster und Kanäle mitten im Bezirk – Wasserfreizeit direkt vor der Tür
  • Größter Parkfriedhof der Welt und der Stadtpark als grüne Lunge
  • Große Bandbreite von urbanem Trubel bis vorstädtischer Ruhe

Unterwegs im Bezirk Hamburg-Nord

Hamburg-Nord bietet dir vom Wassersport bis zur Clubkultur eine breite Palette an Möglichkeiten. Hier ein Überblick, was du tagsüber und abends in Hamburg-Nord erleben kannst.

Welche Freizeitmöglichkeiten bietet Hamburg-Nord?

Das Wasser steht im Mittelpunkt: Auf den Alsterkanälen kannst du Kanu, SUP oder Tretboot fahren oder rund um die Alster joggen. Im Sommer locken das Freibad am Stadtparksee und das Bäderland Holthusenbad. Für weitere grüne Auszeiten stehen der Hamburger Stadtpark, der Ohlsdorfer Friedhof, das Eppendorfer Moor und der Hayns Park bereit.

Was ist tagsüber und abends in Hamburg-Nord möglich?

Tagsüber ist der Bezirk belebt und erholungsorientiert – in den Parks und an der Alster trifft man sich zum Spaziergang oder zur Pause. Abends verlagert sich das Geschehen in die gastronomischen Hotspots am Mühlenkamp oder dem Eppendorfer Weg. 

Am Museum der Arbeit lädt das T.R.U.D.E. mit Burgern und Außenbereich ein, während das Henny's in Winterhude mit Steaks und Sushi auf gehobenes Publikum setzt. Am Wasser genießt du im Monkey Beach in Uhlenhorst Drinks und Bowls mit Alsterkanal-Blick, im Sierichs Biergarten im Stadtpark trifft sich, wer eine Pause vom Spaziergang braucht. Traditionell und unkompliziert geht es im Café Borchers in Eppendorf zu. Die nördlichen Stadtteile bleiben abends dagegen sehr ruhig.

Welche Events finden in Hamburg-Nord statt?

Im Sommer sorgt das Stadtpark Open Air für Konzerte unter freiem Himmel. Dazu kommen das Stadtfest Winterhude, das Eppendorfer Landstraßenfest und der regelmäßig stattfindende Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit.

Freilichtbühne bei Nacht mit Publikum davor
Best of Poetry Slam Open Air Bühne im Stadtpark, © Redaktion hamburg-magazin.de

FAQs zum Bezirk Hamburg-Nord

An den Bezirk Hamburg-Nord grenzt im Westen der Bezirk Eimsbüttel, Hamburg-Mitte im Süden und Wandsbek im Osten und Norden. Zusätzlich bildet das Bundesland Schleswig-Holstein die nördliche Landesgrenze.

Der Hamburger Stadtpark mit Festwiese und Stadtparksee, das Planetarium mit seinen Sternenshows und das Museum der Arbeit mit dem riesigen Bohrer T.R.U.D.E. sind gut für Familien geeignet.

Hamburg-Nord ist vor allem für seine vielen Grünflächen bekannt, allen voran den Hamburger Stadtpark und den Ohlsdorfer Friedhof, den größten Parkfriedhof der Welt. Beliebt sind zudem die gehobenen Wohnviertel Winterhude, Eppendorf und Uhlenhorst mit ihrem schönen Altbaubestand und der Nähe zur Alster.

Auf jeden Fall! Tagsüber sind Parks und Alster belebt, abends locken Gastro-Hotspots am Mühlenkamp und am Eppendorfer Weg. Dazu gibt es Events wie das Stadtpark Open Air und diverse Stadtteilfeste. Abends laden verschiedene Lokale zu leckeren Getränken und entspannter Atmosphäre ein.

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Die Freie und Hansestadt Hamburg unterteilt sich in sieben Bezirke. Wir stellen euch die sieben Hamburger Bezirke und deren Stadtteile vor.

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