Bezirk Eimsbüttel: Altbaucharme, Café-Kultur und viel Grün
Prachtvolle Altbauten, die quirlige Osterstraße und Hagenbecks Tierpark prägen den Bezirk Eimsbüttel. Nordwestlich der Innenstadt ist dieser Bezirk ideal für Familien, Shopper und alle, die Café-Flair und kurze Wege schätzen. Mit rund 250.000 Einwohnern gehört Eimsbüttel zum zweitdicht besiedeltesten Bezirk Hamburgs; er gilt damit als eines der beliebtesten Wohngebiete der Stadt. Benannt wurde der Bezirk bei seiner Gründung 1951 nach dem Stadtteil Eimsbüttel.
Der Bezirk in Kürze

Der Bezirk Eimsbüttel in Zahlen
Quellen: * Statistikamt Nord: Bodenflächen in Hamburg (31.12.2025) ** Statistikamt Nord: Hamburger Melderegister (31.12.2025)
Welche Stadtteile gehören zum Bezirk Eimsbüttel?
Der Bezirk Eimsbüttel umfasst insgesamt 9 Stadtteile und erstreckt sich vom innerstädtischen Alsterbereich bis in den nordwestlichen Hamburger Stadtrand:
- Eidelstedt
- Eimsbüttel
- Harvestehude
- Hoheluft‑West
- Lokstedt
- Niendorf
- Rotherbaum
- Schnelsen
- Stellingen
Wo liegt welcher Stadtteil im Bezirk Eimsbüttel?
Im östlichen und innerstädtischen Teil des Bezirks liegen die exklusivsten und bekanntesten Quartiere. Harvestehude gilt als eine der vornehmsten Adressen Hamburgs überhaupt – großbürgerliche Jugendstilvillen, stille Alleen und der direkte Zugang zur Außenalster prägen diesen Stadtteil. Gleich nebenan liegt Rotherbaum, geprägt vom Campus der Universität Hamburg, dem Dammtor und eleganten Gründerzeitbauten. Hoheluft-West bildet den Übergang zwischen den bürgerlichen Lagen und dem lebhaften Kern des Bezirks – ein beliebtes, gut durchmischtes Wohnquartier.
Das Herzstück des Bezirks ist der Stadtteil Eimsbüttel selbst: jung, lebendig und kosmopolitisch. Rund um die Frappant-Passage, den Eimsbütteler Park und die Osterstraße hat sich eine blühende Café-, Kultur- und Kiezszene entwickelt, die besonders bei jungen Familien und Kreativen beliebt ist.
Im mittleren und nordwestlichen Bereich schließen sich die ruhigeren Wohnstadtteile an. Lokstedt ist ein bürgerliches, grünes Wohnviertel mit gutem Ruf und liegt in direkter Nachbarschaft zu Stellingen, das vor allem als Heimat des weltbekannten Tierparks Hagenbeck bekannt ist. Eidelstedt ist ein solider, gewachsener Wohnstadtteil mit einer Mischung aus älteren Siedlungen und neueren Wohngebieten.
Den äußersten Nordwesten des Bezirks bilden Niendorf und Schnelsen – beide großflächig, ruhig und von Einfamilienhäusern und Siedlungsbau geprägt. Niendorf überzeugt mit einem eigenen lebendigen Ortskern rund um den Tibarg-Markt, während Schnelsen bereits nahtlos an das schleswig-holsteinische Umland grenzt und einen fast ländlichen Charakter trägt.
Diese Mischung macht Eimsbüttel zu einem der begehrtesten Bezirke Hamburgs – vom mondänen Alsterufer über das pulsierende Eimsbüttel bis zu ruhigen Einfamilienhausgebieten am Stadtrand.
Bezirksbeschreibung Eimsbüttel
Ein Besuch im Bezirk Eimsbüttel lohnt sich – hier trifft dichtes Stadtleben auf grüne Ruhezonen und buntes Szeneleben. Der Bezirk liegt nordwestlich der Innenstadt und nördlich der Elbe, umgeben von Altona, Hamburg-Nord und Hamburg-Mitte sowie Schleswig-Holstein im Norden.
In den zentrumsnahen Stadtteilen wie Eimsbüttel, Hoheluft-West und Rotherbaum reihen sich prachtvolle Altbauten, inhabergeführte Boutiquen und gemütliche Cafés aneinander. Im Norden, rund um Niendorf und Schnelsen, wird es hingegen besonders grün und familiär.
Im Bezirk Eimsbüttel lässt sich wunderbar bummeln, im Café sitzen oder am Isebekkanal spazieren. Geschätzt wird vor allem die Mischung aus lebendigem Straßenflair und entspanntem Tempo.
Zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählen der Tierpark Hackenbeck mit seinen gitterlosen Freigehegen, das weitläufige Niendorfer Gehege und die pulsierende Osterstraße. Auch das traditionsreiche Grindelviertel und das historische Kaifu-Bad sind einen Abstecher wert.
Historie des Bezirks Eimsbüttel
Vom ländlichen Dorf zum lebendigen Stadtbezirk: Eimsbüttels Geschichte ist geprägt von Wandel, Vielfalt und urbanem Flair.
Ein Dorf wird zum Hamburger Bezirk
Als Bezirk entstand Eimsbüttel – wie auch Altona – erst 1951 durch das Bezirksverwaltungsgesetz, das die Bürgerschaft bereits 1949 beschlossen hatte. Doch die Wurzeln reichen weit zurück: Erstmals 1275 urkundlich erwähnt, war Eimsbüttel jahrhundertelang ein kleines, beschauliches Dorf vor den Toren Hamburgs, das vor allem von Landwirtschaft und Klostereigentum geprägt war.
Bereits im frühen 19. Jahrhundert entdeckten wohlhabende Hamburger den Ort als idyllische Sommerresidenz. Der eigentliche, rasante Wachstumsschub setzte jedoch erst mit der Aufhebung der Torsperre 1861 ein: Eimsbüttel wurde für Pendler und Bauherren attraktiv, wuchs schlagartig an, verlor seinen dörflichen Charakter und wurde schließlich 1894 offiziell nach Hamburg eingemeindet.
Gründerzeit und urbanes Flair
Das Stadtbild Eimsbüttels ist bis heute stark von der späten Gründerzeit geprägt. Die typischen fünfgeschossigen Etagenwohnhäuser mit prächtigen Stuckfassaden entstanden um die Jahrhundertwende, um dem immensen Bevölkerungszuwachs gerecht zu werden. Neben dicht bebauten Wohnquartieren wie dem Osterstraßen-Quartier etablierte sich der Stadtteil schnell als lebendiges Zentrum für Bürgertum und Gewerbe.
Handwerks- und Arbeiterkultur prägen das Bild bis heute
Der Bezirk besticht bis heute durch seine faszinierenden Kontraste: Während Viertel wie Rotherbaum und Harvestehude an der Außenalster mit herrschaftlichen Villen und Prachtstraßen das wohlhabende Hamburg repräsentieren, entwickelte sich Eimsbüttel selbst zu einem dicht besiedelten Arbeiter- und Handwerkerquartier, geprägt von schlichten Mietshäusern statt herrschaftlichen Fassaden. Das grüne Stellingen hingegen erlangte durch die Eröffnung von Hagenbecks Tierpark im Jahr 1907 weltweite Bekanntheit.
Highlights Bezirk Eimsbüttel
Der Hamburger Bezirk Eimsbüttel überzeugt mit einer vielfältigen Mischung aus grünen Erholungsräumen, lebendigen Einkaufsstraßen und kulturellen Sehenswürdigkeiten – hier die schönsten Ziele im Überblick:
Hagenbecks Tierpark
Einer der bekanntesten Tierparks Deutschlands mit angrenzendem Tropen-Aquarium. Die weitläufigen, gitterlosen Freigehege machen den Besuch besonders.
Niendorfer Gehege
Ein riesiges Wald- und Erholungsgebiet im Norden des Bezirks. Mit Wildgehege und altem Baumbestand perfekt für ausgedehnte Spaziergänge.
Isebekkanal
Ein malerischer Kanal, der sich durch den Bezirk zieht. Beliebt bei Stand-up-Paddlern, Kanufahrern und Spaziergängern.
Osterstraße
Das pulsierende Herz von Eimsbüttel. Hohe Dichte an inhabergeführten Boutiquen, Cafés und lebendiges Straßenflair.
Grindelviertel / Universität Hamburg
Das traditionsreiche Universitätsviertel besticht durch studentisches Flair, historische Architektur und jüdische Geschichte.
Kaifu-Bad
Das älteste Bad Hamburgs, eröffnet 1895. Sehenswert wegen der historischen Architektur und dem ganzjährig nutzbaren Solebad.
Besonderheiten Bezirk Eimsbüttel
- Lebendige Osterstraße mit hoher Dichte an inhabergeführten Boutiquen und Cafés
- Hagenbecks Tierpark mit gitterlosen Freigehegen und Tropen-Aquarium
- Mischung aus prachtvollen Altbauvierteln im Süden und viel Grün im Norden
Unterwegs im Bezirk Eimsbüttel
Von wuseligen Einkaufsstraßen bis zu weiten Waldwegen – in Eimsbüttel ist für jede Tageszeit etwas dabei. So sieht das Leben im Bezirk aus:
Welche Freizeitmöglichkeiten bietet Eimsbüttel?
Wasserratten paddeln oder fahren Kanu auf dem Isebekkanal. Im historischen Kaifu-Bad wird ganzjährig geschwommen, auch im Solebad. Für Ruhe und frische Luft sorgen die vielen Grünflächen: das Niendorfer Gehege, der Park "Am Weiher", der Schanzenpark am Rand sowie der Unapark. Familien zieht es zu Hagenbecks Tierpark mit seinen weitläufigen Gehegen.
Was ist tagsüber und abends in Eimsbüttel möglich?
Tagsüber ist der Bezirk wuselig, familiär und geschäftig – mit vielen Kinderwagen, Fahrrädern und gut besuchten Cafés. Ein Bummel über die Osterstraße oder durch das Grindelviertel gehört dazu. Für die Pause locken Adressen wie das Café Philosophy am Grindelhof mit Zimtschnecken oder die Pastelaria Transmontana mit Galão und Pastéis de Nata.
Abends wandelt sich die Stimmung zu einem entspannten Ausgehviertel mit gut besuchten Restaurants und gemütlichen Weinbars – eine laute Club-Szene gibt es hier nicht. Kulinarisch reicht die Spanne von Dulf's Burger über den Klassiker Xenios bei Themi bis zur Sichuan-Küche im Chuan Heritage und der pescetarischen Linie im Arc.
Welche Events finden in Eimsbüttel statt?
Das jährliche Osterstraßenfest gehört zu den größten Straßenfesten Hamburgs. Direkt angrenzend findet wöchentlich der Isemarkt statt, mit 750 Metern einer der längsten Freiluftmärkte Europas. Dazu kommen Flohmärkte am Else-Rauch-Platz.
FAQs zum Bezirk Eimsbüttel
Im Osten grenzt Hamburg-Nord an Eimsbüttel, im Südosten Hamburg-Mitte und im Süden bzw. Südwesten Altona. Im Norden bildet Schleswig-Holstein die Grenze – vor allem rund um Schnelsen und Eidelstedt.
Hagenbecks Tierpark mit Tropen-Aquarium, das Niendorfer Gehege mit Wildgehege und das Kaifu-Bad zum Schwimmen sind Highlights für die gesamte Familie.
Der Bezirk ist vor allem bekannt für Hagenbecks Tierpark mit seinen gitterlosen Freigehegen, die pulsierende Osterstraße und das weitläufige Niendorfer Gehege. Als eines der beliebtesten Wohngebiete Hamburgs vereint er Altbaucharme, Café-Kultur und viel Grün.
Tagsüber ja: wuselig, familiär und geschäftig – vor allem rund um die Osterstraße und das Grindelviertel. Abends geht es entspannter zu, mit guten Restaurants und Weinbars statt lauter Club-Szene. Über das Jahr sorgen das Osterstraßenfest und der wöchentliche Isemarkt für Abwechslung.
Die sieben Hamburger Bezirke
Die Freie und Hansestadt Hamburg unterteilt sich in sieben Bezirke. Wir stellen euch die sieben Hamburger Bezirke und deren Stadtteile vor.