Bezirk Bergedorf Übersichtskarte

Der Bezirk Bergedorf in Zahlen

Fläche*154,7 km2
Durchschnittsalter**43 Jahre
Entfernung zur Innenstadtca. 16-18 km

Entfernung zum Wasser0 km (die Bille durchfließt den Bezirk, im Süden grenzt er an die Elbe)
Entfernung zum Flughafenca. 24-26 km
U-Bahn-Anbindungkeine

S-Bahn-AnbindungS2 (u. a. Nettelnburg, Bergedorf), zusätzlich RE1
Bus-Anbindung120, 124 und 220
Schiff-Anbindungkeine regulären HVV-Fähren, touristische Schifffahrt ab dem Binnenhafen Serrahn

Quellen: * Statistikamt Nord: Bodenflächen in Hamburg (31.12.2025)      ** Statistikamt Nord: Hamburger Melderegister (31.12.2025)

Welche Stadtteile gehören zum Bezirk Bergedorf?

Der Hamburger Bezirk Bergedorf umfasst folgende 14 Stadtteile:

  • Bergedorf (Zentrum des Bezirks mit historischem Schloss und dem bekannten Villenviertel)
  • Lohbrügge
  • Neuallermöhe
  • Altengamme
  • Curslack
  • Kirchwerder
  • Neuengamme
  • Allermöhe
  • Billwerder
  • Moorfleet
  • Ochsenwerder
  • Reitbrook
  • Spadenland
  • Tatenberg

Wo liegt welcher Stadtteil im Bezirk Bergedorf?

Der Bezirk Bergedorf im Südosten Hamburgs gliedert sich geografisch in drei Bereiche. Den städtischen Kern bilden Bergedorf selbst als Zentrum mit Schloss und Fußgängerzone, das nördlich angrenzende Lohbrügge als bevölkerungsreichster Stadtteil sowie das westlich gelegene, moderne Neuallermöhe.

Südlich und östlich vom Kern liegen die Vierlande – Kirchwerder als südlichster Punkt Hamburgs, Neuengamme mit der bekannten KZ-Gedenkstätte sowie die ländlich geprägten Curslack und Altengamme, die sich entlang der Elbe erstrecken und für ihren Gemüse- und Blumenanbau bekannt sind.

Westlich der Vierlande, näher an der Stadt und entlang der Dove-Elbe, schließen sich die Marschlande an: Allermöhe, Billwerder und Reitbrook liegen nahe Neuallermöhe und Lohbrügge, während Moorfleet als westlichster Stadtteil an Billbrook im Bezirk Hamburg-Mitte grenzt. Tatenberg, Spadenland und Ochsenwerder schließlich liegen weiter südlich zwischen Dove-Elbe und Norderelbe.

Boberger Dünen
Boberger Dünen, © Redaktion hamburg-magazin.de

Bezirksbeschreibung Bergedorf

Bergedorf lohnt sich immer, wenn du dem Trubel der Innenstadt entfliehen möchtest. Der Bezirk liegt ganz im Südosten von Hamburg und grenzt an Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Bille durchfließt das Gebiet, im Süden reicht es bis an die Elbe.

Kennzeichnend für den Bezirk ist die Mischung aus urbanem Kern rund um Bergedorf und Lohbrügge und den weiten Vier- und Marschlanden, die fast zwei Drittel der Fläche ausmachen. Hier radelst du über flache Deichwege, paddelst auf der Dove-Elbe oder badest im Hohendeicher See.

Im Zentrum von Bergedorf bummelst du durch das Sachsentor, die größte Fußgängerzone im Hamburger Südosten, und kehrst am historischen Hafen Serrahn direkt am Wasser ein. Wer Kultur sucht, besichtigt das Bergedorfer Schloss mit seinem Museum, die Hamburger Sternenwarte auf dem Gojenberg oder die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. So verbindet Bergedorf Stadtleben, Natur und Geschichte auf engem Raum.

Historie des Bezirks Bergedorf

Vom ländlichen Beiderstädtischen Amt zum vielseitigen Hamburger Osten: Bergedorfs Geschichte ist einzigartig, traditionsreich und von starkem Eigenleben geprägt.

Vom beiderstädtischen Amt zum Hamburger Bezirk

Als Bezirk entstand Bergedorf ebenfalls erst 1949 durch das Bezirksverwaltungsgesetz. Doch Bergedorfs Historie hat eine ganz besondere Note: Anders als viele andere Stadtteile war Bergedorf über Jahrhunderte eine eigenständige Stadt, die ab 1420 fast 450 Jahre lang als Kondominium gemeinsam von Hamburg und Lübeck regiert wurde. 

Erst 1867 kaufte Hamburg die lübeckischen Anteile komplett auf, wodurch Bergedorf vollends hamburgisch wurde. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 verlor Bergedorf schließlich seinen verbliebenen Sonderstatus als eigenständige Stadt und wurde zu einem regulären Hamburger Stadtteil; zugleich kam das bis dahin preußische Lohbrügge zu Hamburg.

Zusammen mit den bereits 1395 (Marschlande) beziehungsweise 1868 (Vierlande) zu Hamburg gehörenden Landgebieten sowie dem seit 1768 hamburgischen Reitbrook bildete dies die Grundlage für den heutigen Großbezirk, der 1949/51 durch das Bezirksverwaltungsgesetz entstand.

Einziges Schloss Hamburgs und historische Sternwarte

Das kulturelle Herz Bergedorfs schlägt rund um das Bergedorfer Schloss, dem einzigen erhaltenen Schloss auf Hamburger Stadtgebiet. Seine Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, und heute beherbergt das Wasserschloss das Museum für Bergedorf und die Vierlande. Ein weiteres historisches Highlight ist die Hamburger Sternwarte auf dem Gojenberg: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet, gilt das denkmalgeschützte Ensemble aus Teleskopkuppeln und Parkanlage als stadtgeschichtliches und wissenschaftliches Juwel.

Grüne Oasen treffen auf gelebte Tradition

Das Bild des Bezirks wird im Süden und Osten maßgeblich durch die Vier- und Marschlande geprägt. Dieses weitläufige, landwirtschaftliche Kulturland ist seit Jahrhunderten die "Schatztruhe" der Hansestadt für frisches Gemüse und Blumen. Während der Stadtkern mit dem Sachsentor und den Fachwerkhäusern urbanes Leben bietet, bewahren die ländlichen Stadtteile bis heute ihren dörflichen Charme und idyllischen Charakter entlang der Dove und Gose Elbe.

Boberger Niederung mit blühender Heide
Boberger Niederung mit blühender Heide, © Redaktion hamburg-magazin.de

Highlights Bezirk Bergedorf

Zwischen historischem Charme, weiter Natur und ländlichem Idyll bietet Bergedorf abwechslungsreiche Ziele für Entdecker.

Bergedorfer Schloss

Das einzige erhaltene Schloss im Hamburger Stadtgebiet liegt idyllisch im Schlosspark. Im Inneren erzählt das Museum für Bergedorf und die Vierlande die Geschichte der Region.

Hamburger Sternwarte

Auf dem Gojenberg steht ein historisches Observatorium, umgeben von einem weitläufigen Park. Hier treffen Wissenschaft und Architektur aufeinander.

Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Hier findest du Hamburgs letzte Wanderdünen, dazu Heide, Moor und den Boberger See. Ein Ziel für lange Spaziergänge und Naturfreunde.

Vier- und Marschlande

Das größte geschlossene Blumen- und Gemüseanbaugebiet Deutschlands lädt zu ausgedehnten Radtouren entlang der Deiche ein.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ein bedrückender, historisch wichtiger Ort der Erinnerung auf dem weitläufigen Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers.

Serrahn und Sachsentor

Der historische Binnenhafen mit Gastronomie am Wasser und die angrenzende Altstadt-Fußgängerzone mit Fachwerkhäusern laden zum Bummeln und Einkehren ein.

Segelfluggelände Boberg
Segelfluggelände Boberg, © Redaktion hamburg-magazin.de

Besonderheiten Bezirk Bergedorf

  • Die weiten Vier- und Marschlande – das größte geschlossene Blumen- und Gemüseanbaugebiet Deutschlands
  • Das Bergedorfer Schloss als einziges erhaltenes Schloss im Hamburger Stadtgebiet
  • Bezahlbare Mieten unter dem Hamburger Durchschnitt

Unterwegs im Bezirk Bergedorf

Zwischen Deichwegen, Wasser und historischer Altstadt hat Bergedorf einiges zu bieten. Wir zeigen dir, was möglich ist.

Welche Freizeitmöglichkeiten bietet Bergedorf?

Bergedorf ist ein Ziel für alle, die gern draußen sind. Auf den flachen Deichen der Marschlande radelst du kilometerweit durch Blumen- und Gemüsefelder. Auf der Dove-Elbe und der Bille kannst du rudern oder Stand-Up-Paddling ausprobieren.

Zum Baden geht es an den Boberger See oder den Hohendeicher See. Grüne Auszeiten findest du im Bergedorfer Schlosspark, am Bille-Wanderweg oder im Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen. In der Boberger Niederung wanderst du durch Dünen, Heide und Moor.

Was ist tagsüber und abends in Bergedorf möglich?

Tagsüber geht es rund um die Fußgängerzone Sachsentor und den Bahnhof geschäftig zu. Du bummelst durch die Fußgängerzone, schaust im City Center Bergedorf vorbei oder machst einen Abstecher in die allseits bekannten Geschäfte der großen Filialisten.

In den Naturgebieten geht es ruhiger und idyllischer zu. Abends wird es besonders familiär: Das Leben spielt sich vor allem in den Restaurants und Bars am Serrahn ab. Am Wasser sitzt du etwa im Berger's, in der L'Osteria oder in der Tapas-Bar Ma Maison.

Ein lautes Club-Nachtleben findest du hier nicht. Im Jazz Club White Cube hast du allerdings an fast allen Tagen der Woche tolle Live-Musik und kannst Drinks genießen.

Welche Events finden in Bergedorf statt?

Über das Jahr verteilt ist einiges los. Zu den festen Terminen zählen das Bergedorfer Stadtfest und das Serrahnfest. Im Advent verwandelt sich der Platz vor dem Schloss in einen historischen Weihnachtsmarkt. In den Vier- und Marschlanden wird das Erntedankfest gefeiert. Dazu kommen Wochenmärkte wie der Lohbrügger Markt und der Markt an der Chrysanderstraße.

Wildtulpe
Wildtulpe, © Redaktion hamburg-magazin.de

FAQs zum Bezirk Bergedorf

Westlich und nordwestlich grenzt der Bezirk Hamburg-Mitte an Bergedorf (unter anderem mit den Stadtteilen Billstedt und Moorfleet). Südlich (getrennt durch die Elbe) liegt Harburg direkt neben Bergedorf. Im Norden und Osten grenzt zudem Schleswig-Holstein an den Bezirk, namentlich mit Gemeinden wie Reinbek, Wentorf bei Hamburg und Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg sowie dem Kreis Stormarn. 

Gut geeignet sind das Naturschutzgebiet Boberger Niederung mit seinen Wanderdünen, die Badeseen sowie Radtouren durch die Vier- und Marschlande und der Bergedorfer Schlosspark.

Der Hamburger Bezirk Bergedorf ist vor allem bekannt für das Bergedorfer Schloss, die Kulturlandschaft Vier- und Marschlande sowie die Hamburger Sternwarte. Als "Garten der Hansestadt" bildet er den grünen Südosten Hamburgs.

Tagsüber ja, besonders rund um das Sachsentor. Abends geht es ruhiger und familiär zu, vor allem in den Lokalen am Serrahn. Über das Jahr sorgen Feste wie das Bergedorfer Stadtfest und der Weihnachtsmarkt für Abwechslung.

Die sieben Hamburger Bezirke


Die Freie und Hansestadt Hamburg unterteilt sich in sieben Bezirke. Wir stellen euch die sieben Hamburger Bezirke und deren Stadtteile vor.

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