ZWEITERFRUEHLING: Solidaritätsaktion für Autoren

Bücher währen länger! Mit dem Netzwerk der Literaturhäuser rufen das Literaturhaus Hamburg alle Buchhändler, alle Festivals und Veranstalter, alle Feuilletons und Messen, alle Blogger und Influencer auf, bis einschließlich Sommer 2021 Bücher aus dem Zeitraum Februar bis Juli 2020 vorzustellen. Im Literaturhaus Hamburg werden dann im nächste Jahr Autoren mit ihren Titel aus diesem Frühjahr auf die Bühne eingeladen.

ZWEITERFRUEHLING, © www.literaturhaus.net
ZWEITERFRUEHLING, © www.literaturhaus.net

Warum

Mit diesem Aufruf starten die Initiatoren eine Solidaritätsaktion, die den kulturellen Wert und die Nachhaltigkeit von Büchern ins Zentrum stellt. Zwar ist es folgerichtig, dass sich für die Zeit Sozialer Distanz viele Gespräche und Spots in die Sozialen Medien verlagern. Aber die Literaturhäuser und ihre Partner glauben an die große Notwendigkeit der echten Begegnung von Lesern mit Autoren.

Deutschland, Österreich und Schweiz sind weltberühmt für ihre Lesungskultur und ihren lebendigen Buchhandel. Sie haben hier etwas zu verteidigen und in die Zukunft zu tragen.

Wie

Die im literaturhaus.net versammelten Literaturhäuser von Zürich bis Rostock, von Köln bis Wien und ihre Partner wie Literaturfestivals, Buchhandlungen und Medien möchten es vormachen und nehmen Autoren, Bücher und Themen, die im Frühjahr 2020 ins Leben und unter das Publikum hätten treten sollen, ein Jahr länger in ihre Programme auf. Und sie machen das Aktion für Aktion deutlich mit dem Logo ZWEITERFRUEHLING in ihren Programmheften, in ihren Newslettern, auf ihren Homepages, mit Buchaufklebern oder in den Sozialen Medien unter:

@zweiterfruehlingbuecher
#zweiterfruehling
#buecherwaehrenlaenger 
#literaturhausnet 
#netzwerkderliteraturhaeuser

Partner werden

ZWEITERFRUEHLING freut sich über viele Partner und listet diese aktualisiert auf Instagram #zweiterfruehling auf. Möchten Sie Partner der Kampagne werden, genügt es, eine kurze formlose Erklärung an Johanna Oechsle unter oechsle@literaturhaus-frankfurt.de  zu senden. Partner werden auf www.literaturhaus.net sowie in etwaigen Pressemitteilungen und auf Instagram nach Bedarf und Möglichkeit bekannt gegeben.

Erst-Partner

Partner der Kampagne sind bereits: arte – Kulturpartner Literaturhaus.net/ Bookfest Frankfurt/ Buchhandlung Reuffel in Koblenz, Mayen und Montabaur/ Buchmesse Leipzig/ Büchereck Niendorf Nord Hamburg/ Erfurter Herbstlese/ Göttinger Literaturherbst/ Harbourfront Literaturfestival Hamburg/ hr2-kultur/ Internationales Literaturfestival Berlin/ Internationales Literaturfestival BuchBasel/ Kunstbuch-Kollwitzplatz Berlin/ Land in Sicht Buchladen Frankfurt Nordend/ Leipzig liest/ Lesesaal Buchhandlung & Café Hamburg/ lit.COLOGNE/ Literaturbüro Lüneburg/ Literaturbüro Westniedersachsen/ Literaturhaus Freiburg/ Literaturhaus Hannover/ Literaturhaus Oldenburg/ Steinmetz’sche Buchhandlung Offenbach/ Verlag Voland & Quist

Warum - Noch einmal

Bedingt durch die Corona-Krise verschwinden im Frühjahr 2020 unzählige Bücher, Autorinnen und Autoren sowie Themen und Fragestellungen. Sie finden einfach nicht statt. Sie finden nicht in dem angenommenen wie nötigen Maße statt, um Wirkung zu erlangen. Sie finden nicht statt in den öffentlichen Räumen. Und sie finden nicht zu den Begegnungen, die es braucht, um Literatur ins Gespräch zu bringen.

Die Buch- und vor allem auch die Verlagsbranche, die sich Frühjahr für Frühjahr traditionell schon mit den Themen und Büchern des kommenden Herbstes und des übernächsten Frühjahrs beschäftigt, kann dem kaum etwas entgegensetzen. Denn der große lebendige Austausch, den Messen, Lesungen, Interviews, Buchvorstellungen schaffen, ist nun mal nicht ins Internet delegierbar. Ein Effekt davon ist: Alle Teilhaber stehen in diesem ungekannten Moment nicht besser da als Branchen, die mit Saisonwaren handeln. Ganze Verlagsprogramme, zahlreiche Debüts, unendliche viele Geschichten sind derzeit dem Vergessen geweiht und von ihrem Publikum abgekappt.

Ein beispielloses Verschwinden von ungezählten Versprechen auf Entdeckungen, Aufbrüche, Erkenntnisse, dem wir etwas entgegenzusetzen haben. 

Stimmen zur Kampagne

O-Ton Hauke Hückstädt (Initiator/ Leiter Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.): "Eine wiedererstarkende Buchbranche wird nur so überzeugend sein wie ihre Sorgfaltspflicht und nur so durchsetzungsfähig wie ihr Bewusstsein für die Nachhaltigkeit und die belebende Kulturkraft von Büchern, Ideen und Geschichten. Durch diese Krise haben wir die Verpflichtung, Bücher und ihre Autorschaft endlich nicht so abzuhandeln, als seien sie Saisonware."

O-Ton Rainer Moritz (Vorsitzender literaturhaus.net/ Leiter Literaturhaus Hamburg e.V.): "Pastellfarben der letzte Schrei des Sommers? Und drei Monate später sind warme Rottöne angesagt? Bücher unterliegen keinen Moden, sollten keinen Moden unterliegen – deshalb sind die großen Stoffe und Themen des Frühjahrs Monate später keine alten Hüte. Das wollen wir beweisen."

Weitere Infos gibt es unter www.literaturhaus.net

Quelle: Literaturhaus Hamburg

 

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