Wieviel Strom verbrauche ich tatsächlich?

Das Thema Stromkosten ist angesichts der massiven Erhöhungen derzeit in aller Munde. Die Energiepreise steigen deutlich an und sorgen in den meisten Haushalten für erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen. Umso wichtiger ist es, den eigenen Verbrauch an Strom zu erkennen, damit gegebenenfalls Einsparmöglichkeiten geschaffen werden können.

Stromzähler, © Pixabay/Gerd Altmann
Stromzähler, © Pixabay/Gerd Altmann

Die Vorjahresabrechnung als Grundlage

Die Abrechnung des gesamten Stromverbrauchs vom Vorjahr ist zunächst der wichtigste Orientierungspunkt, um einen Überblick zu gewinnen. Die Abrechnung gibt die genauen Kilowattstunden Strom an, die in einem konkreten Haushalt im vorangegangenen Jahr verbraucht wurden.

In der Regel stellt der Stromanbieter die Abrechnung in jedem Jahr für die Verbraucher schriftlich zur Verfügung, meist kurze Zeit nach der Ablesung. Sollte auf dem Postweg kein Verbrauchsbeleg zugestellt werden, kann der Verbrauch meist auch online auf der Seite des eigenen Anbieters eingesehen werden.

Die Berechnung anhand des Zählerstands

Wer zwischendurch einschätzen möchte, wie hoch der aktuelle Verbrauch an Strom ist, kann auch selbst eine tagesaktuelle Messung vornehmen und diesen Wert dann auf ein Jahr umrechnen. Hierzu wird an einem Tag der Zählerstand des Stromzählers in der eigenen Wohnung beziehungsweise im Haus notiert. Nach möglichst genau 24 Stunden wird der dann sichtbare Wert ebenfalls aufgeschrieben.


Die Differenz zwischen den beiden Zahlen ist der derzeitige Verbrauch. Wird dieser Wert mit der Zahl 365 multipliziert, ergibt sich der Stromverbrauch für ein ganzes Jahr. Um Schwankungen im Verbrauch zu erkennen wird der Zählerstand an sieben aufeinander folgenden Tagen notiert. Daraus kann anschließend der Mittelwert berechnet und ebenfalls mit 365 multipliziert werden. Diese Variante erlaubt eine grobe Einschätzung über den generellen Verbrauch an Strom im laufenden Jahr.

Die Berechnung des Stromverbrauchs

Mithilfe eines Stromverbrauchsrechners, wie beispielsweise auf der Internetpräsenz von heim-und-immobilie.de, können darüber hinaus unterschiedliche Stromtarife einzelner Anbieter verglichen oder Stromfresser im Haushalt anhand einer Wattberechnung ermittelt werden.

Diese Berechnung kann besonders hilfreich sein, um sehr stromintensive Geräte zu erkennen und bei Bedarf gegen energieeffizientere Produkte auszutauschen.

Vor allem deutlich ältere Elektrogeräte sind dafür verantwortlich, dass der Stromverbrauch eines Haushaltes erheblich in die Höhe steigt. Wer den Stromverbrauch vorhandener Geräte mit den Werten stromsparender Produkte vergleicht, kann hier konkret abwägen, ob ein Austausch gegebenenfalls sinnvoll ist.

Faktoren für den Stromverbrauch

Auch bei gleichen Stromkosten eines Stromanbieters können in den verschiedenen Haushalten drastisch unterschiedliche Verbrauchskosten anfallen. Der Grund sind die vielen unterschiedlichen Faktoren, von denen ein jeweiliger Verbrauch abhängt.

Erfolgt die Aufbereitung von Warmwasser beispielsweise mit Gas anstatt mit Strom, kann zwar nicht bei den Gaskosten jedoch in jedem Fall bei den Stromkosten mit niedrigeren Kosten gerechnet werden. Auch die Anzahl der Personen in einem Haushalt trägt wesentlich zum Stromverbrauch bei.

Zu den wichtigsten Stromverbrauchern zählen:

  • Fernsehgeräte, Spielekonsolen, Computer
  • Waschmaschinen, Wäschetrockner
  • Kühlschränke, Gefriertruhen
  • Lichtquellen
  • Küchenherde
  • Spülmaschinen

Um für einzelne Geräte den genauen Stromverbrauch zu ermitteln kann die Wattleistung mit der Nutzungszeit (bezogen auf Stunden) multipliziert werden. Das Resultat sind Wattstunden, die durch die Zahl 1000 geteilt werden. Das Ergebnis sind Kilowattstunden.

Die besten Energiespartipps für Hamburg

Weitere Empfehlungen