Wie wird der Rasen so grün?

Sie hatten schon einmal das Glück, den Rasen im Volkspark oder im Stadion am Millerntor aus nächster Nähe betrachten zu dürfen? Dann wird Ihnen bestimmt aufgefallen sein, in welch perfektem Zustand sich diese Grünflächen jeweils präsentieren. Statt in einem Fußballstadion könnte man sich in diesem Moment glatt in einem englischen Garten wähnen. Schließlich sind die Engländer für den perfekten, gleichmäßigen und satt grünen Rasen bekannt.

Fußballplatz, © www.pexels.com
Fußballplatz, © www.pexels.com

Betreut von Experten

Damit der Rasen so schön gleichmäßig und gleichzeitig strapazierfähig sein kann, braucht es die richtigen Samen, den richtigen Boden, die richtige Technik – und das nötige Know-how, um das alles miteinander zu kombinieren. André Kastigen ist ein sogenannter Greenkeeper, also ein Experte auf dem Gebiet des Fußballrasens.

Im Interview mit Betway – Der beste Pitch der Bundesliga: Ein Greenkeeper erklärt die Gründe erklärte er, dass für das Bielefelder Stadium der Rasen Sporthybrid R von der Firma heiler Sportplatzbau verwendet wurde. Für die Pflege der Rasen kommen ausschließlich gelernte Gärtner in Einsatz. Schließlich braucht man dafür mehr als nur einen Mäher und Rechen.

Folgt man Kastigens Worten, sollte man nichts anderes mehr verwenden als Hybridrasen. Dieser kann auch im privaten Garten verbaut werden. Er hat allerdings seinen Preis. Das liegt daran, dass der Hybridrasen eine Struktur im Untergrund benötigt, wo Kunststofffasern rund 18 cm tief im Boden verankert werden. Diese ragen rund zwei Zentimeter aus dem Boden heraus und verleihen dem ganzen Rasen die nötige Stabilität.

Darüber wird gewöhnlicher Naturrasen angesät, der dann auf rund 2,5 cm gemäht wird, also höher als die Kunststofffasern. Wer sich gerne auf dem eigenen Rasen bewegt, sollte allerdings berücksichtigen, dass der Hybridrasen etwas härter ist als ein Naturrasen.

Die besten Plätze der zweiten Liga

Für einmal geht es dabei nicht um die Aufstiegsplätze, sondern die Qualität der Spielfelder. Dabei schwingt mit Blick auf die Saison 2018/19 der SV Darmstadt 98 obenauf. Dahinter folgten der SSV Jahn Regensburg und die DSC Arminia Bielefeld. Gerade die Alm in Bielefeld galt früher als sehr schwer bespielbar – manche Profis beschimpften den Platz noch so gerne als einen Acker. Mittlerweile gilt sie als eines der besten Spielfelder und die Arminia ist sogar in die erste Bundesliga aufgestiegen.

Dass sich ein Hybridrasen lohnen kann, zeigen einige der größten Vereine der Bundesliga. Borussia Dortmund spielt im größten Stadion der Liga, das für das Wachstum eines Naturrasens eigentlich schlechte Voraussetzungen bietet. Der Rasen trägt mit Sicherheit auch seinen Anteil daran bei, dass sich die Mannschaft so gut auf ihre Spiele vorbereiten kann.

Der Rasen braucht Licht

Im Stadion wie auch in Ihrem Garten braucht ein Rasen auf jeden Fall das nötige Licht. Während die Greenkeeper in der Bundesliga jeweils auf Kunstlicht zurückgreifen, sind in Ihrem Garten vielleicht andere Mittel gefragt. Möglicherweise lässt sich eine bessere Ausleuchtung durch die Sonne erreichen, indem Sie eine Hecke zurückschneiden oder einen Baum entfernen, der viel Schatten wirft. Doch im privaten Umfeld ist dies nicht immer so einfach zu bewerkstelligen.

Je nachdem, woher der Schatten kommt, kann es sehr schwer sein, ihn zu beseitigen. In diesem Fall ist jeweils die Frage berechtigt, ob man nicht vielleicht die Rasenfläche aufgeben und darauf etwas anderes anpflanzen möchte. 

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