Wie geht es mit Hamburgs Flohmärkten weiter

Für uns alle sind Flohmärkte Orte der Begegnung, der Kommunikation und des Austausches und ein liebgewonnener Teil unserer Alltagskultur, an dem jeder in unterschiedlichsten Rollen teilhaben kann.

Flohschanze, © marktkultur hamburg
Flohschanze, © marktkultur hamburg

Für andere ist es jedoch ein Arbeitsplatz, der dazu beiträgt bei finanziellen Engpässen neben Ihren Sozalleistungen oder Ihrer geringen Rente über die Runden zu kommen, um Ihre Familie zu ernähren oder die Miete zu zahlen.

Dennoch nutzten auch viele Berufstätige die Gelegenheit um ihr Gehalt gelegentlich durch den Flohmarktverkauf aufzubessern. Gerade in diesen Tagen trifft es diese Menschen sehr hart, da viele auf Kurzarbeit runtergestuft wurden oder im schlimmsten Fall Ihren Job verloren haben und die Möglichkeit, ihr Hab und Gut auf dem Flohmarkt anzubieten, verboten wurde.

Zuletzt ist es auch für die  Flohmarktveranstalter in Hamburg nicht leicht. Gerade nach der nahezu umsatzfreien Winterpause von Oktober bis März ist es sehr schwer zu Saisonbeginn keine Outdoor-Flohmärkte veranstalten zu können und somit Umsätze zu generieren, die alle auch über die nächste Winterpause bringen müssen.

marktkultur hamburg hofft sehr, dass Flohmärkte, die zur Existenzgrundlage jener die darauf angewiesen sind, möglichst bald – wenn auch vielleicht erst einmal in kleineren Formaten und unter Hygieneauflagen – wieder stattfinden dürfen und nicht unter das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 fallen.

Da die Besucherdichte ähnlich ist wie auf den weiterhin stattfindenden Wochenmärkten und nicht vergleichbar mit Festivals, Konzerten oder Fußballspielen, bei denen sich die Besucher über einen längeren Zeitraum eng beieinander aufhalten, wäre es aus der Sicht von marktkultur hamburg durchaus legitim Flohmärkte unter freiem Himmel als Veranstaltungsform gesondert zu betrachten.

Quelle: marktkultur hamburg

 

 

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