Welches sind die besten Geldanlagen?

"Der Zins wird nicht wiederkommen", so ARD-Börsenexpertin Anja Kohl in der Talkshow "Hart aber Fair" zum Thema "Wer jetzt noch spart, ist selber schuld: Muss uns die Politik vor den Minuszinsen retten?". Vor allem Sparer sind aufgrund des aktuellen Nullzinses besorgt um ihr Geld. Ist der Negativzins vielleicht nur eine Frage der Zeit?
© iStock.com/Stadtratt
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Welche Möglichkeiten Sparer in Deutschland haben, um ihr Geld zu retten, erklären wir Ihnen hier


Tipp 1: Die richtige Vorbereitung

Eine Möglichkeit besteht darin, sich vom Sparen zu verabschieden und stattdessen Geld anzulegen. Bereits ab kleinen Summen wie monatlich 25,- Euro lohnt es sich, einen Anlegeplan zu erstellen. Zunächst sollten sie jedoch überprüfen, wie viel Geld Sie im Monat für Investitionen zur Seite legen können. Hierfür ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen. Vergleichen Sie Ihre Einnahmen mit Ihren tatsächlichen Ausgaben pro Monat. Vergessen Sie dabei nicht, auch Kosten hinzuzuzählen, die nur einmal im Jahr fällig sind, beispielsweise die Autoversicherung.

Wer sich einmal die Zeit nimmt und schriftlich festhält, wie viel Geld er im Monat beiseitelegen kann, ist schon mal einen ganzen Schritt weiter.


Tipp 2: ETF

Die Abkürzung steht für "Exchange Traded Funds" und bedeutet so viel wie börsengehandelte Indexfonds. Statt eine zu Aktie besitzen, setzen Sie hierbei auf Wertpapiere, die die Finanzentwicklung eines ganzen Marktes wie dem "DAX" oder dem "Dow Jones" abbilden.

ETFs spiegeln also den Wert realer Aktien-Indizes wider, von denen Sie genauso profitieren wie ein Aktienbesitzer. Allerdings nur, wenn die Werte in ihrer Gesamtheit steigen, denn dann steigt auch der ETF sowie der Gewinn der einzelnen Anleger. Der Vorteil im Vergleich zu Aktien ist jedoch: Bei den meisten ETFs können Sie bereits mit Kleinstbeträgen agieren. Außerdem spiegeln sie keinen einzelnen Wert, sondern verschiedene Werte zusammengefasst wider. Das bedeutet, es besteht kein Risiko eines Gesamtverlustes.

Im ETF "MSCI World" beispielsweise sind 1.650 Unternehmen aus 23 Ländern zusammengefasst. Anleger können sich bereits mit einer einzelnen Investition von aktuell etwa 45 Euro (Januar 2020) beteiligen. Auf diesem "Finanzportal" finden Sie ein prägnantes "Erklär-Video zum Thema ETF." zum Thema ETF.


Tipp 3: Aktien

Die einen lieben sie, die anderen fürchten Sie. Aktien sind Wertpapiere, mit denen sich quasi jeder an verschiedenen Unternehmen beteiligen kann. Ein "Beispiel für eine Aktiengesellschaft in Hamburg ist das Unternehmen Beiersdorf", welches sich auf Hautpflegeprodukte spezialisiert hat.

Erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn, werden Sie als Aktienbesitzer daran beteiligt. Im Umkehrschluss besteht aber auch das Risiko, dass die Aktien an Wert verlieren, wenn sich das Unternehmen in einer schlechten wirtschaftlichen Lage befindet. Aktien sind also immer ein Spiel mit der Zeit. Entscheidend ist, im richtigen Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen. Der Blogbeitrag von Madame Moneypenny informiert darüber, wann der richtige Zeitpunkt ist, um ins Aktiengeschäft einzusteigen. Die erfolgreiche Podcasterin gibt Tipps zu Geldthemen und hilft insbesondere Frauen dabei, sich mit dem Thema Finanzplanung auseinanderzusetzen.


Tipp 4: Immobilien

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt. Viele Anleger ziehen es vor, in Sachwerte zu investieren, bevor die Inflation immer stärker wird. Doch durch die erhöhte Nachfrage sind auch die Immobilienpreise deutlich angestiegen. Daher sind Immobilien nicht für jedermann erschwinglich, denn Sie müssen viel Geld auf einmal investieren. Aus diesem Grund schließen viele Bürger einen Kredit ab. Gerade jetzt, wo der Zins einen Tiefstand erreicht, lohnen sich Kredite besonders.

Wer die Immobilie nach dem Kauf vermietet, kann den Kredit somit langfristig abbezahlen. Außerdem ist die Chance auf einen Totalverlust des investierten Geldes gering. Investitionen in Immobilien sind langfristig gesehen eine gute Sache, doch es gehört viel Geduld und Ausdauer dazu, bis Sie durch die Investitionen erstmals einen Gewinn erzielen. Darüber hinaus gilt der Spruch: Eigentum verpflichtet! Beachten Sie daher stets auch die Instandhaltungskosten, die mit einer Eigentumswohnung oder einem Haus verbunden sind. Informieren Sie sich hier, "in welchen Situationen eine Kreditaufnahme durchaus sinnvoll ist".


Tipp 5: Edelmetalle

Auch Edelmetalle sind Sachwerte, denn selbst wenn es beim Materialwert aufgrund von Angebot und Nachfrage Schwankungen gibt, kann es nicht passieren, dass Gold, Silber oder Kupfer irgendwann komplett wertlos sind. Meist steigt die Nachfrage nach Edelmetallen, wenn eine Finanzkrise erwartet wird. Denn dann sind diese eine gute Möglichkeit, um Kapital zu sichern. So kommt es, dass auch Kleinanleger in Gold und Co. investieren, da sie wissen, dass es sich dabei um eine sichere Geldanlage handelt. Zwar sind keine großen Gewinne zu erwarten, doch viel wichtiger ist, das eingesetzte Geld nicht zu verlieren.

Während Banken Edelmetalle nur in Form von Barren oder Münzen verkaufen, ist es bei Online-Anbietern auch möglich, Gold, Silber, Platin und Co. bereits ab 0,01 Gramm oder einem einzigen Euro anzukaufen. Statt einem Sparbuch ist ein Edelmetall-Depot für Kleinanleger in der heutigen Zeit durchaus eine Überlegung wert.
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