NABU-Storchenwebcam ist wieder da: Live ins Nest schauen

Der ungewöhnlich milde Winter lockt die Weißstörche aus ihren Winterquartieren zurück in den hohen Norden. Nun ist der wohl bekannteste Storch Hamburgs zurück. Wie Jürgen Pelch, ehrenamtlicher Storchenbetreuer beim NABU Hamburg berichtet, ist Storch Fiete, der Star der NABU-Storchenwebcam wieder auf seinem Horst in Curslack eingetroffen.

Weißtorch, © NABU/ R. Bonkwald
Weißtorch, © NABU/ R. Bonkwald

Nun wartet er auf die Rückkehr seiner Partnerin Erna, mit der er im vergangenen Jahr drei Jungen großgezogen hat.

Storchenfreunde können ab sofort unter www.NABU-Hamburg.de/storchenwebcam wieder einen Blick in das Nest von Erna und Fiete werfen und das Geschehen live verfolgen.

Der erste Rückkehrer unter Hamburgs Störchen ist Fiete allerdings nicht. Schon sehr früh, am 5. Februar 2020, landete ein Weißstorch auf seinem angestammten Horst am Ochsenwerder Norderdeich. Weitere Ankömmlinge sind in den nächsten Tagen und Wochen zu erwarten.

Die männlichen Störche erreichen als erstes ihre angestammten Nester. Ihre Partnerinnen ziehen kurze Zeit später nach. Die Brutzeit beginnt dann meist im April. In 2019 haben in Hamburg 28 Storchenpaare 67 Jungtiere großgezogen.

"Ich hoffe sehr, dass die Hamburger Störche auch in diesem Jahr wieder ein ähnlich gutes Brutergebnis erzielen", sagt Jürgen Pelch.

Der NABU in Hamburg – Ein starker Verband mit Geschichte: Aufgaben und Ziele

Den NABU gibt es bereits seit über 100 Jahren. Der Hamburger Landesverband wurde erstmals 1907 erwähnt. Seither ist der NABU gewachsen.

Bundesweit zählt der Verband heute rund 660.000 Mitglieder und Förderer, davon über 23.000 in Hamburg. Gegründet wurde der NABU 1899 durch die schwäbische Industriellengattin Lina Hähnle, weil sie "die rücksichtslose Ausbeutung der Natur einfach nicht mehr mit ansehen" konnte. Und noch immer verfolgt er das Ziel, die Schönheit und die Vielfalt der Natur zu erhalten.

Hamburg ist eine grüne Stadt mit Platz für Mensch und Natur, bunter und lebenswerter als andere Metropolen. Dass sich daran nichts ändert, dafür setzt sich der NABU ein. In und um Hamburg betreuen 19 Stadtteilgruppen rund 60 Flächen, darunter mehr als die Hälfte aller Naturschutzgebiete - ehrenamtlich. Außerdem macht der Verband politischen Druck und sorgt mit Kampagnen und Aktionen dafür, dass Natur- und Umweltschutz im öffentlichen Bewusstsein bleiben.

Natur erleben – Natur schützen

Kinder können sich richtig für die Natur begeistern - besonders wenn das "Fuchs-Mobil" kommt, das mobile Erlebnislabor für kleine Naturforscher. Oder wenn die ganze Klasse eine NABU-Führung durch ein Naturschutzgebiet macht. Die etwas Älteren machen mit der Naturschutzjugend (NAJU) Ausflüge, Arbeitseinsätze oder Seminare, wobei der Spaß nie zu kurz kommt. Aber auch Erwachsene gehen jedes Jahr mit dem NABU auf Entdeckungsreise durch die Hamburger Naturoasen. Denn nur was man kennt, schützt man auch.

Vielfalt dauerhaft sichern

Um besonders wertvolle Gebiete dauerhaft zu schützen, bedarf es besonderer Maßnahmen: In den Kirchwerder Wiesen, wo die letzten Hamburger Störche nisten, kauft der NABU Hamburg Flächen. Genauso in der Elbtalaue in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Und schafft so Naturparadiese für seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter Schwarzstorch, Kranich, Seeadler und Biber.

Aktiv für Hamburgs StadtNatur

Hamburg sprüht vor Leben. Direkt vor der Haustür, im Garten oder auf dem Balkon, tummeln sich Tiere und Pflanzen. An vielen Stellen finden sogar bedrohte Arten einen geeigneten Lebensraum. Für diese Vielfalt setzt sich der NABU Hamburg ein. Damit zum Beispiel weiterhin Störche und Kraniche in Hamburg brüten, sich die Fledermauspopulation weiter erholen kann und seltene Amphibien geschützt werden. Und damit für alle Hamburgerinnen und Hamburger die hohe Lebensqualität unserer Stadt erhalten bleibt.

Quelle: NABU Hamburg

Ortsinformationen

NABU - Naturschutzbund Deutschland Landesverband Hamburg e.V.
Klaus-Groth-Straße 21
20535 Hamburg - Borgfelde
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