WebID – ein Vorzeige-Arbeitgeber Hamburgs

Ein Interview mit Frank S. Jorga, Gründer und CEO der WebID Solutions GmbH. Während viele Menschen gerade im Jahr 2020 feststellen mussten, wie eine globale Krise Firmen international den Boden unter den Füßen wegzog, verlieh die Pandemie einem ursprünglich Berliner Start-up Flügel.

Frank S. Jorga ist Gründer und CEO der auf digitale Identifizierungsverfahren und Online-Signaturen spezialisierten WebID Solutions GmbH. Er verantwortet die strategische Ausrichtung sowie die weltweite Expansion des 2012 gegründeten Unternehmens. WebID ist mit seiner Erfindung der Pionier im Segment der GwG-konformen Video-Identifikation (GwG = Geldwäschegesetz).
Frank S. Jorga ist Gründer und CEO der auf digitale Identifizierungsverfahren und Online-Signaturen spezialisierten WebID Solutions GmbH. Er verantwortet die strategische Ausrichtung sowie die weltweite Expansion des 2012 gegründeten Unternehmens. WebID ist mit seiner Erfindung der Pionier im Segment der GwG-konformen Video-Identifikation (GwG = Geldwäschegesetz).

Die Firma WebID ist auf Online-Identifizierungstools und -Vertragsabschlüsse spezialisiert. Wir haben den Moment genutzt, um uns mit Frank S. Jorga, dem Gründer und CEO einer der am schnellsten wachsenden FinTech-Unternehmen Deutschlands, zusammenzusetzen.

Herr Jorga, Sie haben 2012 WebID in Berlin gegründet. Wie kam es dazu und warum fiel der Entschluss für den Standort in Hamburg?

Ich denke nicht, dass es ein Geheimnis ist, dass Berlin über eine inspirierende Start-up-Szene verfügt und die Nähe zur Politik existiert. So entwickelten wir in Abstimmung mit dem Bundesministerium der Finanzen unsere Geldwäschegesetz-konforme Online-Identifizierung. Der dortige Zuspruch hat uns den nötigen Kick gegeben und unsere Video-Identifikation ist ein Meilenstein der Digitalisierung von sicheren Anmeldeverfahren geworden. Wo wir uns im Gründerteam aber auch einig waren, war der Wunsch, unseren Heimatstädten etwas zurückzugeben: Ich bin glücklicher Wahl-Hamburger und freue mich daher, aktiv Arbeitsplätze zu schaffen. Mittlerweile dürfen wir neben Berlin auch Kiel und Solingen zu unseren Standorten dazuzählen.

Sie selbst sind vorrangig im Hamburger Büro. Welche Bereiche des Unternehmens liegen hier? Kann man sogar sagen, das Herz von WebID schlägt in der Hansestadt?

Ich denke, das Herz schlägt in uns allen von WebID und ist auch der Grund für die pulsierende, rasche Entwicklung unseres Unternehmens. Da steckt viel Leben in diesem Team, dass ich glücklich bin zu sehen, wie sich das alles entwickelt. In Hamburg selbst kümmern wir uns primär um Key-Accounting, Sales, Marketing und rechtliche Themen sowie internationale Bereiche.

Wie viel Leidenschaft da dahinter ist, sehen wir aber auch in Solingen, wo 600 Video-Agenten von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Schichtbetrieb arbeiten und mit einem ungeheuren Tatendrang Identifikationen durchführen. Da sind wir sehr stolz drauf! Wenn Hamburg die Ideenschmiede ist, dann ist Kiel der "Maschinenraum". Hier arbeitet unser Team an der Entwicklung und Weiterentwicklung der technologischen Basis für unsere Kunden und uns. Kiel hält unsere gesamte Systemarchitektur und technologischen Strukturen sicher am Laufen.

Digitalisierung wird viel als Bedrohung der Arbeit diskutiert. Bei WebID schaffen Sie Arbeitsplätze. Inwiefern sind Sie ein Arbeitgeber der Zukunft?

WebID ist in einem Wachstumsmarkt aktiv und kann zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen. Wir beobachten ja, dass immer mehr Dienstleistungen und behördliche Vorgänge digitalisiert werden. Daher werden auch die Verifizierung und Identifizierung im digitalen Raum immer wichtiger. Hier entstehen Tätigkeiten und Jobs, die neu und modern sind, und die es davor noch nicht gegeben hat – wie eben den Video-Agenten oder zukünftige Berufe rund um das Thema Compliance, Sicherheit, Kundenberatung und Usability. Unsere Mitarbeiter sind unsere Herzen und Augen und damit wesentlicher Bestandteil der Entwicklung von WebID.

Wie hat sich Corona bei WebID ausgewirkt?

Bei einigen Kunden wie beispielsweise Autofinanzierern mussten wir bedauerlicherweise Corona-bedingte Einschnitte feststellen. Ansonsten haben wir persönlich von der schubhaften Verlagerung in die Digitalwelt profitiert. Der April 2020 war der beste Monat seit dem Bestehen unseres Unternehmens, was sehr für unsere Arbeit und die Leistung unseres Teams spricht.

Wie sind Ihre Planungen bezüglich des Unternehmenswachstums insgesamt und für Hamburg?

Wir sind privilegiert, aus der Corona-Krise nach vorne schreiten zu können und haben auch viel für diese Entwicklung geleistet. Gerade in Hamburg suchen wir gerade Verstärkung im Bereich Sales, Key-Accounting und Recht. Möglicherweise erleben wir noch in diesem Jahr das weitere Voranschreiten unserer US-Expansion, was unser Wachstum absolut beschleunigen würde. Nachdem wir vor allem im letzten Jahr viel investiert haben, dürfen wir dieses Jahr die Saat ernten und freuen uns, unsere Technologie zur Global Trust Technology Platform GTTP ausgebaut zu haben. Heute können wir mit Stolz Ökosysteme für Online-Identifizierungen und -Vertragsabschlüsse anbieten: Da springt das Unternehmer-Herz drei Stufen höher.

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