Wallbox für das eigene Zuhause – Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Auf Deutschlands Straßen fahren immer mehr Elektroautos. Während der gesamte Pkw-Markt um 7,4 Prozent schrumpfte, wurden hierzulande zwischen Januar und September dieses Jahres 272.473 batterieelektrische Pkw (BEV) neu zugelassen – ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies teilte das Center of Automotive Management (CAM) in der neuesten Ausgabe seines Electromobility Reports mit.

Wallbox für das eigene Zuhause, Pressefoto
Wallbox für das eigene Zuhause, Pressefoto

Wer also über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenkt, sollte auch direkt den Kauf einer Wallbox (auch: Ladestation) einplanen, um das Auto zu Hause gefahrenfrei zu laden. Denn das Aufladen eines E-Autos an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Da die meisten Hausinstallationen nicht für ein langes Laden unter hoher Stromlast ausgelegt sind, kann es zu einer Überhitzung des Stromkabels oder der Steckdose kommen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Kabelbrand. Neben der Sicherheit können Wallboxen auch die Ladezeit durch eine höhere Ladeleistung deutlich verkürzen. Im Gegensatz zum Laden an einer öffentlichen Wallbox ist das Laden von Zuhause oft günstiger, besonders in der Kombination mit der eigenen Photovoltaikanlage. Somit lohnt sich der Kauf einer Wallbox für das eigene Zuhause. Doch worauf sollten Sie beim Kauf achten? Hier geben wir einen kurzen Überblick.

Wallbox-Kauf: Darauf sollten Sie achten

  • Ladeleistung: Wallboxen laden mit einer Nennleistung von 11 kW (3×16 A) oder bis zu 22 kW (3×32 A). Vor dem Kauf sollten sie daher prüfen, welche Ladeleistung euer Fahrzeug unterstützt. Eine 11 kW Wallbox ist in den meisten Fällen genau die richtige Wahl, weil mit ihr jedes auf dem Markt verfügbare Auto über Nacht vollgeladen werden kann.
  • Passende Zusatzfunktionen: Hier steckt der Teufel wahrlich im Detail. Wer zum Beispiel eine Photovoltaikanlage besitzt, sollte eine Wallbox kaufen, die mit der PV-Anlage gekoppelt werden kann. Das E-Auto wird so bevorzugt mit Sonnenstrom aufgeladen ("Überschussladen"). Zusätzlich ermöglichen integrierte Cloud-Dienste und Apps smartes Laden und das Steuern, Programmieren und Überwachen von Ladegängen
  • Das passende Ladekabel: Es gibt Wallboxen mit einem fest angeschlossenen Kabel und solche mit Typ 2 Steckdose für ein separates Ladekabel. Erfahrungsgemäß ist der Komfort bei einem festen Kabel wesentlich höher. Ein separates Ladekabel ist von Vorteil, wenn das Auto an öffentlichen Ladestationen geladen wird.
  • Förderfähigkeit: Zwar hat die Bundesregierung die KfW-Förderung von Wallboxen in diesem Jahr gekippt. Allerdings wird aktuell eine neue Förderung durch den Staat geprüft. Eine förderfähige Wallbox ist daher ein gutes Investment

Fazit: Eine gute Wallbox zeichnet sich durch eine einfache Bedienung und die Einhaltung gesetzlicher Sicherheitsstandards aus. Im Allgemeinen ist der Kauf einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox mit integriertem Fehlerstromschutz zu empfehlen. Der schwedische Anbieter Charge Amps bietet mit seiner Halo (11kW) zum Beispiel eine kleine, aber leistungsstarke Wallbox, die nicht nur ansprechend im Design ist, sondern der auch eine Außentemperatur von bis –25 °C nichts anhaben kann. Die LED-Beleuchtung des Halo macht die Orientierung im Dunkeln einfach; das fest verbundene Kabel ist flexibel und die Software steuert alle Funktionen des Halo.

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