Zuhause cool bleiben: Tipps für ein angenehmes Raumklima

Der Sommer steht vor der Tür. Es soll heiß werden in Deutschland. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg hat sieben Tipps zusammengestellt, um in den heißen Monaten des Jahres ein angenehmes Raumklima zu bewahren

Hitze, © Rike  / pixelio.de
Hitze, © Rike / pixelio.de
  1. Richtiges Lüften: Lüften lohnt sich umso mehr, je kühler es draußen ist. Am effektivsten ist das Lüften deshalb in den Nacht- und Morgenstunden. Hier bietet sich die Verwendung eines Thermometers an, das die Außen- und Innentemperatur misst. Das subjektive Wärmeempfinden täuscht oft.
  2. Rollläden und Außenjalousien: Über die Fenster dringt Wärme von draußen in die Wohnung. Rollläden und Außenjalousien bieten einen guten Schutz, weil sie von außen angebracht mehr Wärme abhalten als zum Beispiel Vorhänge. Rollläden, die außerdem eine Einbruchschutzklassifizierung (mindestens RC 2) haben, werden durch die KfW-Bank finanziell gefördert. Achtung, Mieter müssen ihren Vermieter um Erlaubnis fragen, bevor sie Rollläden oder Außenjalousien anbringen.
  3.  Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen: Folien und spezielle Verglasungen können ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz bieten, verdunkeln allerdings dauerhaft die Räume. Alternativ kann als Schutz vor Sonneneinstrahlung ein weißes Tuch vors Fenster gehängt werden.
  4. Klimageräte: Klimageräte verbrauchen sehr viel Strom. Gerade bei einfachen Geräten kostet der Betrieb schnell mehr als die Anschaffung. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse wählen. Die Effizienzklasse ist Teil des Energielabels und steht gut lesbar auf jedem Gerät. Die beste Effizienzklasse ist A+++. Fest eingebaute Splitgeräte sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Monoblockgeräte sind in der Regel drei Effizienzklassen schlechter. Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auch den Geräuschpegel des Geräts zu prüfen.
  5. Ventilatoren: Ein simpler Ventilator ist in Anschaffung und Betrieb erheblich preiswerter als ein Klimagerät. Ventilatoren senken zwar nicht die Raumtemperatur, aber sie sorgen für eine gefühlte Kühlung durch eines stärkere Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche.
  6. Dach- und Fassadenbegrünung: Pflanzen auf Wänden und Dächern geben einen natürlichen Schatten und tragen durch Wasserverdunstung ebenfalls zur Kühlung bei. Auch günstig gepflanzte Sträucher und Bäume auf einem Grundstück können Schatten spenden. In Hamburg werden Gründächer sogar extra gefördert.
  7. Bauliche Maßnahmen: Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände sorgt im Sommer für angenehme Innentemperaturen und spart im Winter Heizkosten. Dachüberstände und Terrassendächer verringern eine direkte Sonneneinstrahlung ins Haus. Für Neubauten schreibt die Energieeinsparverordnung vor, dass der Sonneneintrag ins Haus begrenzt werden muss. Auf diese Weise wird Energieaufwand zum Kühlen des Hauses vermieden. Wer wissen möchte, welche Maßnahmen am Gebäude sinnvoll sind, kann sich bei der Verbraucherzentrale Hamburg im Rahmen eines Gebäude-Checks im eigenen Zuhause beraten lassen. In Hamburg sind diese Checks dank einer Kooperation mit den Hamburger Energielotsen sogar kostenfrei.

Kooperation mit den Hamburger Energielotsen

Alle Fragen rund ums Thema Hitze- und Wärmeschutz beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg. Kurzauskünfte und Anmeldungen für ausführliche Beratungsgespräche oder Gebäude-Checks sind möglich über die Hamburger Energielotsen unter Telefon 040/24832-250.

In Hamburg kooperiert die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit den Hamburger Energielotsen, einer Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg. Mehr unter: https://hamburg.de/energielotsena

Hinweis: Die ausführlichen Beratungen sowie Gebäude-Checks der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentralen werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert.

Bildquelle: Hitze, © Rike  / pixelio.de 

 Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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