Triennale der Photographie präsentiert Ausstellungen zum Thema "Currency"

Die 8. Triennale der Photographie Hamburg wird ab dem Freitag, 20. Mai 2022 in zwölf Ausstellungen das Thema "Currency" aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und die Stadt wieder zum internationalen Foto-Hotspot machen.

Die künstlerische Leiterin Koyo Kouoh, © Antoine Tempé/Zeitz Mocaa
Die künstlerische Leiterin Koyo Kouoh, © Antoine Tempé/Zeitz Mocaa

Von Fotoalben aus der Kolonialzeit, über bildgewordene Fantasien, experimentelle Aufnahmen bis zur sozialen Dokumentarfotografie reicht die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Möglichkeiten, mit denen Fotografien produziert und interpretiert werden.

Höhepunkte des Festivals sind das Eröffnungswochenende vom 20. bis 22. Mai und die Festival Week vom 2. bis 6. Juni. Viele Ausstellungen werden noch bis in den September hinein gezeigt.

Den wochenlangen Ausstellungsparcours durch Hamburg zur Triennale der Photographie haben die künstlerische Leiterin Koyo Kouoh und ihr internationales Team sowie die Kuratoren der zehn beteiligten Museen und Ausstellungshäuser in Hamburg entworfen.

Das komplette Programm findet sich unter www.phototriennale.de.

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Als eines der Highlights der Triennale untersuchen in den Deichtorhallen Hamburg Koyo Kouoh, Rasha Salti, Gabriella Beckhurst Feijoo und Oluremi C. Onabanjo das "retinale Zeitalter", in dem Bilder das Sehen und Gesehenwerden grundlegend prägen.

Die Gruppenausstellung Currency: Photographie jenseits der Aufnahme zeigt in experimentellen Aufnahmen, dokumentarischer Praxis und alle Sinne ansprechenden Beschwörungen, wie Wissen entsteht und wie es über künstlerische Ansätze zum Medium der Photographie ergründet werden kann.

Gleich zwei Ausstellungen der Triennale widmen sich dem Hamburger Fotografen Herbert List: Das Bucerius Kunst Forum zeigt mit Das magische Auge die erste internationale Gesamtschau seines Werks seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Die Retrospektive spannt den Bogen von seinen surrealistischen Werken über seine bildgewordenen Träume einer lebendigen Antike und die umfassenden Bildreportagen außereuropäischer Kulturen bis zu den Männerakten, mit denen List ein Bekenntnis zur eigenen Homosexualität ablegte. Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist Präuschers Panoptikum. Ein Bilderbuch von Herbert List zu entdecken.

Um Zirkulation und den Bedeutungstransfer von Fotografie geht es auch in der Ausstellung der Hamburger Kunsthalle: Give and Take. Bilder über Bilder beschreibt, wie Bilder über geografische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg zirkulieren und dabei ihren ursprünglichen Kontext verlieren; ihre Bedeutung lässt sich kaum noch kontrollieren.

Die Stiftung Historische Museen Hamburg zeigt in drei Ausstellungen historische Bezüge auf das ewig aktuelle Thema: Macht Mittel Geld. Die Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, nimmt Currency wörtlich: Die Sammlung verfügt über einen bedeutenden Bestand an Münzen, die einen besonderen Aspekt der Kolonialgeschichte widerspiegeln.

Münzen und Geldscheine waren Ausdruck der herrschenden Kolonialmacht in den entsprechenden Ländern. Eine fotografische Geschichte der wichtigsten Arbeitskämpfe von den 1960er Jahren bis heute präsentiert das Museum der Arbeit mit Streik!

Mit Hamburg im Blick – Fotografien von Hans Meyer-Veden zeigt die Stiftung F.C. Gundlach im Jenisch Haus den Flaneur mit Kamera in der Begegnung mit der Großstadt – zu Fuß unterwegs fotografierte Meyer-Veden mehr als drei Jahrzehnte Architekturensembles und -details in den schmalen Gassen von Altona und zwischen den Kontorhäusern der Speicherstadt sowie technische Apparaturen und Anlagen im Hafen.

Die Deichtorhallen Hamburg richten noch zwei weitere Ausstellungen aus: In der Sammlung Falckenberg wird die Hamburger Mode- und Werbefotografin Charlotte March neu entdeckt.

Die groß angelegte Werkschau legt den Fokus auf Fotografien Hamburgs der Nachkriegsepoche zwischen Kolonialerbe, Alltagsleben und moderner Urbanität. Die zweiteilige Ausstellung Behind the Scenes im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie, dreht sich um Prozesse von Austausch und Veränderung.

Weitere Ausstellungen im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg präsentieren das Kunsthaus Hamburg, der Kunstverein in Hamburg und das "MARKK – Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt".

Quelle: Hamburg Tourismus GmbH

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