Stilvolles Zuhause: 7 Trends rund ums Eigenheim

Ein eigenes Haus zu bauen, steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Agenda. Und genauso wie bei Kleidung oder Ernährung spielen auch beim Hausbau Trends eine essentielle Rolle. Wir verraten, welche Trends es 2022 rund um Architektur, Materialauswahl, Farben oder Einrichtung gibt.

Stilvolles Zuhause, © pexels.com / Rachel Claire
Stilvolles Zuhause, © pexels.com / Rachel Claire

Die eigenen vier Wände sind für uns Menschen essentiell, schließlich verbringen wir einen großen Teil unserer Zeit zu Hause. Die Coronapandemie und die damit verbundenen Lockdowns haben den Wert des eigenen Zuhauses nochmals gesteigert und dem Thema Wohnen ganz allgemein zusätzlichen Aufwind verliehen: Noch nie haben wir uns so umfassend mit der eigenen Wohnsituation befasst und noch nie war es uns so wichtig, wie unser Eigenheim aussieht.

Vor allem jene, die mit dem Gedanken spielen, ein Haus zu bauen oder bereits in einem wohnen, haben hierbei einen entscheidenden Vorteil: Sie haben weitaus mehr Gestaltungsspielraum. Das heißt auch: Trends rund um Architektur, Materialauswahl, Farben oder Einrichtungen lassen sich rascher und nachhaltiger umsetzen.

Welche Trends konkret 2022 angesagt sind, verrät der folgende Beitrag:

1.) Nachhaltiges Wohnen

Eine der wichtigsten Entwicklungen unserer Zeit ist eine Tendenz hin zu mehr Nachhaltigkeit. Den Stein hierfür brachte die schwedische Aktivistin Greta Thunberg vor ein paar Jahren mit den "Fridays for Future"-Demonstrationen ins Rollen. Und die Pandemie hat unsere Aufmerksamkeit zusätzlich verstärkt auf Unmittelbares und Nahes und damit auch Regionales und Saisonales gelenkt.

Viele sehnen sich nach einer nachhaltigeren, umweltfreundlicheren Welt und nach einem Leben im Einklang mit der Natur. Und dieser Wunsch macht auch nicht vor dem eigenen Zuhause Halt. Die Folge: Nachhaltige Materialien und Bauweisen liegen im Trend. Holz, Naturstein, aber auch Bambus oder Hanf gehören zu den beliebtesten Bau- und Dekomaterialien.

Darüber hinaus sind Passivhäuser auf dem Vormarsch. Diese überzeugen mit einer optimalen Wärmedämmung und Energieeffizienz. Damit lassen sich teilweise sogar bis zu 90 % an Heizkosten sparen. Insbesondere Sonnenlicht und alternative Energieformen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Auch sogenannte Effizienzhäuser mit Pellet-Kesseln, Solarthermie oder Wärmepumpen werden immer beliebter. Das Nonplusultra sind Nullenergiehäuser. Sie produzieren nur so viel Energie, wie nötig und erzeugen keine Emissionen.

2.) Minimalistische Häuser

Holzhaus, © pexels.com / Elle Hughes
Holzhaus, © pexels.com / Elle Hughes

Ein Trend, der eng mit der Vorliebe zu Nachhaltigkeit verbunden ist, ist Minimalismus. Das bewusste Reduzieren und damit Fokussieren auf das Wesentliche ist in einer immer lauteren und chaotischeren Welt für viele eine Möglichkeit, wieder zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu kommen. Und hierbei ist das eigene Wohnumfeld eine wichtige Säule.

Wir legen uns nun also bewusst reduzierte Gärten an, trennen uns von Kleidungsstücken oder Gegenständen, die wir nicht mehr brauchen und halten uns gern in Räumen mit einer klaren Struktur und nur wenigen Möbeln als Eyecatchern auf. Noch ein Stück weiter geht der Trend hin zu einer limitierten Grundfläche – Tiny Houses und Tiny Homes sind angesagter denn je.

Diese Häuschen sind selten größer als 45 Quadratmeter und viele davon sind sogar mobil und autark, womit sich auch der Standplatz variieren lässt. Hierbei kommen ausgeklügelte Wohnkonzepte zum Einsatz, um jeden verfügbaren Millimeter optimal zu nutzen. Der Trend widerspiegelt aber nicht nur die Sehnsucht nach einem klar abgesteckten Lebensraum, sondern reagiert auch auf Entwicklungen unserer Zeit: Denn Wohnraum wird immer knapper und teurer.

3.) Flexible Modul-Bauweisen

Immer mehr Menschen entscheiden sich außerdem für flexibles Bauen. Das gelingt zum Beispiel mit einzelnen Modulen oder Containern. Auf diese Art und Weise lassen sich Häuser und Wohnräume wie ein Baukastensystem beliebig koppeln und erweitern. Manche dieser Eigenheime wachsen sogar mit den Besitzern mit – so wird etwa aus einer Single-Wohnung mit ein paar mehr Modulen rasch ein Familiendomizil und umgekehrt.

Speziell die Nachfrage nach Containern steigt, denn diese können ebenso an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden und sind vergleichsweise günstig. Auf diese Tendenz hat der Markt bereits reagiert – mittlerweile gibt es Container aus verschiedenen Materialien und Werkstoffen, darunter Holz, Stahl oder Sichtbeton. Sie eignen sich für ganz verschiedene Zwecke.

4.) Wellness fürs Zuhause

In vielen Häusern ist die Küche nach wie vor das Herzstück, doch ein weiterer Raum macht ihr zunehmend Konkurrenz: das Badezimmer. Lange Zeit galt dieses Zimmer als nebensächlich und wurde in puncto Ausstattung und Dekoration vernachlässigt. Doch spätestens seit Stichworte wie "Self Care" und "Me Time" allgegenwärtig sind, hat auch das Badezimmer seinen Siegeszug gestartet und entwickelt sich zunehmend zur Wellnessoase.

Dunklere Fliesen in Grau- oder Braun-Tönen lösen nun die klassischen weißen Kacheln ab, Regenduschköpfe bringen uns ein Gefühl von Natur in die eigenen vier Wände und auch moderne Technik hält Einzug. So sind etwa Bluetooth-Lautsprecher oder Bildschirme im Badezimmer keine Seltenheit mehr, wodurch wir auch von der Badewanne aus unsere Lieblingsmusik hören oder unsere Lieblingsserie schauen können.

5.) Moderne Küchen

Aber: Natürlich bleibt auch die Küche ein wichtiger Ort im Eigenheim. Diese statten wir 2022 verstärkt mit Oberflächen aus, die leicht zu reinigen sind und dennoch optisch glänzen. Ein Trend, der hierbei seit ein paar Jahren nicht mehr wegzudenken ist, sind Kücheninseln.

Vor allem die Pandemie hat die Lust am gemeinsamen Kochen, Experimentieren und Probieren im Eigenheim angekurbelt – und das lässt sich am besten umsetzen, wenn genügend Platz zwischen den Kochtöpfen, Herdplatten und Küchenutensilien ist.

6.) Smarte Technik

Intelligente Technikfeatures dürfen im Eigenheim 2022 nicht fehlen. Die Palette reicht dabei bereits von einer optimal gesteuerten Beschattung über Lichtsettings, die sich an die Tageszeit anpassen lassen bis hin zu einem smarten Zutrittssystem mit Fingerprint.

Auch unserer Garage gönnen wir ein Upgrade. Die klassischen Schwingtore aus den 1960er- und 1970er-Jahren haben ausgedient und werden nach und nach durch Decken- oder Sektionaltore ersetzt, die weitaus mehr Komfort und Platz bieten. Ein elektrischer Antrieb ist dabei Pflicht. Mittlerweile lassen sich Garagen sogar schon per App vom Handy aus öffnen und schließen.

7.) Gedeckte Farben

Die Ära der poppigen Möbel und farbenfrohen Tapeten ist längst vorüber und hat auch 2022 keine Chance für ein Revival. Stattdessen sind gedeckte Farben, die sich bewusst zurücknehmen angesagt. 2022 dekorieren wir unser Zuhause vor allem mit der Farbpalette der Natur: Verschiedene Beigetöne, zartes Weiß, ein Klecks Altrosa und viel Grün und Braun sind unsere Favoriten.

Nach wie vor im Trend liegen auch dunkle Töne wie Schwarz, Grau oder Anthrazit. Diese kommen vor allem beim Industrial Style zum Tragen, denn in Kombination mit Kupfer, Aluminium, Eisen oder Holz sorgen sie für einen interessanten Kontrast.

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