Sommer, Sonne, Sonnenschein – 8 Tipps bei heißem Wetter

Der Sommer ist die beliebteste Jahreszeit der Deutschen – so das Ergebnis einer Online-Umfrage von myMarktforschung. Doch die ungewohnte Hitze macht vielen zu schaffen und schlägt schnell auf die körperliche Verfassung: Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind die Folge. Aber was tun gegen die Hitze?

Ein Mädchen mit Sonnenbrille, Sonnenhut und Koffer
Sommerhitze, © fotolia (sunny studio)

Heiße Sommertage können schön sein – sie belasten den Körper aber auch erheblich. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und Erschöpfung sind mögliche Folgen von zu viel Hitze. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Sommerhitze jedoch besser überstehen. Hier kommen 8 praktische Tipps bei Hitze – für zu Hause, unterwegs und im Urlaub.

1. Ausreichend trinken – aber passend zum eigenen Bedarf

Bei hohen Temperaturen verliert der Körper über den Schweiß mehr Flüssigkeit und Salze. Deshalb ist regelmäßiges Trinken besonders wichtig. Wasser, ungesüßte Tee oder Saftschorlen sind gute Begleiter durch den Tag.

Stellen Sie Getränke am besten sichtbar bereit und trinken Sie regelmäßig kleinere Mengen. Wer wegen einer Herz-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankung auf seine Trinkmenge achten muss, sollte sich an die ärztliche Empfehlung halten.

2. Leicht essen statt schwerer Mahlzeiten

Fettige, sehr große oder stark gewürzte Mahlzeiten können den Kreislauf zusätzlich beanspruchen. Besser geeignet sind leichte Speisen wie Salate, Gemüse, Obst, Joghurt, Vollkornprodukte oder kleine Portionen mit Fisch und magerem Fleisch.

Praktisch für heiße Tage: mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen. Das entlastet den Körper und hält dennoch fit.

3. Sonne und UV-Strahlung ernst nehmen

Direkte Sonne sollte vor allem in der heißesten Tageszeit möglichst gemieden werden. Erledigen Sie Sport, Einkäufe und längere Wege lieber morgens oder am Abend. Schatten unter Bäumen, Sonnenschirmen oder Vordächern schützt zusätzlich.

Wichtig: Nicht nur die Temperatur zählt. Auch bei Wolken kann die UV-Strahlung hoch sein. Ein Blick auf den aktuellen UV-Index des Deutschen Wetterdienstes hilft bei der Einschätzung. Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gehören bei Aufenthalten im Freien dazu.

4. Die Wohnung möglichst kühl halten

Innenräume heizen sich schnell auf – insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten. Lüften Sie daher am besten früh morgens und nachts, wenn die Luft kühler ist. Tagsüber sollten Fenster geschlossen und möglichst von außen beschattet werden, etwa mit Rollläden, Markisen oder Jalousien.

Außenliegender Sonnenschutz ist wirksamer als Vorhänge auf der Innenseite. Ventilatoren können für Luftbewegung sorgen, senken die Raumtemperatur aber nicht selbst.

5. Bewegung in die kühlen Stunden verlegen

Sport und körperlich anstrengende Arbeiten sind bei Hitze besonders belastend. Planen Sie Spaziergänge, Fahrradtouren oder Trainingseinheiten deshalb möglichst für die Morgen- oder Abendstunden ein.

Wer sich bewegt, sollte auf Pausen achten, ausreichend trinken und eine Überlastung vermeiden. Bei großer Hitze sind schattige Strecken, etwa in Parks oder Wäldern, oft angenehmer als asphaltierte Wege in der prallen Sonne.

6. Mit kleinen Frischekicks den Kreislauf unterstützen

Ein kühles Fuß- oder Armbad, ein feuchtes Tuch im Nacken oder lauwarmes Abduschen können an heißen Tagen wohltuend sein. Auch leichte, luftige Kleidung aus atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle oder Leinen hilft dabei, Wärmestau zu vermeiden.

Helle Farben reflektieren Sonnenlicht besser als dunkle Stoffe. Enge Kleidung und Kunstfasern können dagegen unangenehm werden, wenn der Körper stark schwitzt.

7. Kinder, ältere Menschen und Haustiere besonders schützen

Kleine Kinder, ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen reagieren oft empfindlicher auf Hitze. Achten Sie deshalb auch auf Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn: Haben sie genug getrunken? Ist die Wohnung zu warm? Brauchen sie Unterstützung beim Einkaufen oder bei Arztterminen?

Babys und Kleinkinder gehören nicht in die direkte Sonne. Auch im Kinderwagen kann sich Hitze schnell stauen. Lassen Sie Kinder und Tiere außerdem niemals im geparkten Auto zurück – selbst bei moderaten Außentemperaturen kann es im Innenraum innerhalb kurzer Zeit gefährlich heiß werden.

8. Warnzeichen erkennen und im Notfall handeln

Anhaltende Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, starke Erschöpfung oder Kreislaufprobleme können auf eine Überlastung durch Hitze hinweisen. Bringen Sie betroffene Personen in den Schatten oder einen kühlen Raum, lockern Sie enge Kleidung und bieten Sie – sofern die Person bei Bewusstsein ist – etwas zu trinken an.

Bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen, sehr hoher Körpertemperatur oder einem Verdacht auf Hitzschlag gilt: Sofort den Notruf 112 wählen. Hitze kann bestehende Erkrankungen verschlimmern und im Extremfall zu Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps oder Hitzschlag führen.

Fazit: Gut vorbereitet durch heiße Tage

Mit ausreichend Flüssigkeit, leichter Ernährung, Schatten, angepasster Bewegung und einer möglichst kühlen Wohnung lassen sich heiße Sommertage deutlich besser bewältigen. Besonders wichtig ist es, auf sich selbst und auf Menschen zu achten, die bei Hitze mehr Unterstützung benötigen.

Wer Wetter-, Hitze- und UV-Warnungen im Blick behält, kann Aktivitäten rechtzeitig anpassen und die Sommerzeit sicherer genießen. Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, anstrengende Tätigkeiten in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen, nachts beziehungsweise frühmorgens zu lüften und Räume möglichst von außen zu verschatten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Bei hohen Temperaturen ist regelmäßiges Trinken wichtig, weil der Körper durch Schwitzen Flüssigkeit verliert. Gut geeignet sind Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sowie Saftschorlen. Menschen mit Herz-, Nieren- oder anderen Erkrankungen sollten ihre Trinkmenge nicht eigenständig erhöhen, sondern ärztliche Empfehlungen beachten.

Lüften Sie möglichst früh am Morgen oder nachts, wenn es draußen kühler ist. Tagsüber sollten Fenster geschlossen bleiben und gegen direkte Sonne abgeschirmt werden – etwa durch Rollläden, Außenjalousien oder Markisen. Wichtig ist vor allem, dass sich die Räume gar nicht erst stark aufheizen.

Körperlich anstrengende Aktivitäten sollten Sie bei großer Hitze möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. Planen Sie ausreichend Pausen ein, wählen Sie schattige Strecken und passen Sie Intensität sowie Dauer des Trainings an die Temperaturen an.

Mögliche Warnzeichen sind unter anderem starke Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, heiße Haut, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen. Bei Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit, Atemproblemen oder Verdacht auf Hitzschlag sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.