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Ausbau der telefonischen Erreichbarkeit Hamburger Ämter

Die Hamburger Bezirksämter weiten vor dem Hintergrund der Empfehlungen zur Coronavirus-Bekämpfung einerseits die telefonische Erreichbarkeit aus, fahren aber andererseits den Publikumsverkehr vorsorglich ab 17. März 2020 und bis auf Weiteres deutlich herunter. Die Hamburger Finanzämter sind vorsorglich bis auf Weiteres für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. 

Büroangestellte am Telefon, © Tim Reckmann / www.pixelio.de
Büroangestellte am Telefon, © Tim Reckmann / www.pixelio.de

Hamburger Bezirksämter: Eingeschränkter Publikumsverkehr

Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: "Es war uns ein besonderes Anliegen, die Funktionsfähigkeit der Bezirksämter im Hinblick auf die bürgerrelevanten Kernfunktionen und die Daseinsvorsorge in Hamburg unbedingt sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt müssen in der Gewissheit durch diese Krise gehen, dass die öffentliche Verwaltung weiter funktioniert. Gleichzeitig muss es darum gehen, eine weitere Verbreitung des Virus z. B. durch Übertragung in Wartebereichen einzudämmen. Dies dient gleichzeitig dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Bürgerinnen und Bürger. Hier haben wir heute sehr differenzierte Regelungen gefunden, für die wir um Verständnis bitten.“

So bleiben die sieben zentralen Kundenzentren (in den Bezirksämtern) sowie die Kundenzentren Langenhorn und Billstedt weiterhin geöffnet – allerdings nur für wirklich dringliche Fälle und nur für Terminkunden. Spontankunden werden auf einen möglichen Notfall befragt. Anträge auf Ausstellung von Personalausweisen und Reisepässen werden bis auf weiteres zurückgestellt, soweit ein Ausweisdokument vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund wird es zu Terminabsagen und Terminneuvergaben kommen, wo E-Mail-Adressen vorhanden sind, wird die Bezirksverwaltung entsprechend benachrichtigen. Die anderen Kundenzentren stellen ihren Publikumsverkehr ein. 

Die Ausländerdienststellen stellen auf einen Notbetrieb um, sind telefonisch und elektronisch aber weiter vollständig erreichbar. Die Standesämter werden für den regulären Kundenbetrieb geschlossen, vereinbarte Trauungen werden mit reduzierter Besetzung durchgeführt, Geburten und Sterbefälle werden im schriftlichen Verfahren bearbeitet und beantwortet, die Erreichbarkeit per Telefon und Mail für übrige Fallgestaltungen wird sichergestellt.

Die Dienstleistungen in den Bereichen Jugend und Soziales, Verbraucherschutz, Wirtschaft und Bauen, Management des öffentlichen Raums werden im Grundsatz aufrechterhalten, aber ggf. nötige Rücksprachen auf telefonische oder elektronische Kontaktaufnahme reduziert. Die bezirklichen Gesundheitsämter leisten in der Virusbekämpfung in vorderster Front aktuell Herausragendes und werden von allen Beteiligten nach Kräften unterstützt. 

Senator Dr. Dressel: "Dort wo wir den Publikumsverkehr reduzieren, können wir die telefonische Erreichbarkeit verbessern – sowohl in den jeweiligen Ämtern und Abteilungen, aber nach Möglichkeit auch im Telefonischen Hamburg Service. Gerade jetzt erwarten viele Bürgerinnen und Bürger, dass ihre Stadt ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das geht häufig aber auch telefonisch und per Mail. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Bezirksverwaltung für ihren großen Einsatz in schwieriger Zeit!"

Hamburger Finanzämter: Schließung für den Publikumsverkehr 

Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: "Es geht darum, die Einsatzfähigkeit unserer Steuerverwaltung auch in Krisenzeiten sicherzustellen und eine weitere Verbreitung des Virus z. B. durch Übertragung in Wartebereichen einzudämmen. Dies dient gleichzeitig dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Bürgerinnen und Bürger. Nach vorheriger telefonischer Terminabsprache können in besonders begründeten Einzelfällen weiterhin persönliche Rücksprachen erfolgen. Unter Einbeziehung der Kräfte in den Informations- und Annahmestellen, in denen der wesentliche Publikumsverkehr stattfindet, kann die telefonische Erreichbarkeit unserer Finanzämter in dieser kritischen Phase damit deutlich verbessert werden. Das ist mir auch deshalb wichtig, da es in den nächsten Tagen darum geht, die vereinbarten steuerlichen Hilfsmaßnahmen insbesondere für Corona-geschädigte Unternehmen auch wirksam werden zu lassen, da wollen wir mit Rat und Tat zur Seite stehen!" 

Sollen Einsprüche, Anträge auf Fristverlängerung, Anträge auf Anpassung von Vorauszahlungen, die Änderung der Adresse, die Änderung der Bankverbindung oder sonstige Mitteilungen an das Finanzamt übermittelt werden, wird empfohlen, hierfür das Verfahren "Mein ELSTER" (www.elster.de) zu verwenden. Die Finanzbehörde empfiehlt das Verfahren "Mein ELSTER" auch für die Abgabe der Steuererklärungen. Durch eine elektronische Abgabe muss das Finanzamt die Daten nicht mehr eingeben und die Bürger erhalten einen schnellen, bequemen und papierlosen Zugang zum Finanzamt. 

Selbstverständlich kann daneben auch weiterhin per Telefon, Telefax, E-Mail oder mittels Brief Kontakt mit dem Finanzamt aufgenommen werden. Die Kontaktdaten der Hamburger Finanzämtern sind unter www.hamburg.de/fb/finanzaemter abrufbar.

Quelle: Pressestelle des Senats

Weitere Infos zum Thema Coronavirus in Hamburg:

Bild: www.pixelio.de

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