Tanz-Theater-Performance ROSE LA ROSE auf Kampnagel

Am Donnerstag, 25. Februar 2021, findet die Video-Premiere der Tanz-Theater-Performance ROSE LA ROSE auf Kampnagel statt. Im Anschluss erfolgt ein Künstlergespräch live über Zoom und Youtube. 

ROSE LA ROSE, © Jonas Fischer
ROSE LA ROSE, © Jonas Fischer
Wann? Video-Premiere am Donnerstag, 25. Februar 2021, 19.00 Uhr, Stream abrufbar bis zum 7. März 2021
Wo? Video on Demand
Preis: 5,-/10,-/20,-/30,- Euro
Tickets: Hier direkt die freiwilligen Tickets buchen.

Über das Stück ROSE LA ROSE

­In ROSE LA ROSE taucht das Choreographinnen-Duo Lisa Rykena und Carolin Jüngst zusammen mit den Performern Amelia Cavallo und Tian Rotteveel in die obskure und zugleich erotische Welt von Showkultur und Spektakel. Sie offenbaren deren subversive Potentiale und huldigen dem Dazwischen, der Zeit vor und nach der Enthüllung, vor und nach der Verführung, vor und nach dem Höhepunkt. Das multidisziplinäre Team eröffnet Imaginationsräume, in denen klischeehafte Vorstellungen erotischer Körper hinterfragt und umgeschrieben werden.

Durch den künstlerischen Umgang mit dem Mittel der Audiodeskription, das visuelle Inhalte sprachlich übersetzt, verschränken die sehenden und nicht sehenden Performer visuelle und auditive Wahrnehmungsräume. In einem parallel stattfindenden analog-digitalen Arbeitsprozess zwischen Amelia Cavallo in London und den anderen Performern in Hamburg befragen sie das (Un-)Sichtbare durch das (Un-)Gesagte und lassen bewusst Lücken in der Wahrnehmung entstehen, in denen das Nicht-Sichtbare hörbar gemacht wird und umgekehrt.

Die Bild- und Hörflächen verbinden sich durch die Stimmen und Körper der Performer zu einem Gebilde verflochtener Erzählungen und Interpretationen hybrider Erotik. Körper und Stimmen verschwinden, verzerren, dirigieren, fragen, fordern auf. 

­Über die Choreographinnen Lisa Rykena und Carolin Jüngst

Carolin Jüngst und Lisa Rykena arbeiten seit 2016 als künstlerisches Duo zwischen den Städten München und Hamburg. In ihren Tanzproduktionen streifen sie durch Striplokale, Varietétheater der 20er Jahre, Ovids Metamorphosen oder queere Comic-Conventions und lassen Meerjungfrauen, She Hulks, expressive Arien, samtene Bühnen und Marmor-Daunenjacken aufeinandertreffen.

Sie beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit queerfeministischen, intersektionalen und Ableismuskritischen Körperdiskursen und der Transformation normativer Kategorisierung von Körpern. Hierfür greifen sie auf klassische, mythologische sowie popkulturelle Stoffe zurück und kreieren daraus neue Figuren, hybride Formen und groteske Verkörperungen mit dem Ziel, stereotype, klischeehafte und heteronormative (Geschlechter) Zuschreibungen aufzulösen. 

Quelle: STÜCKLIESEL PRODUCTIONS

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