Steuerrecht 2026: Das ändert sich für euch in Hamburg

Ab 2026 erwarten euch in Hamburg zahlreiche steuerliche Neuerungen – von höheren Freibeträgen über mehr Kindergeld bis hin zu Vorteilen für Ehrenamtliche und Pendler. Hier erfahrt ihr die wichtigsten Details und wie ihr davon profitiert.

Steuererklärung 2026 machen
Steuererklärung 2026 machen, © unsplash.com / Jakub Zerdzicki

Was sind die zentralen Steueränderungen?

Der Grundfreibetrag steigt für Ledige auf 12.348 Euro, für Zusammenveranlagte auf 24.696 Euro. Auch der Kinderfreibetrag wächst: 3.414 Euro je Elternteil plus Betreuungsfreibetrag, bei gemeinsamer Veranlagung insgesamt 9.756 Euro. Das Kindergeld erhöht sich auf 259 Euro monatlich. Der Spitzensteuersatz greift künftig erst ab einem Einkommen von 69.879 Euro.

Wie profitieren Pendler und Fernpendler?

Ab 2026 gibt es für euch 38 Cent pro Kilometer Entfernungspauschale – ab dem ersten Kilometer. Fernpendler mit niedrigem Einkommen erhalten dauerhaft eine Mobilitätsprämie vom Finanzamt, wenn die erste Tätigkeitsstätte über 21 Kilometer entfernt liegt.

Welche Vorteile gibt es für Ehrenamt und Gewerkschaften?

Ehrenamtliche und Übungsleiter profitieren von höheren Pauschalen: 3.300 Euro für Übungsleiter, 960 Euro für Ehrenamtliche. Mitgliedsbeiträge an Gewerkschaften werden steuerlich besser berücksichtigt, was euch zusätzliche Steuerersparnisse bringt.

Was ist neu bei Haushaltsführung und Parteispenden?

Unterkunftskosten bei doppelter Haushaltsführung im Ausland können bis 2.000 Euro monatlich abgesetzt werden. Parteispenden sind bis zu 50 Prozent der Aufwendungen abziehbar, maximal 1.650 Euro (bzw. 3.300 Euro bei Zusammenveranlagten), mit weiteren Möglichkeiten als Sonderausgaben.

Welche Neuerungen gibt es bei Lohnsteuer und Aktivrente?

Die Mindestvorsorgepauschale entfällt. Private Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden direkt gemeldet und bei der Lohnsteuer berücksichtigt. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, kann bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei verdienen.

Wie wirken sich die Änderungen auf Gastronomie und Hamburg aus?

Gastronomieumsätze werden künftig mit 7 Prozent Umsatzsteuer besteuert – wie Speisen außer Haus. Getränke bleiben bei 19 Prozent. Hamburg erwartet durch die Reformen Mindereinnahmen von 360 Mio. Euro bis 2030, dennoch profitieren viele Einwohner von den neuen Regelungen.

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