Spatenstich für das Hamburger Rathausquartier

Zwischen Rathausmarkt und Speicherstadt entsteht bis 2025 ein attraktives Viertel mit Vorrang für Fußgänger. Der Bereich rund um Rathausstraße, Kleine Johannisstraße, Große Bäckerstraße und Quartiersplatz Dornbusch wird durch BID-Maßnahmen gründlich aufgewertet. Das versteckte Juwel in der Innenstadt lockt bereits heute mit vielfältiger Gastronomie und individuellen Geschäften.

Spatenstich für das Hamburger Rathausquartier, Pressemeldung
Spatenstich für das Hamburger Rathausquartier, Pressemeldung

Nach mehrjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit ist es nun so weit: Mit einem symbolischen Spatenstich beginnen am 6. Dezember 2022 die Arbeiten zur Neugestaltung im Hamburger Rathausquartier rund um Rathausstraße, Kleine Johannisstraße, Große Bäckerstraße, Quartiersplatz Dornbusch.

Das zentral gelegene Viertel war bereits im Bereich der Kleinen Johannisstraße im Sommer 2019 provisorisch zur Fußgängerzone umgewidmet worden, jetzt wird durch nachhaltige bauliche Maßnahmen eine dauerhafte Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Angriff genommen. In dem Gebiet jenseits des Rathausmarktes gibt es heute neben zahlreichen Büros mehr als 50 Geschäfte und rund 25 Restaurants und Cafés.

Um ihr Quartier aus dem bisherigen, nicht immer ansehnlichen "Dornröschenschlaf" zu erwecken, ziehen die rund 40 Grundeigentümer:innen an einem Strang. Sie gründeten 2021 nach dem Vorbild benachbarter City-Quartiere einen neuen Business Improvement District (BID) nach dem "Gesetz zur Stärkung von Standorten durch private Initiativen" und stellen nun 3,5 Millionen Euro bereit. Die Stadt Hamburg übernimmt ebenfalls einen Teil der Kosten und steuert 3,5 Millionen Euro bei. "Der Spatenstich ist der erste Schritt zu einem neuen, attraktiven Quartier in bester Innenstadtlage. Wer hier künftig essen geht oder einkauft, lernt womöglich eine ganz neue Seite der Stadt kennen", sagt Mareike Menzel von der Zum Felde BID Projektgesellschaft.

Konkret geplant sind im Rathausquartier breitere Gehwege mit einem einheitlichen hellen Pflaster, größere Zonen für die Außengastronomie und eine deutliche Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. Fußgänger:innen werden den städtischen Raum zurückbekommen, das Viertel soll durch speziell ausgewiesene Park- und Ladezonen, Fahrradstellplätze und mehr Bäume zum Flanieren einladen. Durch eine einheitliche Möblierung schaffen die Anrainer Inseln der Erholung, die auch jene Menschen gerne nutzen, die in den umliegenden Büros und Geschäften arbeiten.

"Wir begrüßen es sehr, dass wir als BID Rathausquartier unter Beteiligung der Stadt Hamburg mit diesem Projekt ein gesamtes Quartier umgestalten und aufwerten können und sogar eine Fußgängerzone in diesem einzigartigen Viertel mit französischem Flair umsetzen können", sagt Nicole C. Unger, NCU Immobilien Concept GmbH, Sprecherin des Lenkungsausschusses.

"Für die zukünftige Gestaltung des neuen Rathausquartiers hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte eng mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) sowie dem hierfür gegründeten Business Improvement District (BID) zusammengearbeitet. Ziel der Planung ist ein insgesamt ruhiges und einheitliches Stadtbild bei gleichzeitiger Stärkung der jeweiligen Eigenarten und Qualitäten des Quartiers. Der Gestaltungsduktus der Oberflächen und Ausstattungselemente im Rathausquartier orientiert sich an dem gerade fertiggestellten, benachbarten Nikolai Quartier, so dass ein homogenes Bild mit fließenden Übergängen entsteht. Ziel ist es, mehr Platz für zu Fuß Gehende und die ansässige Gastronomie zu schaffen sowie den ruhenden Verkehr weitestgehend zu reduzieren", berichtet Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter von Hamburg Mitte.

Mit dem Umbau wird der historische Katharinenweg im Herzen der Altstadt neu belebt, unter Einbeziehung des einstigen Alsterhafens am Nicolaifleet. Es entsteht eine gestärkte Sichtachse vom Rathausmarkt bis zur Speicherstadt. Als Quartierszentrum gilt künftig die Fußgängerzone Kleine Johannisstraße mit Teilen der Schauenburgerstraße. Das Quartierbild wird durch kontinuierliche Reinigungs- und Pflegemaßnahmen verbessert. Dort, wo heute schmale Gehwege und ein insgesamt eher unruhiges Stadtbild vorherrschen, sehen Städteplaner viel Potenzial für hochwertige Nutzungsstrukturen.

Jedem BID in Hamburg ist ein Aufgabenträger zugewiesen, der die gemeinsam entwickelten Maßnahmen initiiert und überwacht. Beim Rathausquartier ist das die Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH, sie hat in Hamburg bereits einige BID-Projekte erfolgreich umgesetzt. Das Gestaltungskonzept für das Rathausquartier, das sich an das des benachbarten Nikolaiquartiers anlehnt, ist ein Entwurf des Planungsbüros Bruun & Möllers Landschaften GmbH & Co. KG aus Hamburg. Die Fertigstellung der Neugestaltung ist Mitte 2025 vorgesehen.

Weitere Infos unter bid-rathausquartier.de

Quelle: Kommunikationshafen Hamburg / BID Rathausquartier

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