Sommerzeit ist Eiszeit

In der heißen Jahreszeit stehen Eisdielen hoch im Kurs. Auch in der Hamburger Metropole finden Sie an jeder Ecke eine Eisdiele mit herrlichen Spezialitäten. Auch wenn die Corona-Pandemie in dieser Branche für hohe Verluste gesorgt hat, ist die Nachfrage nunmehr wieder gestiegen.

Eis, Pressefoto
Eis, Pressefoto

Auf dem Markt werden aber nicht nur die traditionellen Eiskugeln verkauft. Ein besonderer Schlager stellt das sogenannte Softeis dar. Um was es hierbei geht, soll hier kurz dargestellt werden.

Was ist eigentlich Softeis?

Bei Softeis handelt es sich um eine besondere Variante von Speiseeis. Es ist keine besondere Eissorte, sondern unterscheidet sich von den herkömmlichen Eiskugeln lediglich in der Zubereitungsform. Ursprünglich stammt die Idee hierzu vom Griechen Tom Carvel, der in den Vereinigten Staaten 1934 die Idee hierzu hatte.

Seinerzeit bevorzugten viele Amerikaner ein besonders weiches und fluffiges Eis. Ausgehend einer Panne mit einem seiner Lieferwagen verkaufte er in New York über zwei Tage schmelzendes Speiseeis. Die Rezeptur für weiches Eis fand er im Konditoreiwesen. 1936 eröffnete er die erste Carvel-Eisdiele, speziell für Softeis. In den folgenden Jahren entwickelten auch weitere Pioneere dieses Eis.

Wie wird Softeis hergestellt?

Jeder hat vielleicht schon einmal Softeis gekostet. Die weiche Konsistenz wird durch eine flüssige Eismischung mithilfe einer Maschine erreicht. Die Mischung besteht zu 75 % aus Milch. Diese wird in den Gefrierzylinder der Eismaschine gefüllt und auf minus 6 Grad Celsius heruntergekühlt. Ein Rührwerk hält das Eis in ständiger Bewegung.

An der Oberfläche gefriert eine sehr dünne Eisschicht, die von Schabern abgekratzt und mit Luft aufgeschäumt wird. Dieses wird dann über einen Auslass in einem Waffeltrichter abgelassen. Interessant ist, dass der Mensch den Geschmack von Softeis besser aufnehmen kann, als den von kälterem Eis. Sehr beliebt ist Softeis mit einem Schokoüberzug. Zu diesem Zweck wird die Eishaube kurz in einen Topf mit heißer Schokolade eingetaucht.

Neben dem fluffigen Eis für das Waffelhörnchen gibt es mittlerweile auch Softeis als sogenanntes Rolleis. Dabei wird auf einer kalten Metallfläche eine dünne Speiseeisschicht verteilt, die kurzfristig anfriert. Diese kann dann mit einem Schaber abgeschabt und als Rolleis angeboten werden. Hierzu ist eine besondere Softeismaschine erforderlich.

Heute ist Softeis wesentlich hygienischer

In aller Regel können bei Speiseeis durch die Einarbeitung von Luft schneller Krankheitserreger, wie zum Beispiel Salmonellen entstehen. Dies war eines der größten Probleme in der Vergangenheit. Insbesondere dann, wenn die Eismaschine nicht sorgfältig gereinigt wurde, kam es häufiger zu Beanstandungen.

Mittlerweile verwenden die Eishersteller nur noch pasteurisierte Eismasse. Mit dieser kommt es heute kaum noch zu hygienischen Beanstandungen.

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