Mach mit! So können auch Sie Ihren Mitmenschen helfen

Es gibt viele, die anderen helfen wollen, aber nicht wissen, an welchen Stellen man damit beginnen kann. Eines steht außer Frage: Es gibt in so gut wie jeder Stadt eine Reihe von Vereinen und Organisationen, die helfende Hände gebrauchen können.

Helfende Hände, © unsplash.com / Roman Kraft
Helfende Hände, © unsplash.com / Roman Kraft

Jedoch kommt es bei der Suche nach der passenden Einrichtung oder Tätigkeit nicht nur darauf an, wo das eigene Interesse und die persönlichen Stärken liegen, sondern auch, wie viel Zeit man investieren kann und welche konkreten Ziele man mit dem Engagement verfolgt.

Um Ihnen einen Überblick darüber zu geben, wie man seinen Mitmenschen helfen und sich sozial engagieren kann, stellen wir Ihnen einige Ideen und Projekte vor. Ob und für welches davon Sie sich entscheiden, liegt bei Ihnen. Fest steht, dass sie mit einem Engagement nicht nur andere, sondern auch sich selbst ein Stück glücklicher machen können.

Die Zusammenarbeit mit Menschen, die auf die Unterstützung anderer angewiesen sind, gilt als eine besondere Art von Genugtuung, die man nur selten erfährt.

Pflegekraft ohne Ausbildung

Statistiken und Untersuchungen zeigen, dass das Alter der Bevölkerung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen ist. Die Tatsache, dass es immer mehr ältere Personen und immer weniger Jüngere gibt, führt zu folgendem Problem: Gewisse Berufe sind nicht ausreichend genug besetzt. In Deutschland fehlen beispielsweise mehr als 100.000 Pflegekräfte.

Wer sich in dem Bereich also ehrenamtlich einsetzen will, tut damit garantiert etwas Sinnvolles. Die meisten denken, dass man für einen Beruf in der Pflege eine Ausbildung braucht, die über mehrere Monate hinweg stattfindet. Dabei gibt es einige freiwillige Stellen, die sich auch ohne eine solche Ausbildung besetzen lassen.

In der Pflege müssen ältere Personen nicht immer aufgrund einer Krankheit, die gewisse Kenntnisse erfordert, umsorgt werden. Oftmals ist es auch "nur" die Zeit mit sozialen Kontakten, die älteren Menschen im Alltag fehlt. Wer sich also am Wochenende oder an dem ein oder anderen Tag unter der Woche sozial engagieren möchte, findet dazu mit Sicherheit einen Platz in einer Senioren- oder Pflegeeinrichtung.

Als Arzt oder Pflegekraft von kranken Patient:innen benötigt man ein Studium oder eine fundierte Ausbildung. Die Berufe werden nicht als ehrenamtliche Stellen bezeichnet und werden beispielsweise über sogenannte Ärzte Headhunter vergeben.

Hobby als Ehrenamt

Nicht nur die ältere Bevölkerung ist auf die Unterstützung anderer angewiesen. Auch junge Menschen, die sich beispielsweise als Geflüchtete noch nicht allzu lange in Deutschland befinden, sehnen sich danach, in der Gesellschaft anzukommen. Jeder Neustart in einem fremden Land ist schwierig – als freiwillige:r Helfer:in kann man allerdings dazu beitragen, dass auch diese Personen Anschluss finden und sich wohlfühlen.

Auch in diesem Fall ist kein besonderes Wissen erforderlich. Häufig reicht ein persönliches Hobby, wie Fußball oder eine andere Sportart aus, um anderen weiterzuhelfen. Damit erreicht man mit Sicherheit nicht nur, dass Geflüchtete besser integriert werden, sondern man knüpft auch selbst viele neue Kontakte. Neben dem Sport kann man beispielsweise auch Ausflüge planen, Kinderprogramme organisieren oder die Personen sogar bei wichtigen Behördengängen unterstützen.

Reparieren statt wegwerfen

Personen, die ehrenamtlich aktiv werden und sich für andere einsetzen wollen, denken vermutlich zuerst an die oben beschriebene Beschäftigung in der Pflege. Dabei werden ehrenamtliche Kräfte auch an vielen anderen Stellen gebraucht.

Das beste Beispiel ist das Repair-Café, wie man es aus Hamburg kennt. Der Umwelt zuliebe werden Gegenstände, die nicht (mehr) richtig funktionieren, in dem Café wieder zum Laufen gebracht. Im besten Fall sollte man bereits Kenntnisse im Umgang mit Textilien, elektronischen Geräten, Fahrrädern oder Möbeln mitbringen.

Man kann als ehrenamtliche Kraft allerdings auch die Besucher:innen, die in das Café kommen, begrüßen. Auch an solchen Stellen wird immer wieder nach Personen gesucht, die tatkräftig mithelfen wollen. Auf diese Weise hilft man anderen, die sich beispielsweise die teure Reparatur eines Laptops nicht leisten können, weiter.

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