Segeln – vom Segelmacher aufs Wasser

Segeln ist eines der schönsten Hobbys, dem sich in Hamburg wunderbar nachgehen lässt. Aber was ist notwendig, bevor ein Segelboot bereit für seinen Einsatz ist? Was genau macht ein Segelmacher? Und warum ist Segeln zum Entspannen ideal? Diese Fragen und ihre Antworten bieten einen Einblick in ein einzigartiges Hobby.

Segelmacher Hamburg
Segeln bietet einen neuen Blick auf die Umgebung, © Andreas Lindlahr

Hamburg ist für Hamburger die schönste Großstadt Deutschlands. Neben einer spannenden Kulturszene, beeindruckender Architektur und sichtbarer Stadtgeschichte bietet Hamburg mit seiner Nähe zum Wasser auch besondere Freizeit-Möglichkeiten. Segeln auf der Elbe bietet Hobbyseglern spannende Touren. Allerdings kann nicht jedermann einfach drauflossegeln und nicht jedes Segelboot segelt gleichermaßen gut.

Tatsächlich braucht es einiges an Vorbereitung, bevor das Segelschiff samt Besatzung entspannt über das Wasser treibt. Es klingt banal, aber bevor ein Segelboot für den Einsatz bereit ist, braucht es ein Segel. Ohne ein solches bleibt das Segelboot eben ein schlichtes Boot. Es ist nicht nur optisch die hervorstechende Komponente des Bootes, sondern auch für seine Funktion wichtig.

Größe, Form und Funktion des Segels bestimmen die Wasserlage und Schnelligkeit. Tourensegel, Superyacht Segel, Regatta Segel oder die klassischen Segel für die wunderschönen Oldtimer – jeder Segeltyp ist besonders und jedes Segelboot braucht eine individuelle Betrachtung durch einen erfahrenen Profi wie bei der T1 Segelmanufaktur.

Was macht ein Segelmacher?

Bei einem Segelboot wird das Segel in Hamburg in Manufakturen wie Tommysails in Handarbeit hergestellt. Die Größe des Segels variiert je nach Bootsart beziehungsweise Schiffstyp stark. Die entsprechenden Schnittmuster gibt es durch den Computer oder sie werden von Hand angefertigt.

Beim Material des Segels kommt es stark auf die Verwendung und Beanspruchung an. Das klassische Segeltuch ist längst nicht mehr alles, was zum Einsatz kommt. Beschichtete Stoffe sowie synthetische Hightech-Materialien bieten andere Möglichkeiten, die gerade bei Rennbooten attraktiv sind.

Extra-Info: Ein Segelmacher kann ebenfalls Planen, Sonnensegel, Zelte oder Markisen herstellen. Auch bei den beliebten Kinderfahrradanhängern gibt es Modelle, die mit Segeltuch produziert werden.

Klassische Yachten – ein Hingucker, der Wissen braucht

Wer ans Segeln denkt, vor dessen geistigem Auge taucht vermutlich das Bild eines klassischen Segelschiffes auf. Dazu zählen etwa Groß- und Vorsegel in einem Horizontal-Schnitt wie beim Mitre-Cut und Gaffel. Die klassische Breite bei einem Mitre-Cut entspricht einem halben Yard. Schmalere Bahnen werden beim Gaffelsegel eingesetzt. Die Ausstattung der klassischen Yacht erfolgt mit Liebe zum Detail, damit das Segeln am Ende langfristig Freude bereitet.

Tourensegel – überall einsatzfähig

Für ein Tourensegel sind drei Kriterien entscheidend:

  • Benutzerfreundlichkeit
  • Haltbarkeit
  • Eleganz

Wer unterwegs ist, erwartet von seinem Segel eine entsprechende Leistung. Es sollte in jeder Umgebung gut händelbar sein und auch Touren mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen schadlos überstehen. Eleganz versteht sich bei jedem Segel von selbst – schließlich gibt es auf den Gewässern kaum etwas Eleganteres als ein gut geführtes Segelboot.

Regatta – Mit dem richtigen Segel zum Erfolg

Wer Regatta fährt, weiß, wie wichtig das richtige Segel ist. Um das Tempo zu erhöhen, muss beim Segel vieles stimmen. Schnitt und Material erhöhen die Leistungsfähigkeit deutlich. Radialschnitte, Sturmbesegelung oder Spinnaker – das Segel gibt bei der Regatta das Tempo vor.

Segeln geht in jedem Alter

Bei vielen Sportarten gibt es eine Art Haltbarkeitsdatum. Beim Segeln ist es anders. Solange der Mensch laufen und sich halten kann, lässt es sich wunderbar segeln. Wer findet, dass das Ganze nach reiner Entspannung aussieht, sollte richtig segeln gehen. Neben der wunderbaren Entspannung auf dem Wasser, ist beim Segeln viel Aktivität gefragt.

Gerade Menschen, die schlecht von ihrem Alltag abschalten können und stets erreichbar sind, profitieren vom Abstand, den das Segeln schon räumlich mit sich bringt. Wer allerdings nicht nur auf den Binnengewässern einzelne Tage verbringen möchte, sondern längere Reisen plant, muss aktuell doppelt gut planen. Denn Corona macht leider auch vor dem Segeln nicht halt und bringt einige Veränderungen bei Bestimmungen rund um die Grenzen mit sich.

Respekt vor der Natur

Ein erfahrener Segler weiß: Bei unsicheren Wetterverhältnissen kann es die beste Entscheidung sein, nicht zu segeln. Mit der Erfahrung beim Segeln kommt ein besseres Verständnis für die Wetterverhältnisse und ihre Schwankungen. Allerdings sind diese immer lokal.

Wer in und um Hamburg auf dem Wasser unterwegs ist, kann seine Erfahrungen nicht eins zu eins auf eine andere Gegend übertragen. Gewitter und Wechselhaftigkeit sind je nach Region sehr verschieden. Eine gute Vorbereitung gehört dementsprechend zum Segeln dazu. Neben dem Schiff und der eigenen Ausrüstung zählen Kenntnisse des Reviers und aller möglichen Gefahren stets dazu.

Elektronik am anfälligsten

Der erfahrene Seenotretter Thomas Baumgärtel weiß, dass die Elektronik dem Segler am häufigsten in die Quere kommt. Kabelbrände verursachen zum einen oft Feuer – eine der größten Gefahren unterwegs. Wer sich allein auf Elektronik zum Navigieren bei größeren Törns verlässt, erlebt auch unschöne Überraschungen.

Standortbestimmungen ohne GPS und Papierkarten klingen zwar "old school", können im entscheidenden Moment aber den großen Unterschied machen. Ein essenzieller Segelgrundsatz lautet: Es ist wichtig, weder sich zu über- noch die Natur zu unterschätzen.

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