Vierte Pop-Up-Bikelane der Stadt auf der Hallerstraße eröffnet

Hamburg hält das Tempo bei der Einrichtung kurzfristig verbesserter Radverkehrsinfrastruktur in der Stadt weiter hoch: Nach den bereits für den Verkehr freigegebenen temporären Radfahrstreifen Beim Schlump, an der Max-Brauer-Allee und am Sandtorkai/Brooktorkai in der HafenCity wurde auf der Hallerstraße nun die insgesamt vierte offizielle Pop-Up-Bikelane der Stadt eröffnet.

Bikelane, Pressefoto
Bikelane, Pressefoto

Radfahrer können zwischen Grindelberg und Rothenbaumchaussee auf rund 600 Metern Länge und einer Breite von 2,50 Metern in beiden Fahrtrichtungen komfortabel unterwegs sein. An der breitesten Stelle sind es 3,40 Meter Breite. Der neue Radfahrstreifen erhöht damit an einer vom Radverkehr stark frequentierten Stelle die Sicherheit für Radfahrende maßgeblich. Täglich sind knapp 3.000 Radler auf der Hallerstraße unterwegs.

Die neue Pop-Up-Bikelane ist ein wichtiger Baustein der bezirklichen Radverkehrsverbindungen in Eimsbüttel, durch die das Erreichen von Zielen wie der Außenalster, dem Stadion Am Rothenbaum, Kindertagesstätten, Schulen sowie den verschiedenen Standorten der Universität Hamburg erleichtern wird. In Verbindung mit den bereits eingerichteten Pop-Up-Bikelanes Beim Schlump und auf der Max-Brauer-Allee entsteht so eine Verbindungsachse für Radfahrende von der Außenalster bis nach Altona.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: "Zwischen Außenalster und Grindelberg sind schon heute täglich rund 3.000 Radlerinnen und Radler unterwegs – egal ob Studentinnen und Studenten der nahegelegenen Uni, Anwohnerinnen und Anwohner, Lieferdienste, Ausflügler und Ausflüglerinnen oder Alltagsradler und Alltagsradlerinnen. Eine angemessene Radverkehrsinfrastruktur gab es auf der Hallerstraße trotz des hohen Radverkehrsanteils bislang jedoch nicht. Das ändert sich mit der neuen Pop-Up-Bikelane nun. Auf einer Breite von 2,50 Metern können Radlerinnen und Radler ab heute komfortabel und sicher unterwegs sein. Auch die Sicherheit für Fußgänger und Fußgängerinnen wird durch die Trennung vom Radverkehr spürbar erhöht. Im Bezirk Eimsbüttel bildet die neue Pop-Up-Bikelane ein wichtiges Teilstück des Radwegenetzes und damit auch der Verbindung von den Alster-Fahrradachsen, über den Grindelberg und die Pop-Up-Bikelane Am Schlump bis zum Hamburger Westen."

Der Straßenzug Hallerstraße – Beim Schlump ist wichtiger Bestandteil des Radroutennetzes im Bezirk Eimsbüttel. Er verbindet den Campus der Universität Hamburg rund ums Geomatikum mit den Grindelhochhäusern, dem Bezirksamt Eimsbüttel, dem Medienzentrum an der Rothenbaumchaussee und der Staatlichen Jugendmusikschule am Mittelweg sowie nicht zuletzt mit den Alster-Fahrradachsen.

Zudem ist das gesamte Gebiet flächendeckend von Wohnnutzung geprägt. Auf der Hallerstraße gab es trotz bereits hohem Radverkehrsaufkommens bislang keine bzw. eine unzureichende Radverkehrsinfrastruktur. 

Durch die neue Pop-Up-Bikelane wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer insgesamt erhöht, da Rad- und Fußverkehr voneinander getrennt und mögliche Konflikte so künftig vermieden werden. In der Kreuzung Hallerstraße / Hochallee wurden Signalgeber für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung ergänzt.

Parkplätze und Ladezonen werden durch die Pop-Up-Bikelane nicht verändert, auch wird es zu keinen Veränderungen bezüglich der Haltestellen des HVV kommen: Die Haltestellen der Metrobuslinie 15 bleiben am aktuellen Standort erhalten.

Die Kosten zur Umsetzung belaufen sich auf etwa 179.000 Euro. Die neue Bikelane wird zunächst für ein Jahr als zeitlich begrenzter Verkehrsversuch eingerichtet sowie durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hinsichtlich der Auswirkungen auf Rad- und Kfz-Verkehr evaluiert. Im Rahmen dieser Evaluation werden auch Daten zum Nutzungsverhalten und zur Akzeptanz der Pop-Up-Bikelanes erhoben. 

Die erste Pop-Up-Bikelane wurde im September 2020 Beim Schlump errichtet, die zweite im November 2020 an der Max-Brauer-Allee in Altona. Im April dieses Jahres folgte die dritte Bikelane zwischen Sandtorkai und Brooktorkai in der HafenCity. Der Rot-Grüne Senat hatte sich schon in seinem Koalitionsvertrag ausdrücklich für die Errichtung der temporären Radverkehrswege in der Stadt ausgesprochen. Diese können vergleichsweise mit geringem Zeit- und Kostenaufwand entlang wichtiger Straßen mit mehr Platz und Sicherheit für den Radverkehr eingerichtet werden. 

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

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