Personalbeschaffung zu Corona-Zeiten in Hamburg

Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Hamburg und Umgebung während der Corona-Krise ist alarmierend. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im August 2020 ein Drittel mehr Menschen, die unfreiwillig ohne Job waren. Viele Arbeitnehmer konnten zumindest vorerst ihren Arbeitsplatz durch Kurzarbeit behalten. Dennoch mussten viele Unternehmen geschlossen werden oder einen Großteil ihrer Mitarbeiter entlassen.

Personalbeschaffung zu Corona-Zeiten in Hamburg, © iStock.com/fizkes
Personalbeschaffung zu Corona-Zeiten in Hamburg, © iStock.com/fizkes

Potentielle Bewerber fragen sich, ob Unternehmen inzwischen wieder neue Mitarbeiter suchen. Für die Hamburger Betriebe, die auf der Suche nach neuem Personal sind, gilt es, neue Wege für die Rekrutierung zu finden.

In die Sicht der Bewerber versetzen

Hamburger Unternehmen, die gut durch die Corona-Krise gekommen sind oder sich solide entwickelt haben, suchen teilweise nach neuem Personal. Für Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, aber auch für Bewerber hat die Krise zu Veränderungen geführt. Auf der Suche nach Fachpersonal sollten sich Unternehmen in die Lage von Bewerbern versetzen.

Viele potentielle Bewerber fragen sich, ob die Unternehmen überhaupt schon neue Mitarbeiter suchen und ob der Betrieb die Krise finanziell überstehen wird. Es kommt daher für Unternehmen darauf an, Transparenz zu schaffen und den Bewerbern ihre Unsicherheit zu nehmen. Das gelingt, indem Unternehmen auf ihrer Homepage, aber auch in Stellenanzeigen in Tageszeitungen sowie auf Jobportalen im Internet erwähnen, wie sie mit Corona umgehen. Solche Informationen schaffen Vertrauen und gelingen ähnlich wie Online-Werbung.

Unternehmen könnten informieren

  • ob Sozialleistungen für die Mitarbeiter auch in Corona-Zeiten gewährt werden
  • ob Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten
  • wie Vorstellungsgespräche in der Krise erfolgen
  • was das Unternehmen für das Wohl der Mitarbeiter und für die Hygiene tut.

Mit solchen Fakten gewinnen potentielle Bewerber ein positives Bild von den Unternehmen. Sie werden ermutigt, sich näher mit dem Unternehmen zu beschäftigen und ihre Bewerbung abzuschicken. Eine Online-Bewerbung ist nicht nur eine moderne und zeitgemäße Form, sondern sie spart auch Zeit und Kosten bei der Auswahl der Bewerber.

Möglichkeiten, um in Krisenzeiten neue Mitarbeiter zu gewinnen

Um in Corona-Zeiten neue Mitarbeiter zu rekrutieren, eignen sich nach wie vor:

  • Stellenanzeigen in Tageszeitungen
  • Job-Profile auf verschiedenen Jobportalen im Internet
  • Jobangebote auf den Homepages von Unternehmen
  • Suche von Mitarbeitern über Personalagenturen.

Um qualifizierte Mitarbeiter zu finden, können Unternehmen die Hilfe von Headhuntern in Anspruch nehmen. Gerade Positionen von Fach- und Führungskräften, an die hohe Ansprüche gestellt werden, lassen sich mit der Hilfe von Headhuntern besetzen. Gezielt suchen Headhunter die Fachkräfte aus, die dem Profil im Unternehmen am meisten entsprechen. Bei der Erstellung des Profils können die suchenden Unternehmen sowohl die geforderten Hard Skills als auch wünschenswerte Soft Skills berücksichtigen.

Optimierung von Stellenanzeigen

Stellenanzeigen in den Tageszeitungen und auf Online-Jobportalen erreichen eine große Zahl potentieller Bewerber. Um in der Corona-Krise die geeigneten Mitarbeiter zu finden, sollten sich Personalverantwortliche in Hamburg die Zeit nehmen und ihre Stellenanzeigen optimieren. Häufig werden alte Stellenanzeigen nur auf die aktuell zu besetzenden Stellen angepasst.

Um die Bewerber gezielt anzusprechen, sollten sich die Personalverantwortlichen Argumente überlegen, warum gerade ihr Unternehmen für die Bewerber interessant ist.

Solche Argumente können eine solide finanzielle Basis des Unternehmens, umfassende Sozialleistungen oder betriebliche Altersvorsorge sein. Da viele Bewerber, vor allem Frauen mit Kindern, nicht nur in Krisenzeiten die Arbeit im Homeoffice begrüßen, sollte auch diese Möglichkeit in der Stellenanzeige angesprochen werden.

Oft werden Bewerber abgeschreckt, wenn die Qualifikation in einer Stellenanzeige eng begrenzt ist, beispielsweise Studium der Betriebswirtschaft. Besser ist eine Erweiterung, wie eine kaufmännische Berufsausbildung oder umfangreiche Berufspraxis in einem ähnlichen Beruf.

Nicht alle in der Stellenanzeige erwähnten Kompetenzen müssen zwingend vorhanden sein. Der Hinweis auf das Interesse und die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich weiterzuentwickeln, ermutigt einen größeren Kreis von Bewerbern.

Die Auswahl der Mitarbeiter

Sind die Bewerbungen eingegangen, geht es an die Auswahl der geeigneten Kandidaten und die Vorstellungsgespräche. Video-Interviews sind eine Alternative zu Vorstellungsgesprächen direkt im Unternehmen, da die Hygiene-Regeln besser eingehalten werden können.

Um dem neuen Mitarbeiter den Start zu erleichtern, kommt es auf einen Wohlfühlfaktor im Unternehmen, aber auch auf ein gut funktionierendes Homeoffice an. Für alle Fragen sollte ein kompetenter Ansprechpartner benannt werden. Eine gute Kommunikation ist wichtiger denn je.

Fazit: Bewerber in Corona-Zeiten überzeugen

Um in Corona-Zeiten neue Mitarbeiter zu finden, können Unternehmen ihre Stellenanzeigen optimieren oder Headhunter beauftragen. Vorstellungsgespräche können als Online-Interviews geführt werden. Eine gute Kommunikation erleichtert den neuen Mitarbeitern den Start.

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