Ostsee-Urlaub wieder möglich – Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für den Tourismus

Während der Corona-Krise hat das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern die Landesgrenzen geschlossen. Dieses Vorgehen sorgte für Kritik, zumal nicht einmal Menschen in das Land reisen durften, die in Mecklenburg-Vorpommern einen Zweitwohnsitz haben. Jetzt öffnet sich das Bundesland wieder für den so wichtigen Tourismus. Er stellt die wesentliche Einnahmequelle des nördlichen Bundeslandes dar.

© Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
© Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Seit dem 25. Mai 2020 dürfen Gäste aus anderen Bundesländern wieder an die Ostsee reisen. Einige Einschränkungen bleiben dennoch. So dürfen Hotels und Restaurants nur mit reduzierter Belegung arbeiten. Tagestourismus ist ebenfalls untersagt. Wer am Ostseestrand verweilen möchte, muss dort einen Wohnsitz oder eine Unterkunft gebucht haben. So will die Landesregierung überfüllte Strände vermeiden.

Freie Übernachtungsplätze sind sofort buchbar

Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern während der Corona-Krise vollständig zum Erliegen gekommen. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Viele Betreiber von Hotels und Gaststätten bangten um ihre Existenz. Zudem ist jeder fünfte Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern im Tourismus beschäftigt. Da die Einreise über Wochen nicht möglich war, haben viele Gäste ihre Buchungen storniert. Mittlerweile herrscht bei der Buchungsfreudigkeit noch Zurückhaltung. Viele Gäste warten die Entwicklung lieber noch ab. Dies ist der Grund dafür, dass es noch freie Übernachtungsplätze gibt, obwohl die Hoteliers und Ferienhausbesitzer nur ein begrenztes Kontingent an Plätzen zur Verfügung stellen dürfen.

Es ist vorgeschrieben, dass die maximale Auslastung nur 60 Prozent betragen darf. Nach dem langen Winter sind viele Hotels jedoch gerade an den verlängerten Wochenenden an Himmelfahrt und Pfingsten volle Auslastung gewöhnt. Die Kalkulationen wurden entsprechend geschrieben. Somit ist es eine wahre Herausforderung, die Krise unter den neuen Vorgaben weiter gut zu meistern.

Alternative Urlaubsarten liegen im Trend

Die Krise hat bei einigen Menschen zu einem Umdenken bei der Urlaubsplanung geführt. Ferien auf dem Boot und auf dem Campingplatz erfreuen sich plötzlich einer großen Beliebtheit. Die Gründe liegen auf der Hand. Der Urlaub im eigenen Wohnwagen, in einem Mobilheim auf dem Campingplatz oder auf einem Boot verspricht höhere Sicherheit als in einem Hotel. Ein eigenes Badezimmer mit Dusche und Toilette ist vorhanden. Auf dem Stellplatz oder auf dem Boot sind die Gäste unter sich. Der Erholungswert ist dennoch sehr hoch.

Ein wichtiger Faktor für die Zunahme an Reservierungen vor allem  für Bootsurlaube ist auch, dass Auslandsreisen in diesem Sommer nicht oder nur mit Einschränkungen möglich sein werden. Der online Boot-Vermittler Zizoo hat herausgefunden, dass die Buchungen für Bootsurlaube im Inland um 1.150 % zugenommen haben. Dies ist ein enormer Wert. Er zeigt, dass die Menschen durchaus große Lust auf den Sommerurlaub haben. Jedoch ist die Zurückhaltung bei Auslandsreisen groß. Stattdessen setzen die Menschen auf individuellen Urlaub auf dem Boot anstatt auf eine Hotelbuchung mit Urlaub an Stränden, die eventuell doch überfüllt sein könnten.

Hotelurlaub nur mit Einschränkungen möglich

Bei einem Urlaub im Hotel spüren nicht nur die Hoteliers, sondern auch die Gäste Einschränkungen. So ist es nicht erlaubt, die Sauna und den Wellnessbereich zu öffnen.  Auch Schwimmbäder müssen geschlossen bleiben. Da diese Bereiche für viele Gäste vor der Corona-Krise als Grund für die Buchung galten, haben sich einige trotz der Öffnung für eine Umbuchung oder Stornierung eines vor Corona geplanten Aufenthalts entschieden. Dennoch gehen die Betreiber der Hotels und Pensionen davon aus, dass das Geschäft mittelfristig gut anlaufen wird.

Campingplätze erleben Ansturm

Auch Campingplätze dürfen entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und der Mecklenburger Seenplatte wieder öffnen. Die Einschränkungen, Sauna und Schwimmbad geschlossen zu halten, gelten auch hier. Dennoch verzeichnen die Platzbetreiber einen regelrechten Ansturm auf die freien Plätze. Die Möglichkeit, einen individuellen Urlaub im eigenen mobilen Zuhause oder im Zelt zu erleben, ziehen viele Gäste dem Hotelaufenthalt vor. 

Gastronomie hofft auf Aufschwung

Auch die Gastronomie möchte von der Öffnung profitieren. Wie in den anderen Bundesländern durften auch die Gaststätten und Imbissbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern nicht öffnen. Auch der Gastronomie wurden Einschränkungen auferlegt. So dürfen nicht alle Tische besetzt sein und Gäste müssen zeitweise eine Maske tragen. Dennoch kehrt mit der Öffnung der Gaststätten auch in Mecklenburg-Vorpommern ein Teil des guten Lebensgefühls zurück und die Gäste können im Urlaub einheimische und internationale Spezialitäten genießen.

Bildquelle: www.pixelio.de 

Weitere Empfehlungen