"Nu geit dat wedder los": Hamburgs Gastgeber öffnen die Türen

Nun geht es wieder los: nach Monaten im Lockdown startet der Tourismus in der Hansestadt wieder behutsam und pandemiegerecht. Nachdem der Hamburger Senat in der letzten Woche weitere Lockerungen für das Gast- und Freizeitgewerbe in der Stadt durchgeführt hat, haben in Hamburg viele Hotels und Attraktionen wieder geöffnet und das touristische Leben startet langsam und rechtzeitig vor dem Sommer wieder.

Hamburger Hafen, © pixabay.com/Karsten Bergmann
Hamburger Hafen, © pixabay.com/Karsten Bergmann

Einem touristischen Neustart zum Sommer steht nichts mehr im Weg: Seit dem 1. Juni sind Hotels und andere Beherbergungseinrichtungen unter Auflagen wieder geöffnet, Hafen- und Stadtrundfahrten erlaubt und Kontaktbeschränkungen angepasst.

Auch der Einzelhandel, die Außengastronomie und die Hamburger Kultureinrichtungen nahmen ihren Betrieb wieder auf, die Innengastronomie folgt am kommenden Wochenende. 

Die Öffnungen erfolgen unter strengen Auflagen hinsichtlich Hygiene, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen. Hamburgs Gastgeber haben dafür detaillierte Konzepte ausgearbeitet. 

Der derzeitige Stand der Öffnungen

  • Die Innengastronomie z.B. in Restaurants öffnet in Hamburg ab dem kommenden Wochenende unter Auflagen. Voraussetzungen sind: Eine Testpflicht für Gäste und Personal, Bewirtung nur an festen Sitzplätzen, Tischabstand, Kontaktbeschränkungen auf fünf Personen und eine digitale Kontaktverfolgung. Die Außengastronomie hat schon seit einigen Tagen offen, hier ist ein (Schnell-)Test nicht erforderlich.
  • Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen ab dem 1. Juni unter Auflagen bis zu 60 Prozent ihrer zulässigen Kapazität öffnen. Die Gäste müssen vor dem Beginn der Beherbergung sowie dann alle 72 Stunden einen negativen Coronatest vorlegen und ihre Daten für die (digitale) Kontaktnachverfolgung hinterlegen. 
  • Hafen- und Stadtrundfahrten sowie touristische Gästeführungen sind im Außenbereich mit Gruppen bis zu 20 Personen, im Innenbereich mit Gruppen bis zu zehn Personen zulässig. 
  • Die Öffnung von Theatern, Konzerten und vergleichbaren Veranstaltungen erfolgte am 28. Mai unter pandemiegerechten Veranstaltungsbedingungen (Abstand, Testpflicht, (digitale) Kontaktnachverfolgung und Maskenpflicht (auch am Platz)).
  • Der Einzelhandel ist in Hamburg schon seit 10 Tagen geöffnet - mit einer Personenzahlbegrenzung, die sich an der Verkaufsfläche orientiert, verbunden mit (digitaler) Kontaktnachverfolgung. Ein tagesaktueller Schnelltest ist nicht erforderlich. 
  • Die Öffnung der meisten Museen und Ausstellungshäuser Mitte Mai zählte zu den ersten Öffnungsschritten des Hamburger Senates. Mit umfassenden Hygienekonzepten, Test- oder Impfnachweisen, Kontaktnachverfolgung und klugem Einlassmanagement wird hier sichergestellt, dass der Museumsbesuch ein sicheres Kulturerlebnis wird.

Tourismus-Highlights wieder geöffnet inklusive Neuzugang mit Happiness-Faktor

Auch die Hamburger Tourismus-Highlights sind wieder geöffnet: das Miniatur Wunderland mit seinem innovativen Wegweisungssystem schon seit knapp einer Woche – wenn auch mit beschränkter Besucherzahl.

Die Elbphilharmonie-Plaza wurde im Zuge der Wiederaufnahme des Musikprogrammes am letzten Freitag wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Und die Hamburger Museen öffneten schon Mitte Mai, derzeitige Highlights sind "SERIEN – Druckgraphik von Warhol bis Wool" in der Hamburger Kunsthalle, "William Kentridges" politische Kunst aus Südafrika in den Deichtorhallen oder "Family Affairs. Familie in der aktuellen Fotografie" im gegenüberliegenden Haus der Photographie.

Die Zeit des kulturellen Lockdowns wurde in Hamburg aber auch genutzt, etwas vollkommen Neues zu schaffen. So öffnet am 5. Juni das "Museum of Popcorn" in der HafenCity Hamburg.

Knallige Farben, mehr als 23 interaktive Kulissen, fast 1000 Ideen für außergewöhnliche Fotos und Videos, dazu eigenes Popcorn aus einer Hamburger Manufaktur, versprechen ab Samstag einen hohen Happiness-Faktor. 

Hamburgs Gastgeber sind gut vorbereitet

Wie in Hamburg üblich, bringen die Barkassenkapitäne die derzeitige Situation direkt auf den Punkt: "Nu geit dat wedder los – nach der Ebbe kommt die Flut", so Hubert Neubacher von Barkassen Meyer.

Die touristischen Leistungsträger der Stadt sind hochmotiviert und haben sich nicht nur in Sachen Hygiene und Abstandregelungen gut vorbereitet, sondern die Zeit des touristischen Stillstandes genutzt, um ihre Einrichtungen und Häuser nach dem doch etwas längeren Winter "auf Vordermann" zu bringen. 

Quelle: Hamburg Toruismus GmbH

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