Erster Blick in die neue Veranstaltungsstätte am Fleischgroßmarkt Hamburg
Gastronomie Eventlocations
Kultur Konzerte
Am Fleischgroßmarkt entsteht eine neue Heimat auf Zeit, aktuell für den Musikclub "Gruenspan", dessen Gebäude (und auch das historische Wandbild an der Außenfassade) renoviert werden muss und der deshalb hier übergangsweise einziehen wird. Danach kann die neue Veranstaltungshalle im Fleischgroßmarkt auch für andere Veranstaltungen genutzt werden.
Die Übergabe der frisch fertiggestellten Interimsfläche steht unmittelbar bevor. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde das denkmalgeschützte Gebäude zu einer modernen, voll funktionsfähigen Veranstaltungsstätte entwickelt – und zwar unter sorgfältigem Erhalt und Wiederherstellung der historischen Bausubstanz.
Was wurde baulich gemacht?
Geschaffen wurden neben der eigentlichen Veranstaltungsfläche auch zeitgemäße Büro-, Sanitär- und Lagerräume sowie barrierefreie Zugänge. Ebenso wurde die gesamte Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und erfüllt nun aktuelle Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz und Veranstaltungstechnik.
Der Zugang zur neuen Spielstätte erfolgt direkt über die Lagerstraße, gegenüber der Messehalle 2, wo die bestehende Mauer geöffnet wurde.
Wie lief die Zusammenarbeit der Beteiligten ab?
Die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hat es ermöglicht, modernste Technik harmonisch in das historische Gebäude einzubinden. Auf diese Weise kann der Spielbetrieb des "Gruenspan" während der Sanierung des Stammhauses an der Großen Freiheit weitgehend nahtlos fortgesetzt werden.
Wer war beim ersten Blick dabei?
Vor der offiziellen Übergabe verschafften am 19. Juni 2026 Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Jan Zunke (Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH), Frank Seitz (Geschäftsführer der Fleischgroßmarkt Hamburg GmbH) sowie Timur Börü (geschäftsführender Gesellschafter der Gruenspan GmbH) gemeinsam einen Eindruck von den neuen Räumlichkeiten.
Was ist der Hintergrund?
Der zeitweilige Ortswechsel des Gruenspans wurde erforderlich, weil das Stammhaus in der Großen Freiheit grundlegend saniert werden muss. Während der Bauarbeiten ruht der Spielbetrieb am angestammten Standort.
Geplant sind umfangreiche Arbeiten an der Fassade, ein barrierefreier Ausbau sowie brandschutztechnische Nachrüstungen des teilweise denkmalgeschützten Gebäudes. Zur dauerhaften Stabilisierung der Statik wird an der Südseite eine neue Fassade vorgesetzt, die als zusätzliches Tragwerk dient.
Auf dieser neuen Fassade wird auch das 500 Quadratmeter umfassende Wandgemälde von Werner Nöfer und Dieter Glasmacher aus dem Jahr 1968 wieder angebracht.
Parallel dazu erhalten Neben- und Technikbereiche mehr Raum: Ein Anbau erweitert den Backstage-Bereich des Clubs. Dank dieser Maßnahmen lässt sich die Kapazität am Hauptstandort auf 1.100 Personen ausbauen – ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Gruenspans langfristig zu sichern.
Finanziert wird das Vorhaben von der Stadt Hamburg mit 14,3 Millionen Euro aus Restmitteln des Sanierungsfonds der Bürgerschaft sowie Mitteln der Finanzbehörde. Zusammen mit Eigenmitteln der zur Finanzbehörde gehörenden Sprinkenhof summiert sich das Gesamtprojekt auf rund 18,9 Millionen Euro.