Mobile Luftfilter für Schulen in Hamburg

Die Hamburger Schulbehörde hat jetzt über 21.000 mobile Luftfiltergeräte im Wert von über 21 Millionen Euro bei verschiedenen Herstellern für die Unterrichtsräume der staatlichen Hamburger Schulen verbindlich bestellt. Trotz angespannter Marktlage versprechen Hersteller pünktliche Lieferung bis Ende der Herbstferien.

Klassenzimmer, © Manfred Jahreis / pixelio.de
Klassenzimmer, © Manfred Jahreis / pixelio.de

Schulbehörde bestellt über 21.000 mobile Luftfilter

Die mobilen Luftfiltergeräte haben ungefähr die Größe eines kleinen oder mittleren Kühlschrankes und funktionieren ähnlich wie ein Staubsauger, dessen Ansaugrohr auf dem Boden liegt: Mithilfe eines Ventilators wird die verbrauchte Luft des Klassenraumes angesaugt und über ein extrem feines Filtermedium gereinigt. Dabei werden selbst winzige Partikel wie beispielsweise mit Corona-Viren verunreinigte Aerosole aus der Luft herausgefiltert.

Um die Wirksamkeit und Sicherheit zu erhöhen, plant die Schulbehörde, in jedem Raum statt eines größeren Gerätes zwei kleinere Geräte gegenüber aufzustellen. Der Vorteil besteht darin, dass die eventuell verunreinigte Luft kürzere Wege bis zum Filter zurücklegen muss.

Ziel der Schulbehörde ist es, 10.000 Unterrichtsräume mit Luftfiltergeräten auszustatten und so die Sicherheit für die rund 8.600 Schulklassen an den allgemeinbildenden Schulen sowie die Schulklassen an den berufsbildenden Schulen zu erhöhen. Bereits jetzt haben einzelne allgemeinbildende Schulen rund 800 Klassenräume mit Luftreinigungsanlagen ausgestattet.

Die Auslieferung und Aufstellung der Geräte erfolgt zunächst an Grundschulen, danach an weiterführenden Schulen und zuletzt an berufsbildenden Schulen. Die Geräte ergänzen die anderen Sicherheitsmaßnahmen, sie ersetzen sie jedoch nicht. Auch weiterhin müssen alle Unterrichtsräume alle 20 Minuten ordentlich durchgelüftet werden.

Fünf-Stufen-Sicherheitskonzept für Hamburgs Schulen

Die mobilen Luftfiltergeräte sind Baustein eines umfassenden Fünf-Stufen-Sicherheitskonzeptes an den Hamburger Schulen. Die weiteren Bausteine sind die Impfangebote für alle Schulbeschäftigten und inzwischen auch Impfangebote für Schüler ab 12 Jahre. Zudem müssen sich alle Schüler zwei Mal pro Woche mit einem Antigen-Schnelltest auf Corona testen, unabhängig von ihrem Status als Genesene oder Geimpfte. In allen Schulgebäuden gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Und alle 20 Minuten werden die Unterrichtsräume ordentlich durchgelüftet.

Quelle: Pressestelle des Senats

Bildquelle: Klassenzimmer, © Manfred Jahreis / pixelio.de

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