Mit diesen 5 Tipps finden Sie die richtigen Bremsbeläge für Ihr Auto

Ein funktionierendes Bremssystem gehört zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen eines Fahrzeugs. Daher ist es nötig die Bremsanlage regelmäßig zu kontrollieren und auf die richtigen Bremsbeläge zu setzen. Durch ständige Innovationen bieten die Hersteller eine Vielzahl verschiedener Ersatzteile, was die Auswahl nicht immer leicht macht.

Auto, © Unsplash.com/Benjamin Brunner
Auto, © Unsplash.com/Benjamin Brunner

Ein Überblick über den Markt der Bremsbeläge

Der Bremsbelag ist maßgeblich an der Bremsleistung des Fahrzeugs beteiligt. Er ist am Bremssattel befestigt und setzt an der Bremsscheibe an. Durch den Kontakt zwischen Bremsscheibe und Reibmittel kommt es zur Bremswirkung. Um eine optimale Umwandlung der Bewegungsenergie zu erreichen, wird stets an neuen Materialien geforscht. Während früher noch Blei oder Asbest zum Einsatz kamen, werden heute eine Vielzahl von Materialien verwendet. Diese können in die folgenden vier Kategorien unterteilt werden:

  1. Semi-Metallic: Werkstoffe dieser Kategorie bestehen zu 30 - 65 % aus Metall und werden mit anderen Stoffen wie Graphit und Füllstoffen vermischt.
  2. Low-Metallic: Diese Stoffe haben einen Metallanteil von 10 bis 30 %. Außerdem kommen hier organische Stoffe wie Glas, Gummi oder Karbon zum Einsatz.
  3. Organic: Bei organischen Reibmitteln kommt kein Metall zum Einsatz. Sie bestehen zum Beispiel aus Gummi, Glas, Karbon und verschiedenen Füllstoffen.
  4. Ceramic: Beläge dieser Art bestehen nicht immer aus reiner Keramik, sondern werden zusammen mit anderen Füllstoffen zu einem Produkt verarbeitet. Hierbei sind die Grenzen fließend, weshalb auch Metallanteile eingesetzt werden können.

Die unterschiedlichen Materialien haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Während Beläge der Kategorie Semi-Metallic niedrige Kosten und eine lange Haltbarkeit versprechen, neigen sie zum Quietschen und beschleunigen die Abnutzung der Bremsscheibe. Ceramic-Beläge hingegen sind sehr leise, allerdings meist auch etwas teurer. Darüber hinaus ist die Wahl des passenden Bremsbelags auch von der Bremsscheibenart abhängig. Über die KBA-Nummer lässt sich schnell herausfinden, welche Beläge infrage kommen. Diese Nummer finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein.

Eine gute Übersicht bietet hier das Vergleichsportal Daparto, welche ein breites Sortiment an passenden Belägen anbietet. Mit über 150 gelisteten Händlern, detaillierten Produktbeschreibungen und garantierter, fristgerechter Lieferung ist Daparto die erste Anlaufstelle für KFZ-Ersatzteile. Die einfach zu bedienende Suchmaske listet in wenigen Klicks alle passenden Ersatzteile auf und führt anschließend einen Preisvergleich durch. Bremsbeläge im Onlineshop von Daparto sind leicht zu finden und einfach zu vergleichen. Gerade bei Verschleißteilen lohnt es sich die Ersatzteile selbst zu bestellen. So lässt sich bis zu 80 % des Ersatzteilpreises sparen.

Autobremse, © Unsplash.com/Benjamin Brunner
Autobremse, © Unsplash.com/Benjamin Brunner

Verschlissene Bremsbeläge erkennen und rechtzeitig wechseln

Damit die Fahrsicherheit des Autos sichergestellt ist, müssen die Bremsen funktionieren. Neben der regelmäßigen Inspektion gibt es auch einige Anzeichen, auf die geachtet werden sollte. Ein abgefahrener Bremsbelag kann das Bremsverhalten stark beeinflussen, weshalb unbedingt auf diese Punkte geachtet werden sollte:

  • Rütteln im Lenkrad oder Bremspedal
  • Quietschen oder Schleifgeräusch beim Bremsvorgang
  • Niedriger Stand der Bremsflüssigkeit
  • Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite oder stottert
  • Rost an den Bauteilen der Bremse, insbesondere bei Elektroautos
  • Warnleuchten und Hinweise des Bordcomputers
  • Alter und Kilometerstand des Fahrzeugs und der Bremsen

Sollte eines dieser Warnzeichen vorliegen, ist es höchste Zeit für neue Bremsbeläge. Insbesondere das Quietschen und Schleifen beim Bremsvorgang deutet auf Beläge an der Verschleißgrenze hin. Diese Geräusche treten oft auf, wenn das Reibmittel des Bremsbelags so weit verschlissen ist, dass ein verbauter Metallstift auf der Bremsscheibe kratzt. Sollte also ein unangenehmes Geräusch beim Bremsen auftreten, sollte schnellstmöglich gehandelt werden. Moderne Fahrzeuge verfügen manchmal auch über ein elektronisches Überwachungssystem, welches den Fahrer über Verschleißteile informiert.

Bremsbeläge zum richtigen Zeitpunkt wechseln

Bremsbeläge sind ein typisches Verschleißteil am Auto. Üblicherweise hält der Bremsbelag 100.000 bis 130.000 km Laufleistung aus. Das ist jedoch auch stark von der Fahrweise abhängig. Häufige, starke Bremsvorgänge können die Lebensdauer eines Bremsbelags stark verkürzen. Dies tritt zum Beispiel auf abschüssigen Straßen oder bei einer sportlichen Fahrweise auf. Auch das Fahren in der Stadt belastet die Bremsen durch das häufige anhalten mehr als das Fahren von Langstrecken auf der Autobahn. Diese Faktoren machen eine regelmäßige Kontrolle auch außerhalb der Inspektionen so wichtig.

Bremsbeläge selber wechseln

Sollte es Zeit für neue Bremsbeläge sein, muss es nicht immer auch zu einer Fahrt in die Werkstatt kommen. Beläge lassen sich als Verschleißteil schnell und einfach im Internet bestellen und selbst anbringen. Allerdings sollte eine gewisse Grundkenntnis über die Bauteile vorhanden sein, sowie etwas haushaltsübliches Werkzeug. Spezialwerkzeug ist hierbei nicht nötig. In jedem Fall sollte hier das Handbuch des Fahrzeugs herbeigezogen werden, denn der Aufbau des Bremssystems ist nicht immer gleich. Wichtig ist ein hochwertiges Ersatzteil sowie die korrekte Funktion, denn die Bremse ist das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines jeden Fahrzeugs. Im Zweifel sollten die Arbeiten von einer Werkstatt ausgeführt werden.

Fazit: Optimale Sicherheit mit den richtigen Bremsbelägen

Damit man sicher von A nach B gelangt, muss die Bremsanlage ohne Einschränkungen funktionieren. Die verschiedenen Materialien unterscheiden sich in Bremswirkung und Preis. Gepaart mit der großen Auswahl an Anbietern entsteht etwas Spielraum beim Kauf eines neuen Bremsbelags. Sollte es beim Bremsen zu Geräuschen kommen oder die Bremswirkung nachlassen, ist es höchste Zeit für neue Beläge. Das Einbauen kann mit etwas technischem Verständnis selbst übernommen werden. In jedem Fall lohnt es sich im Internet die Preise zu vergleichen und Verschleißteile selbst zu beschaffen.

Quellen: 

https://kfz-tech.de/Biblio/Hydraulische_Bremse/Bremsbelag.htm
https://www.atp-autoteile.de/blog/so-findest-du-die-richtigen-bremsen/
https://www.autobild.de/artikel/bremsscheiben-und-bremsbelaege-wechseln-8763801.html

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