Minitopia präsentiert Vortragsreihe zu fairem Handel

Eine Vortragsreihe von Minitopia beschäftigt sich mit Fragen rund um den globalen Handel: Woher kommen eigentlich Produkte, die wir täglich konsumieren und nicht hier hergestellt werden? Unter welchen Bedingungen arbeiten Erzeuger im globalen Süden? Und welche Auswirkungen hat unser Konsum in einer globalisierten Welt?

Fairtrade Banane, © pixabay.com/Isaac Fryxelius
Fairtrade Banane, © pixabay.com/Isaac Fryxelius

Minitopia möchte Plattform, Keimzelle und Spielplatz urbaner Selbstversorgung sein. In einer alten Brummi-Werkstatt mit Halle, Werkstätten und 1000 m2 verwilderter Außenfläche im Outback von Hamburg-Wilhelmsburg will die Gruppe gemeinsam ausprobieren, ob und wie wir uns in Zeiten der Globalisierung mit den Ressourcen vor Ort, unseren eigenen Händen und gegenseitiger Unterstützung in der Stadt überhaupt noch selbst versorgen könnten.

In der Vortragsreihe "Unsere Fair-Antwortung?! Chancen und Grenzen fairen Handels" sprechen Initiativen und Experten über Themen, die den globalen Handel betreffen.

Es geht unter anderem um wirklich faire Schokolade und Kaffee, aber auch Zitrusfrüchte, Fleisch und international funktionierende Solawi (Solidarische Landwirtschaften). An die Vorträge sind oft noch (coronakonforme) Verkostungen geknüpft oder auch ein BBQ mit Wildfleisch in unserem wunderbaren wilden Garten.

Die Termine findet ihr hier:

Samstag, 31. Juli 2021, 15.00 Uhr: Kaffee – nicht die Bohne wert?

Wie viele Tassen Kaffee trinken wir tagtäglich und was hat unser Durst nach Koffein mit dem globalen Süden zu tun? Wie beeinflussen wir Arbeitsbedingungen und warum reicht ein FairTrade-Siegel nicht aus. Wir nehmen die Bedingungen der Erzeuger genauer unter die Lupe und stellen Alternative zur streng hierarchisch organisierten Kaffeeindustrie vor – damit alle fair leben können. Ein Vortrag des Quijote-Kollektivs mit anschließender Kaffeezeremonie der Boon & Bohne Rösterei.

Samstag, 21. August 2021, 15.00 Uhr: Wild food – Genuss aus dem Wald statt Mastanlage

Fleisch morgens als Wurst, mittags als Hauptgericht und abends gibt es Fleischsalat aufs Brot. Wo wird das Futter für Tiere in deutschen Mastanlagen angebaut und wie zerstören wir damit Ökosysteme in Lebensgrundlagen im globalen Süden? Warum exportieren wir unser subventioniertes Fleisch auf den afrikanischen Kontinent, entsorgen jedoch den Großteil eines Hähnchens, wenn nur die zarte Brust verwendet wird? Wie kann man Konsum verändern und lokale Märkte stärken? Ein Aufruf zum bewussten Fleischkonsum von Fee Breuwers mit anschließendem Wildfleisch-Barbecue.

Freitag, 24. September 2021, 18.00 Uhr: Deutscher Bio-Tabak – mehr Mythos als Mysterium?

Vor 400 Jahren wurde Tabak erstmals in Deutschland angebaut – mittlerweile findet die Hauptproduktion im globalen Süden statt. Problematisch? Auf jeden Fall, neben unfairen Arbeitsbedingungen für Erwachsene gehen wir auf Kinderarbeit auf Tabakplantagen in Ländern wie Malawi ein und stellen uns die Frage, warum Tabak kaum noch in Deutschland angebaut wird. Wie könnte man den Tabakanbau regional und fair gestalten, ohne Erzeuger im globalen Süden ihre Lebensgrundlage zu nehmen? Ein Vortrag von Jörg Bähr mit anschließender Diskussion.

Samstag, 16. Oktober 2021, 15.00 Uhr: Süß, gesund, (un)fair? Orangenanbau im globalen Süden

Fairer Handel mit Südfrüchten und ökologischer Anbau – wie kann man das in Einklang bringen? Welche Möglichkeiten gibt es, Südfrüchte in Europa anzubauen und wo liegen dort Grenzen? Was bedeutet der Transport von Südfrüchten für unseren CO2-Haushalt und wie beeinflusst das unsere Gesundheit? Wie hoch ist der Energieverbrauch, der Südfrüchte künstlich nachreifen lässt? Ein Vortrag von Andrea Moraes Barros von Romereo über saisonalen, fairen Anbau von Orangen im globalen Süden mit anschließender Verkostung.

Quelle: Alternation e.V.

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