Mein(e) Plastik ist bio! – Bioplastik-Künstlerinnen aus Hamburg gewinnen Wettbewerb

Die Hamburger Schneiderin Mareike Alexander aus Wilhelmsburg und die 13-jährige Hamburger Schülerin Malena Julie Rehmet aus Ohlsdorf zählen zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Mein(e) Plastik ist bio!". Das Wissenschaftsjahr 2020|21, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hatte aufgerufen, kreativ mit selbst hergestelltem Bioplastik umzugehen

Hamburger Schneiderin Mareike Alexander, © Mareike Alexander, 2021
Hamburger Schneiderin Mareike Alexander, © Mareike Alexander, 2021

Insgesamt reichten die Teilnehmenden rund 50 Alltags- und Kunstgegenstände ein, die sie selbstständig aus Milch, Speisestärke, Essig und Glyzerin anfertigten.

Eine fünfköpfige Jury aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Design sowie das Online-Publikum bewerteten die kreativen Bioplastik-Arbeiten – von Ohrschmuck über Lampenschirme bis hin zu Geldbeuteln.

Die 13-jährige Hamburger Schülerin Malena Julie Rehmet reichte eine Zahnbürste aus Bioplastik ein, die sie mithilfe eines Abdrucks aus Knete anfertigte. Bei ihrer Recherche für den Wettbewerb stieß sie auf eine Pflanze, deren Zweige schon lange zur Zahnpflege genutzt werden.

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Wissenschaftsjahr (@wissenschaftsjahr)

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit dem Klick auf „Beitrag anzeigen“ akzeptieren Sie die Datenverarbeitung durch Instagram. Mehr Informationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung .

"Umweltschutz liegt mir am Herzen und Naturwissenschaften begeistern mich – dadurch bin ich auf "Mein(e) Plastik ist Bio‘ aufmerksam geworden“, erzählt die Schülerin. "Die Recherche und das Experimentieren haben richtig viel Spaß gemacht. Durch das Projekt habe ich einiges über die Vorteile natürlicher Materialien gelernt, zum Beispiel umweltschonende Herstellung und weniger Entsorgungsprobleme."

Die Hamburger Schneiderin Mareike Alexander setzte sich mit ihrem Kunstwerk "Kunst + Stoff" mit der nachhaltigen Nutzung und Fertigung von Kleidung auseinander.

"In der textilen Welt, voller Verstrickungen und Verflechtungen, beginnt ein nachhaltiges Handeln bereits bei der Wahl der Rohstoffe, der textilen Fertigung bis zur Nutzung von Kleidung. Wie in einem Marionettenspiel haben die Produzentinnen wie Konsumenten die Fäden selbst in der Hand", erklärt die Schneiderin ihr Kunstwerk, das sie aus verschiedenen, an dünnen Fäden hängenden Kleidungselementen aus veganem Bioplastik kreierte.

"Die Neugierde mit einem mir noch unbekannten Material zu experimentieren und aus diesem kunstvoll eine Idee zum Thema Nachhaltigkeit zu formen, war ausschlaggebend für die Teilnahme am Wettbewerb", erinnert sie sich.

Der Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie ins Leben gerufen. Ziel war es, die Wichtigkeit von nachhaltigen Materialien am Beispiel von Bioplastik ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die kritische Auseinandersetzung damit zu fördern.

Wissenschaftlich begleitet wurde die Aktion durch das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover (IfBB) und die RWTH Aachen (Lehrstuhl für Angewandte Mikrobiologie).

Alle Bioplastik-Einreichungen und Gewinner-Teams sind auf der Webseite wissenschaftsjahr.de/2020-21/meineplastik-ist-bio zu sehen.

Quelle: Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie

Weitere Empfehlungen