Medibus – vertrauenswürdige Anlaufstelle für Flüchtlinge

Die Stadt Hamburg setzt seit Mai 2022 auf den Medibus, um zu gewährleisten, dass Flüchtlinge in einem geschützten Raum ihre medizinische Erstversorgung bekommen.

Medibus, Pressefoto
Medibus, Pressefoto

Der Flüchtlingswelle begegnen

Die Flüchtlingsthematik ebbt nicht ab. Alleine seit dem Ukraine-Krieg haben über eine Million Menschen den Weg nach Deutschland gesucht, um in Sicherheit leben zu können.

Um die Ankunft zu erleichtern, setzt neben Köln und Berlin auch Hamburg auf den "Medibus": Hier bekommen Geflüchtete eine erste medizinische Grundversorgung und haben die Möglichkeit, erste Anliegen in ihrer Muttersprache zu besprechen.

Medibushelps.org ist eine privatwirtschaftliche Initiative des IT-Anbieters Cisco Systems mit Unterstützung von DB Regio AG, dem Wiener Unternehmen SAVD Videodolmetschen sowie lokalen Partner:innen.

Ein Arzt, viele Helfer

Patientin im Medibus, Pressefoto
Patientin im Medibus, Pressefoto

Aktuell erwartet der Medibus Geflüchtete aus der Ukraine und anderen Ländern direkt nach ihrer Ankunft in Hamburg. In dem knapp 13 Meter langen Linienbus befindet sich eine voll ausgestattete Arztpraxis, die wie eine stationäre Praxis mit der städtischen Verwaltung und medizinischen Versorgung vor Ort verzahnt ist.

Auch die Aufteilung entspricht den Räumlichkeiten einer Praxis für Allgemeinmedizin mit Sprechzimmer, Behandlungsraum, Wartebereich und Labor. Der Medibus ist digital vernetzt, so dass Fachärzte und qualifizierte Dolmetscher:innen in einer Videokonferenz zugeschaltet werden können.

Alle Dienste im Bus werden unentgeltlich geleistet.

Ein geschützter Raum

Die Videodolmetschungen im Bus sind eine Möglichkeit für Flüchtlinge, sich in der eigenen Sprache und in einem geschützten Umfeld auszudrücken.

Gregory Heckl, CEO von SAVD Videodolmetschen, Partner von Medibus, betont die gesellschaftliche Relevanz von qualifizierten Videodolmetscher:innen: "Sprachbarrieren schnell und einfach überwinden, das ist in der jetzigen Zeit wichtiger denn je. Unsere Vision ist es, mit unserer Plattform gerade denjenigen Dolmetschungen anzubieten, die den größten Bedarf haben."

Das Wiener Unternehmen SAVD Videodolmetschen beschäftigt mehrere hundert qualifizierte Dolmetscher:innen, die 63 Sprachen abdecken und sich unkompliziert per Video zuschalten können.

Das Projekt ist vorläufig bis zum 31. Januar 2023 geplant.

An welchen Stationen der Medibus wann Halt macht, findet ihr hier.

Quelle: medibushelps.org

Weitere Empfehlungen