Matt Black: AMERICAN GEOGRAPHY – Ausstellung in den Deichtorhallen

Der US-amerikanische Magnum-Fotograf Matt Black (*1970) hat in seinen Arbeiten immer wieder den Zusammenhang zwischen Migration, Armut, Landwirtschaft und der Umwelt in seiner Heimat Kalifornien und in Süd-Mexiko dokumentiert. Für sein Projekt AMERICAN GEOGRAPHY reiste er über 100.000 Meilen durch 46 US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Oregon, Louisiana, Tennessee und New York.

Commemoration of the Wounded Knee Massacre, Pine Ridge, South Dakota, USA, 2016 : © Matt Black/Magnum Photos
Commemoration of the Wounded Knee Massacre, Pine Ridge, South Dakota, USA, 2016 : © Matt Black/Magnum Photos
Wann? 25. September 2020 bis 3. Januar 2021
Wo? Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg
Geöffnet: Di-So 11.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: 12,- Euro, ermäßigt 7,- Euro

Auf diesem Road Trip besuchte Black Gemeinden, deren Armutsquote über 20 % liegt, und die wie auf einer Landkarte miteinander verbunden werden können. So gelang es Black, Armut als kollektives Element der Menschen in den USA darzustellen, deren Leben sich abseits des American Dream abspielt.

"Der wichtigste Schlüssel, um zu verstehen, was und warum ich dieses Projekt mache, ist meine eigne Herkunft", sagt Matt Black über das Projekt. "Meine Region und auch viele andere im ganzen Land werden nicht vom großen amerikanischen Mythos – also von der Grundidee Amerikas – repräsentiert."

78 Exponate dieser Reisen bilden den Fokus der von Ingo Taubhorn zusammen mit dem Fotografen kuratierten Ausstellung AMERICAN GEOGRAPHY, die als weltweite Premiere vom 25. September 2020 bis 3. Januar 2021 im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg präsentiert wird.

"Mit der Ausstellung AMERICAN GEOGRAPHY von Matt Black setzen wir im Haus der Photographie nach Lauren Greenfield und Paolo Pellegrin die Reihe engagierter Dokumentarfotograf*innen fort, welche stark auf gesellschaftspolitische und soziale Bedingungen des Lebens eingehen. Mit seinen großformatigen quadratischen Schwarz-Weiß-Bildern und überwältigenden Landschaftspanoramen zeigt uns Black ein Land fern der unbegrenzten Möglichkeiten und eine amerikanische Gesellschaft, die größtenteils von Armut, Chancenlosigkeit und politischer Resignation geprägt ist«, sagt Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie.

AMERICAN GEOGRAPHY konzentriert sich auf die am stärksten benachteiligten Orte und ihre Bewohner in den USA. Matt Black fotografierte dazu in den Wüsten im Südwesten über den Black Belt im Südosten bis hin zu den postindustriellen, ehemaligen Fabrikstädten im Mittleren Westen und Nordosten. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Wenn Fotografie dazu beitragen kann, um Fakten und Zahlen zu humanisieren, so zeigt die Karte das Ausmaß des Problems. Dieses Aufzeigen einzelner Notlagen wird damit zum Schlaglicht für ein landesweites Thema.

Matt Black wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem W. Eugene Smith Award (2015), dem Robert F. Kennedy Journalism Award (2016) und zuletzt 2018 für seine Arbeit in Puerto Rico. Weitere Auszeichnungen erhielt er vom Magnum Foundation Emergency Fund, dem Pulitzer Center on Crisis Reporting und dem Center for Cultural Innovation.

Die von Olympus unterstütze Ausstellung AMERICAN GEOGRAPHY wird im Anschluss nach Hamburg im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung in München und im ICP International Center of Photography in New York gezeigt.

Quelle: Deichtorhallen Hamburg

Ortsinformationen

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1-2
20095 Hamburg - Altstadt
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