Lückenschluss der Veloroute 4

Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer beginnt am 2. Mai 2022: Lückenschluss der Veloroute 4 zwischen Alsterufer und Neuer Jungfernstieg.

Veloroute 4 Alsterufer, © FHH Atlas
Veloroute 4 Alsterufer, © FHH Atlas

Der westliche Doppelknoten zwischen Binnen- und Außenalster unter der Bahnbrücke hindurch, der den Neuen Jungfernstieg mit dem Alsterufer verbindet, ist ein verkehrlich stark frequentierter Bereich mit nur unzureichend Platz und einer fehlenden Radwegeverbindung in Süd-Nord Richtung (siehe Grafik).

Diese beengte Situation führt zu häufigen Konflikten und gefährdet die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Bis zu 6.000 Radfahrer passieren aktuell täglich diesen Verkehrsknotenpunkt, der bis dato über teilweise keine oder eine nur sehr unzureichende Radwegeinfrastruktur verfügt.

Mit neuen Radfahrerquerungen wird der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) im Auftrag der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) auf dieser wichtigen Verbindungsachse nun kurzfristig und bedarfsgerecht für mehr Platz sowie Komfort für Radfahrende und Zu Fußgehende sorgen sowie Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmenden abmildern.

Ab dem 2. Mai 2022 wird der LSBG die Radverkehrsverbindungen zwischen den Straßen Alsterufer und Neuer Jungfernstieg in einer schnellen und bedarfsgerechten Lösung ausbauen und damit die Verkehrssicherheit für den Radverkehr sowie auch die der anderen Verkehrsteilnehmenden deutlich erhöhen. Zudem wird damit ein wichtiger Lückenschluss auf den Velorouten 3 und 4 hergestellt.

Bislang sind die Verhältnisse für die täglich hohen Radverkehrsmengen auf dieser Achse zu beengt, ungenügend und nicht eindeutig geregelt. Hierzu kommt es häufiger zu Konflikten mit Fußgängern. Deswegen werden nun deutlicher gekennzeichnete und durchgängige Furten über die komplexen Kreuzungsbereiche hinweg geschaffen.

Damit wird der Radverkehr, von der Binnenalster kommend Richtung Norden, nicht mehr durch den östlichen, sondern in Zukunft durch den westlichen der beiden Tunnel geführt. Auf diese Weise wird der sehr schmale Weg in der östlichen Tunnelröhre entlastet und steht in Zukunft vor allem den Fußgängern zur Verfügung.

Für Radfahrende, die aus dem Alsterufer kommen und Richtung Süden fahren, werden deutlich gekennzeichnete und vom Kfz getrennte Radwegeverbindungen geschaffen, die über die Kreuzungen führen. In Teilbereichen werden diese mit Klebebordsteininseln vom Kfz separiert, um die Sicherheit zu erhöhen.

Es wird zudem die Anbindung der Alsterfahrradachsen an den Dammtorbahnhof und die Universität verbessert, indem entlang des Straßenverlaufs Kennedybrücke – Alsterglacis die Übergänge über die wenig genutzten Straßen Alsterufer und Warburgstraße verändert und gestrafft werden. Hierdurch entfällt bei der Querung eine Ampelphase.

Die Bauarbeiten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern starten Anfang Mai und werden innerhalb von eineinhalb Monaten zügig abgeschlossen sein. Sie sind unterteilt in 10 kleinteilige Bauphasen, um den Verkehrsfluss möglichst gut zu gewährleisten. Die Maßnahmen sind mit den Arbeiten am Ferdinandstor (DB) abgestimmt und koordiniert.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: "Der westliche Doppelknoten zwischen Binnen- und Außenalster ist eine häufig genutzte Strecke sowohl von Radfahrenden, als auch von Fußgängerinnen und Fußgängern, um von der Binnenalster zum westlichen Ufer der Außenalster oder auch zur Universität zu gelangen. Unter der Eisenbahnbrücke ist jedoch kaum Platz vorhanden, was insbesondere die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Deshalb werden wir den Bereich, der zuletzt in den 1990er Jahren ausgebaut wurde, anpassen: Um dieses innerstädtische verkehrliche Nadelöhr für den Fuß- und Radverkehr zu beheben, werden wir einen eigenständigen Radweg unter dem westlichen Brückenbauwerk hindurch führen und damit die Gehwege entlasten, um den Komfort und die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern und eine wichtige Verbindung zwischen Binnen- und Außenalster schaffen."

Alle Fahrbeziehungen werden während der Baumaßnahme aufrechterhalten, außerhalb der Hauptverkehrszeiten kann es zu kurzfristigen Einschränkungen kommen

Quelle: Pressestelle des Senats

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