Maklervertrag: Darauf sollten Verbraucher achten

Wer eine Immobilie sucht und den Ort oder die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt, vertraut am besten auf einen Makler. Dasselbe gilt für unerfahrene Personen. Denn Immobilienmakler sind Profis für den Markt und wissen, welche Preise für welche Objekte tatsächlich angemessen sind. Dabei ist der Maklervertrag stets ein zentraler Aspekt des Maklerauftrags. Doch worauf müssen die potenziellen Käufer bei einem solchen Vertrag eigentlich achten?

Maklervertrag, © www.pixabay.com / geralt
Maklervertrag, © www.pixabay.com / geralt

Der Maklervertrag und die rechtliche Lage

Der Maklervertrag ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem Kunden und dem Immobilienprofi. Gemäß dem BGB verpflichtet sich der Auftraggeber in den meisten Fällen dazu, dem Makler eine Provision zu bezahlen. Diese ist nur bei erfolgreicher Vermittlung fällig und hängt in ihrer Höhe vom jeweiligen Vertrag ab.

Für den Makler hingegen bedeutet dieser Maklervertrag keinesfalls, dass er sofort agieren muss. Deshalb ist es ein einseitig verpflichtender Vertrag, der insbesondere den potenziellen Käufer in die Pflicht nimmt.

Eine gesetzlich festgelegte Form gibt es nicht, weshalb er sowohl mündlich als auch in Schriftform zustande kommen kann. Lediglich die Vermittlung einer Eigentumswohnung, eines Einfamilienhauses oder einer Mietwohnung setzen einen schriftlichen Vertrag voraus.

Welche Informationen gehören in den Maklervertrag?

Das Hauptziel des Maklervertrags ist die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie. Deshalb enthält der Vertrag vom Immobilienmakler, etwa aus Bremen, zentrale Informationen rund um die Vertragsparteien und die Immobilie selbst:

  • Die beteiligten Vertragspartner, da sich aus ihnen die Haftungsverhältnisse ergeben.
  • Eindeutige Angaben zum Objekt.
  • Die Vertragsart, die entweder ein einfacher Alleinauftrag, ein Alleinauftrag oder ein qualifizierter Alleinauftrag sein kann.
  • Der Leistungsumfang, der definiert, um welche Aspekte sich das Maklerbüro kümmert.
  • Die Pflichten beider Parteien während der Vertragslaufzeit.
  • Die Höhe der Provision sollte ebenfalls in Form einer eindeutigen Provisionsvereinbarung und ihrer Fälligkeit festgelegt sein.
  • Sämtliche Kündigungsfristen, Widerrufsrechte und Betriebspflichten.

Maklervertrag: Worauf sollte man achten?

Damit es keine Unklarheiten zwischen dem Immobilienmakler und dem Auftraggeber gibt, ist ein schriftlicher Maklervertrag empfehlenswert. Dabei gibt es einige Aspekte, die Verbraucher unbedingt beachten sollten.

  • Provisionsvereinbarung: In der Regel ist die Höhe der Provision frei verhandelbar. Idealerweise sollte die Maklerprovision im Vertrag stehen. Wird sie dort nicht aufgeführt, dann bedeutet das allerdings nicht, dass sie entfällt. In solchen Fällen handelt es sich um eine stillschweigende Vereinbarung, bei der ein fester prozentualer Anteil am Kaufpreis anfällt. Dieser beträgt im Normalfall fünf bis sieben Prozent des Kaufpreises.
  • Dauer der Beauftragung: Es ist fast immer sinnvoll, den Maklervertrag zu befristen. Das liegt daran, dass viele Makler bei befristeten Verträgen schneller aktiv werden. Wichtig ist, Klauseln im Maklervertrag zu beachten. Sie können zu einer automatischen Verlängerung führen.
  • Mögliche Bindungsfrist: Ebenfalls wichtig ist es, mögliche Bindungsfristen zu berücksichtigen. Sie kommen dadurch zustande, dass der Makler einen ernsthaften Kaufinteressenten vermittelt. Auch wenn der Vertragsabschluss zwischen Käufer und Verkäufer erst nach Auslaufen des Vertrags zustande kommt, kann ein Anspruch auf die Provision bestehen.
  • Aufwandsentschädigung: Die Suche durch den Makler führt nicht immer zum Erfolg. Deshalb können die Immobilienprofis eine Klausel zur Aufwandsentschädigung in den Vertrag einfügen. Eine pauschale Entschädigung festzulegen ist nicht zulässig. Allerdings kann auch eine Abrechnung nach Aufwand Probleme mit sich bringen. Schließlich wird eben dieser Betrag nur dann fällig, wenn der Makler seinen Auftrag nicht erfüllt hat. Idealerweise sollte der Vertrag keine solche Klausel enthalten.
  • Reservierungsgebühr: Soll der Verkäufer seine Immobilie für einen ernsthaften Kaufinteressenten reservieren, fällt oftmals eine Reservierungsgebühr an. Wie die Verrechnung solcher Gebühren erfolgt, ist idealerweise ebenfalls im Vertrag definiert.
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