Lohnfortzahlungsbetrug nachweisen – Wie eine Detektei hilft

Lohnfortzahlungsbetrug ist für viele Betriebe ein besonders großes Ärgernis. Teilweise gibt es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bewusst eine Krankheit vortäuschen oder eine Krankschreibung verlängern lassen, obwohl sie bereits vollständig regeneriert und genesen sind. 

Pixabay.com, © qimono CCO Public Domain
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Wer sich als Arbeitgeber mit einem Lohnfortzahlungsbetrug in der Belegschaft konfrontiert sieht, muss allerdings nicht tatenlos zusehen: Ein spezialisierter Detektiv in Hamburg kann dabei behilflich sein, wichtige Anhaltspunkte und Hinweise für einen Lohnfortzahlungsbetrug zu sammeln. Auf diese Weise besteht für Betriebe die Möglichkeit, sich gegen betrügerische Absichten der Belegschaft zur Wehr zu setzen. 

Bei einem Verdacht auf einen Lohnfortzahlungsbetrug kann eine spezialisierte Detektei betroffenen Arbeitgebern kompetent weiterhelfen. 

Aber auch die Unternehmen selbst haben die Möglichkeit, bereits erste Anhaltspunkte zu erkennen. Begründete Hinweise auf Betrug sind generell die erste Voraussetzung, um gezielte Maßnahmen zum Nachweis von Lohnfortzahlungsbetrug ergreifen zu können. Wenn sich ein Mitarbeiter beispielsweise bevorzugt an Brückentagen oder vor einem anstehenden Urlaub krankschreiben lässt, sind dies oftmals erste Hinweise. Besonders wenn dieses Vorgehen mehrmals durch einen Arbeitnehmer praktiziert wird, keimt ein begründeter Verdacht auf. 

Wie kann eine Detektei bei Lohnfortzahlungsbetrug helfen? 

Viele seriöse Detekteien gehören beispielsweise dem Bundesverband Deutscher Detektive an. Dies ist bereits ein sehr guter Hinweis, um eine kompetente Detektei zu erkennen, die bei einem möglichen Lohnfortzahlungsbetrug aktiv behilflich sein kann. Dabei bieten sich viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie Betriebe von der Unterstützung einer kompetenten Detektei profitieren können. 

Ohne einen konkreten Verdacht kann durch eine Detektei keine Überprüfung oder Observation durchgeführt werden. Diese Regelung geht aus einem Beschluss des Bundesgerichts aus dem Jahr 2015 hervor. Aus diesem Grund ist es für betroffene Unternehmen im Vorfeld besonders wichtig, Hinweise zu sammeln, durch welche sich ein konkreter Verdacht erhärten lässt. 

Arbeitgeber haben zum Beispiel die Möglichkeit, sich bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen zu lassen. Etliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind allerdings noch der Annahme, dass ein ärztliches Attest erst ab dem dritten Tag der Krankheit vorgelegt werden muss. 

Detekteien haben die Möglichkeit, einen Mitarbeiter bei einem konkreten Verdacht zu observieren. Hier können weitere Hinweise zusammengetragen werden, die auf einen Lohnfortzahlungsbetrug hinweisen. Konkret können dies Anhaltspunkte für ein Verhalten des Arbeitnehmers sein, das seiner Genesung definitiv im Weg stehen würde. Wer sich zum Beispiel wegen einer Fußverletzung krankschreiben lässt, gleichzeitig aber in seiner Freizeit an einem Fußballspiel teilnimmt, bietet durch sein Verhalten einen erheblichen Anlass für einen Verdacht auf bewussten Lohnfortzahlungsbetrug. 

Eine professionelle Detektei geht also weit über das berufliche Umfeld hinaus und nimmt vor allem das Privatleben beschuldigter Personen unter die Lupe. Mit den damit generierten Beweisen lässt sich anschließend ein Lohnfortzahlungsbetrug rechtssicher nachweisen.

Pixabay.com © 12019 / 10259 Bilder CCO Public Domain
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Ein bewusster Lohnfortzahlungsbetrug ist bei weitem nicht als Kavaliersdelikt anzusehen und bringt strafrechtliche Konsequenzen mit sich. Die betroffenen Unternehmen erleiden durch Lohnfortzahlungsbetrug jährlich einen Millionenschaden 

Wenn ein konkreter Verdacht auf Lohnfortzahlungsbetrug besteht, haben Arbeitgeber sogar das Recht, den Arbeitnehmer in einer beweiswichtigen Situation zu fotografieren. Zwar besteht hierbei ein Eingriff in die persönlichen Bildrechte, dennoch hat der Arbeitgeber dazu die Möglichkeit, da ein berechtigtes Interesse an der Verfolgung einer strafbaren Handlung besteht. 

Mögliche Gründe für einen Lohnfortzahlungsbetrug 

Die Gründe für einen strafbaren Lohnfortzahlungsbetrug sind vielseitig. Dennoch gibt es einige Verhaltensweisen, die häufig als Auslöser für einen Lohnfortzahlungsbetrug gelten. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen bewusst ihre Freizeit verlängern. Dies kann beispielsweise auch der Fall sein, wenn ein Urlaubsantrag aus betrieblichen Gründen abgelehnt worden ist. In diesem Fall wird die Ablehnung durch den Angestellten nicht akzeptiert und somit zur Brechstange gegriffen. 

Ein weiterer Grund, welcher in der Vergangenheit schon häufig zum Vorschein gekommen ist, ist die Ausführung von Schwarzarbeit. Eine vorgeschobene Krankheit bietet einem gesunden Arbeitnehmer ein zusätzliches Zeitfenster, um nicht korrekt angemeldete Tätigkeiten auszuführen. Dies ist besonders häufig bei einer handwerklichen Tätigkeit der Fall: Eine Renovierung bei einem Bekannten oder die Badsanierung beim Nachbarn werden oftmals auf Kosten des eigenen Arbeitgebers durchgeführt. Durch den Ertrag aus der Schwarzarbeit sowie die unrechtmäßige Lohnfortzahlung kassieren die betroffenen Personen quasi doppelt ab. Für Arbeitgeber stellt dies eine besonders knifflige Situation dar. Gesetzlich gesehen haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nämlich das Recht auf Lohnfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen. 

An dieser Stelle konnte in der Vergangenheit bereits ein weiteres Phänomen beobachtet werden. Besonders dreiste Angestellte haben eine Lohnfortzahlung oftmals bis zum letzten Tag ausgereizt. Erst nach Ablauf der sechs Wochen tritt die Krankenkasse ein und übernimmt weitere Zahlungen. Um dies zu verhindern, wird die Arbeit meistens für kurze Zeit wieder aufgenommen, um später eine erneute Krankmeldung einzureichen. Auf diese Art und Weise können betrügerische Arbeitnehmer verhindern, dass konkrete Nachfragen sowie Ermittlungen durch die gesetzliche oder private Krankenkasse angestellt werden. 

Wenn dieser Vorgang des Öfteren wiederholt wird, gibt es kaum einen konkreten Hinweis für Lohnfortzahlungsbetrug. In diesen Situationen ist es definitiv ratsam, eine kompetente Detektei einzuschalten, um diese strafbaren Handlungen aufzudecken und anschließend zu einer Anzeige zu bringen. Der unberechtigte Ausfall eines Arbeitnehmers hat neben der Leistung von Lohnfortzahlung nämlich noch weitere Folgen. Dem Betrieb geht z.B. eine Arbeitskraft für die Zeit der Krankheit verloren, wodurch eventuell fest zugesagte Aufträge nicht in der vorgegebenen Zeit abgearbeitet werden können. Lohnfortzahlungsbetrug gehört somit zu den ärgerlichsten Hürden, mit denen sich etliche Betriebe konfrontiert sehen. 

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