Neues Zuhause für die Naturkunde: Leibniz-Forschungsmuseum in der HafenCity

Das neue Gebäude des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) wird auf dem Baufeld 51 in der HafenCity entstehen. Das Leuchtturmprojekt für die Wissenschaft und Museumswelt wird neben innovativen Ausstellungen auch Flächen für Forschungsinfrastruktur wie Labore sowie ausreichend Raum zur Unterbringung der wertvollen wissenschaftlichen Sammlungen umfassen.

Biologie-Labor, © Pexels / Chokniti Khongchum
Biologie-Labor, © Pexels / Chokniti Khongchum

Der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch beschleunigt. Um Lebensräume besser schützen und geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen zu können, müssen wir das Zusammenspiel von Arten und die Rolle des Menschen beim Verlust von Biodiversität besser verstehen.

Das geschieht zukünftig im neuen Leibniz-Forschungsmuseum für Naturkunde in der HafenCity: Das neue Gebäude wird kein klassisches Museum und auch kein reines Forschungsinstitut sein. Im LIB wird künftig – wie in den anderen großen Leibniz-Forschungsmuseen der Naturkunde Berlin, Frankfurt und Bonn – der Dreiklang widergespiegelt, für den die Leibniz-Forschungsmuseen stehen.

Hier kommen exzellente Forschung, innovative Ausstellungen, Labore und Flächen für die Unterbringung der wissenschaftlichen Sammlungen unter einem Dach zusammen. Dadurch ergeben sich sehr spezifische Anforderungen an das Gebäude und damit auch den Standort des Forschungsmuseums. Die Lenkungsgruppe sprach sich nun für einen Neubau auf dem Baufeld 51 aus.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin freut sich über den Neubau: "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir nach langer, intensiver Suche ein neues, prominentes Zuhause für die Naturkunde in Hamburg gefunden haben. Das ist ein großer Erfolg für unseren Wissenschaftsstandort und für die Stärkung der Biodiversitätsforschung in Hamburg."

"Im neuen LIB werden drei wichtige Elemente unter einem Dach verknüpft: Die exzellente Forschung, eine umfassende Sammlung und spannende Ausstellungen. So können wir wichtige Forschungsbereiche für die Museumsbesucher:innen greifbar machen und mit aktuellen Themen verknüpfen, beispielsweise dem Klimawandel oder der Infektionsforschung. Forschung und Wissensvermittlung kommen hier zukunftsweisend zusammen", so Fegebank weiter.

Für Prof. Dr. Martina Brockmeier, Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft ist der neue Standort gut geeignet: "Auf dem nun gewählten Bauplatz bietet sich die Möglichkeit, ein Forschungsmuseum komplett neu zu errichten, das so den Bedürfnissen an moderne Vermittlungsmethoden, eine wertvolle Museumssammlung sowie exzellente Forschung in einem Gebäude gerecht wird."

"Der gewählte Standort in der Nähe zur Hafencity-Universität, aber auch zur Elbphilharmonie, bietet eine gute Anbindung an die örtliche Wissenschaft wie auch eine sehr gute Erreichbarkeit für Besucherinnen und Besucher", sagt Brockmeier.

Gemeinsam mit anderen Behörden und städtischen Akteuren hat die BWFGB zahlreiche Grundstücke und Gebäude im Hamburger Stadtgebiet geprüft, darunter auch potentiell geeignete Standorte in der Hamburger Kerninnenstadt.

Nach dieser Standortpotentialanalyse hat sich die städtische Lenkungsgruppe für das Baufeld 51 in der HafenCity ausgesprochen, da dieser Standort die Bewertungskriterien mit Abstand am besten erfüllt: Der Standort in der HafenCity zeichnet sich durch eine zentrale Lage und bemerkenswerte Strahlkraft aus.

Das neue LIB entsteht im Elbtorquartier zwischen der Überseeallee, der Shanghaiallee und der Hongkongstraße – es liegt damit nahe zur HafenCity Universität (HCU) und zum Internationalen Maritimen Museum Hamburg (IMMH).

Dieser repräsentative Standort mit der Wegführung wasserseitig entlang der Elbtorpromenade lässt ein hohes Besucher:innenaufkommen erwarten. Damit kann das neue LIB auch zur Vernetzung von Innenstadt und HafenCity dienen. Das Baufeld 51 verspricht eine sehr gute städtebauliche Einbindung in die Wissenschafts- und Museumslandschaft.

Quelle: Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke/Museum der Natur Hamburg

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