Läuse in der Schule oder Kita: Das ist jetzt zu beachten

Wer schon einmal Läuse auf dem Kopf hatte, weiß, wie unangenehm der Lausbefall ist. Vor allem an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, haben die Parasiten leichtes Spiel. Was kann man tun, wenn Läuse in der Schule, Kita oder einer anderen Gemeinschaftseinrichtung gemeldet werden? Gibt es vielleicht sogar Maßnahmen, um Kopfläusen vorzubeugen?

Kinder im Kindergarten, © tolmacho / pixabay.com
Kinder im Kindergarten, © tolmacho / pixabay.com

Was tun bei Lausbefall?

Jemand aus dem näheren Umfeld, wie zum Beispiel der Schule, berichtet davon, Läuse zu haben? Da sich die Insekten schnell verbreiten, ist es wichtig ebenso rasch zu handeln. Natürlich gilt für Betroffene zunächst eines: Die Kopfläuse behandeln und lästige Beschwerden lindern.

Doch welche Schritte sind neben der Entfernung der Parasiten die richtigen? Was sollten mögliche Kontaktperson tun, wenn sie vom Lausbefall erfahren? Können sie der Übertragung von Kopfläusen vielleicht sogar vorbeugen?

Gemeinsam gegen Läuse in Schule und der Kita

Ist das eigene Kind von Kopfläusen betroffen, sind Eltern dazu verpflichtet, dies der betreuenden Gemeinschaftseinrichtung auf schnellstem Weg mitzuteilen. Nur so können alle gemeinsam der Verbreitung entgegenwirken. Auch von Seiten der Einrichtung, wie Schule oder Kita, sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden – damit die Läuse keine Chance haben, zur Plage zu werden.

Was ist nun konkret bei Lausbefall zu tun? Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, wie Eltern, Kita oder Schule sowie das Gesundheitsamt zusammen gegen Läuse vorgehen.

Verbreitung von Kopfläusen durch Informationspflicht vorbeugen

Wie oben bereits erwähnt, sind Eltern oder andere Bezugspersonen laut Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, die Entdeckung der Parasiten zu melden.1 Hier ist die Leitung der jeweiligen Gemeinschaftseinrichtung der richtige Ansprechpartner.

Läuse können sich am besten bei engem Kontakt zu anderen Personen verbreiten. Da dies in Schule oder Kita der Fall ist – zum Beispiel beim engen Spielen der Kinder – sind verschiedene Maßnahmen sinnvoll: Zunächst gilt es, alle Betroffenen beziehungsweise deren Bezugspersonen über den Lausbefall im Umfeld zu informieren.

Zusätzlich gibt es Handlungsempfehlungen, was zu tun ist, wenn Läuse auftauchen. Dazu zählt, dass alle betroffenen Kinder eine geeignete Erstbehandlung bekommen und erst dann wieder in die Einrichtung zurückkehren, wenn die weitere Übertragung ausgeschlossen werden kann.2

Zusammenspiel von Bezugspersonen, Einrichtungen und Gesundheitsämtern

Wenn man Kopfläusen vorbeugen und die Verbreitung von Läusen in der Schule oder Kita schnell eindämmen möchte, so ist es erforderlich, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. "Miteinander" statt "Gegeneinander" lautet hier die Devise.

Lausbefall ist für alle unangenehm und die Symptome sind lästig. Doch um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern, darf keine falsche Scham das Handeln überschatten. Denn die Bekämpfung von Läusen in der Schule, Kita oder anderen Einrichtungen ist Gemeinschaftsaufgabe.

So sind nicht nur Eltern oder Bezugspersonen verpflichtet, den Läusefund an die Einrichtung zu melden. Auch die Schule oder Kita, die das betroffene Kind betreut, muss das Vorliegen der Läuse dem zuständigen Gesundheitsamt weitergeben. Daraufhin bekommen alle, die unter dem Lausbefall leiden, weitere Informationen, was zu tun ist.

Die Einrichtungsleitung bestimmt dann in Absprache mit dem Amt oder auch mit dem Robert Koch-Institut, welche Nachweise über eine erfolgte Behandlung für die Rückkehr in die Gemeinschaftseinrichtung erforderlich sind.

Läuse in der Schule: Übertragungen vermeiden

Es ist für Eltern, Kinder und Personal zunächst gut zu wissen, dass kein Zusammenhang zwischen Befall und Ausbreitung der lästigen Insekten mit körperlicher Hygiene besteht. Dies stellt einen wichtigen Hinweis dar, denn sonst könnten Betroffene falsche Scham verspüren und die Information über Läuse der Schule oder Kita gegenüber verschweigen. Die oberste Priorität beim Vorbeugen von Kopfläusen lautet also: darüber sprechen! Anschließend ist in Absprache mit dem Kinderarzt oder dem Gesundheitsamt eine geeignete Erstbehandlung einzuleiten.

Werden die Läuse hingegen außerhalb von zu Hause, also in der Kita oder ähnlichen Einrichtungen entdeckt, so sollten enge Kontakte so lange weitestgehend vermieden werden, bis Eltern oder Betreuungspersonen das betroffene Kind nach Hause geholt haben. Außerdem kann es helfen, die Haare des eigenen Kindes zusammenzubinden oder mit einer Mütze zu bedecken.

Gegenstände oder Kleidungsstücke, die mit dem befallenen Kopfhaar in Kontakt waren, erfahren zudem eine entsprechende Reinigung. Bei Dingen, die mit Kopf und Haaren Kontakt hatten – Haargummis, Haarbürsten, Kopfbedeckungen oder Schals – sollten Kinder es vermeiden, sie untereinander zu tauschen. Zudem gilt: Beobachten, ob das Kind sich auffällig oft am Kopf kratzt und bei Verdacht auf einen Lausbefall die Haare untersuchen.

Treten Läuse in der Kita oder Schule auf, so heißt es für Eltern: Ruhe bewahren und in Absprache mit anderen Betroffenen aus der Gruppe gut durchdacht vorgehen. Nur so können alle den lästigen Kopfläusen den Kampf ansagen, sie schnell und sicher loswerden und der weiteren Verbreitung vorbeugen.

1 "Kopfläuse". gesundheitsinformation.de, www.gesundheitsinformation.de/kopflaeuse.html. Zugegriffen 13. September 2022.

2 „Aufgaben und Pflichten von Eltern, Einrichtung und Gesundheitsamt (IfSG)“. Kindergesundheit-info.de, www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/kopflaeuse/begleitmassnahmen/kopflaeuse-im-ifsg/. Zugegriffen 13. September 2022.

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