Konzertstream "concerti & capricen" aus der Elbphilharmonie

Der Konzertfilm aus dem Kleinen Saal der Elbphiharmonie von Lilli Thalgott mit Ilya Gringolts, Riccardo Minasi und dem Ensemble Resonanz zeigt Schlüsselwerke barocker Orchestermusik und virtuose Geigen-Soli.

Ensemble Resonanz im Kleinen Saal der Elbphilharmonie, © Jann Wilken
Ensemble Resonanz im Kleinen Saal der Elbphilharmonie, © Jann Wilken
Wann? Video verfügbar ab Freitag, 26. Februar 2021, 19.30 Uhr
Wo? auf resonanz.digital, in der Elbphilharmonie-Mediathek und auf Facebook
Preis: kostenlos – Spenden sind willkommen

Die Concerti Grossi von Arcangelo Corelli machten diese Gattung zu einem Jahrhundert-Trend. Er komponierte gleich zwölf dieser Werke, in denen sich eine Solistengruppe und ein Orchester gegenüberstehen, das Ensemble Resonanz präsentiert vier davon im Konzertfilm "concerti & capricen".

Ein Einzelner hält mit Kapriziösem dagegen: Der russische Geiger Ilya Gringolts zelebriert virtuose Solostücke von Niccolò Paganini, Giuseppe Tartini und Pietro Locatelli bis hin zu Salvatore Sciarrino. Am Pult steht Riccardo Minasi, seit 2018 Artist in Residence des Ensemble. 

Mit einem Kamerateam rund um die Filmkünstlerin Lilli Thalgott wurde dieses dritte Programm der Ensemble-Konzertreihe "resonanzen" am 25. und 26. Januar 2021 im Kleinen Saal der Elbphilharmonie aufgezeichnet und als Konzertfilm umgesetzt, der nun am 26. Februar 2021 seine Premiere feiert

Tobias Rempe, Mitbegründer des Ensemble Resonanz:

"Wir haben vor, die Planung in unseren Konzertreihen in Hamburg so lange in digitalen Produktionen zu verwirklichen bis Livekonzerte wieder möglich sind. Wir experimentieren mit digitalen Formaten, die eine Eigenständigkeit suchen und etwas anderes sein können, als nur Ersatz oder Abbild des Live-Erlebnisses. So hat das Ensemble etwa bereits im Januar das urban string – Programm 'wenn die nacht am tiefsten' als Nachtspaziergang herausgebracht und auch für die resonanzen-Konzerte suchen die Musiker jeweils eigene Formen, die sich aus dem musikalischen Material und nicht notwendigerweise aus einem Bühnenablauf ergeben." 

Lilli Thalgott, Filmkünstlerin: 

"Die Anfrage, das Ensemble Resonanz im kleinen Saal der Elbphilharmonie aufzuzeichnen, hinterließ Vorfreude auf die Schönheit der Musik, der Architektur und der Begegnung. (...) Die Werke von Corelli, nach meinem ersten Empfinden durchaus tanzbare Popmusik aus dem 17. Jahrhundert, gegen die teilweise sperrigen Violinen-Soli zu setzen, gefiel mir sehr gut. Das ganze Konzert jedoch in einem einstündiges 'Musikvideo' zusammen zu fassen, ist eine Herausforderung. Mir war sofort klar, dass wir die Nähe zu den Musikern nutzen müssen, die erst dadurch entsteht, dass kein Publikum im Raum ist. Und dass wir den Solisten räumlich isolieren können, er sich langsam, durch den ganzen Saal hindurch, an das Orchester annähert: Er ist ihr einziger Zuhörer und das Orchester hört ihm zu. Auch im Concerto Grosso das 'Tutti' gegen die Solistengruppe zu setzen, dies räumlich und visuell zu erfassen und filmisch umzusetzen, ist eine spannende Aufgabe. Klar war: Es wird kein klassischer Konzertmitschnitt!"

Quelle: Ensemble Resonanz

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