Ist Onlineshopping wirklich besser als shoppen im Laden?

Online-Shopping gewinnt immer weiter an Bedeutung: Laut einer Bitkom-Umfrage bevorzugt jeder Dritte heutzutage Online-Einkäufe. Doch die neuen Entwicklungen werfen auch Fragen auf. Kann das Online-Shopping den Einkauf im Geschäft wirklich ersetzen?

Online-Shopping, © Pixabay.com, 4000414_1920
Online-Shopping, © Pixabay.com, 4000414_1920

Günstig und einfach: Die Vorteile von Online-Shopping

Online-Shopping ist in allen Bereichen des alltäglichen Lebens möglich. Mittlerweile können Kunden nicht nur Elektronik und Kleidung im Internet erwerben, sondern sogar Medikamente und Lebensmittel. Die Vorteile dessen beginnen schon beim Geld: das Online-Shopping ist oft günstiger und der Preisvergleich sehr einfach. Für viele Produkte gibt es eigene Vergleichsplattformen.

Ein großer Faktor ist auch die Bequemlichkeit. Shoppen lässt sich von überall, ob auf dem Sofa oder im Zug. Dabei muss man nirgendwo hingehen, die Produkte werden schließlich direkt nach Hause geschickt. Auch eine Bindung an Öffnungszeiten gibt es nicht: die Onlineshops haben auch mitten in der Nacht, sonntags oder an Weihnachten geöffnet.

Zuletzt gilt in Geschäften oft: nur Defektes wird auch zurückgenommen. Alles andere unterliegt der Kulanz, weil auf mangelfreie Ware kein Gewährleistungsrecht besteht. Der Online-Einkauf hingegen punktet mit einem vierzehntägigen Widerrufsrecht. Einen Grund muss der Kunde dabei nicht angeben. Viele Menschen lassen sich deshalb Kleidung in gleich mehreren Größen schicken und reklamieren die Artikel, die nicht passen.

Direkt und zuverlässig: Warum Menschen Geschäfte besuchen

Dennoch haben Geschäfte einen riesigen Vorteil: Ware kann ausprobiert werden. Gerade bei Kleidung ist es wichtig, sie einmal anzuprobieren. Wie fühlen sich die Schuhe beim Laufen an, ist der Stoff des neuen Mantels angenehm und drückt die Hose auch nicht am Bauch? Online müssen sich Kunden auf Fotos verlassen, wo die Farbe oder Struktur des Produktes verfälscht sein kann.

Auch der Kundenservice ist wichtig: Profis können die Käufer beraten und andere Produkte empfehlen, die ihm gefallen könnten. Weiterhin gehen viele Menschen gern mit Freunden oder der Familie einkaufen, um von einem gemeinsamen Erlebnis profitieren zu können. Und zuletzt: Der Einkauf kann direkt mitgenommen werden, anstatt auf den Versand zu warten.

Angebliche Nachteile des Online-Shoppings

Die Vorteile sind nun geklärt – doch was ist mit den Nachteilen? Oft wird dem Online-Shopping zugesprochen, zu viel Verpackungsmüll zu produzieren. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass bereits viele Shops umweltfreundliche Verpackungen nutzen. So achten sie zum Beispiel auf möglichst wenig Material und verwenden Stoffe, die leicht zu recyceln sind.

Auch bei den Emissionen ist das Online-Shopping nicht umweltschädlicher als der Einkauf im Laden. Viele Paketdienste fahren ohnehin jeden Tag die gleichen Routen und steigen zurzeit auf Elektrofahrzeuge um. Mehrfachzustellungen können heute vermieden werden, indem ein Lieferungstermin vereinbart wird und der Kunde genau weiß, wann er zuhause sein muss.

Wie wird online richtig eingekauft?

Online-Shopper sollten vor dem Einkauf die Rezensionen anderer Käufer lesen. So können sie ihre Entscheidung besser treffen. Andere Kunden können zum Beispiel rückmelden, ob der Schuh größer ausfällt als angegeben oder die Produktfarbe auf dem Foto anders wirkt. Dann werden Reklamationen vermieden.

Außerdem wird empfohlen, nicht bei verschiedenen Händlern einzelne Artikel einzukaufen, sondern lieber eine umfangreiche Bestellung an einen Shop zu senden. Sinnvoll ist auch, Familie und Freunde in die Lieferung zu integrieren. So werden nicht nur Emissionen und Verpackungen gespart, sondern auch Versandkosten.

Fazit: Online oder ins Geschäft?

Sowohl der Einkauf im Geschäft als auch das Online-Shopping haben Vorteile. Online sind die Kunden nicht an Ort oder Zeit gebunden und können Preise einfacher vergleichen. Im Geschäft hingegen lassen sich Produkte einfach ausprobieren und der Kunde kann sich beraten lassen. Reflektierte Einkäufe mit guter Ökobilanz entstehen durch die richtige Balance beider Methoden.

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