Interview: Situation an den Märkten – Börsenhandel im Corona-Jahr 2020

Zum allgegenwärtigen Thema Börsenhandel, einem der Topthemen in diesem Corona-Jahr 2020, haben wir uns mit Manuel Heyden, dem Gründer und CEO des Neobrokers nextmarkets unterhalten. Er erklärt den Begriff Neobroker, beurteilt die gegenwärtige Situation an den Märkten und gibt spannende weitere Einblicke zum Thema Strategie und Börsenhandel.

Manuel Heyden, Gründer und CEO von nextmarkets, Pressefoto
Manuel Heyden, Gründer und CEO von nextmarkets, Pressefoto

Herr Heyden, Sie sind Gründer und CEO des Neobrokers nextmarkets. Erklären Sie uns das Business Modell und den Begriff Neobroker bitte etwas genauer.

Das Business Modell von nextmarkets besteht darin, möglichst vielen Menschen – Anfängern und Profis – den Zugang zum Wertpapierhandel zu ermöglichen. Daher bieten wir als ein führender Neobroker die ideale Plattform für alle Depotgrößen. Durch Fractional Trading können sogar Teile von Aktien gehandelt werden, sodass Anleger bereits mit kleinen Summen von deren Wertentwicklung profitieren. Weiterhin ist es ein wichtiges Element unseres Geschäftsmodells, den Trader mit Wissen und Analysen zu unterstützen. Dazu stehen unseren Nutzern unter anderem unsere kostenfreien Coaches zur Seite.
Vor vielen Jahren haben wir beim Aktienkauf noch bis zu 50 Euro pro Order beziehungsweise pro Transaktion gezahlt. Anfang der 2000er kamen dann Broker, die die sogenannte Flat Fee eingeführt haben. Dann waren es in der Regel noch circa 5,90 Euro. Jetzt kommen wir aber in ein ganz neues Zeitalter. Denn jetzt können Nutzer null Euro pro Transaktion zahlen. Was viele Leute nicht wissen ist, dass Broker eine Rückvergütung von dem Marktplatz erhalten, auf dem die Transaktion ausgeführt wurde. Man versucht also durch einen hohen Grad an Technologie auf eine Order-Gebühr seitens der Kunden zu verzichten. Hier spricht man dann von einem Neobroker. Diese Bewegung kommt aus den USA und ist mittlerweile auch hierzulande übergeschwappt. 

Was unterscheidet Ihr Business von anderen Anbietern auf dem Markt?

Ohne richtiges Verständnis der Märkte und des Risikomanagements sollte kein Anleger an der Börse handeln Daher setzen wir bei nextmarkets auf die Verknüpfung von Börsenhandel und Börsenwissen. Allen Kunden bieten wir ein kostenloses Coaching-Modell, das ihnen die nötigen Markt-Insights und Hintergrundinformationen für kluge Investments gibt. Gleichzeitig ist uns daran gelegen das größtmögliche Portfolio für die Geldanlage anzubieten. Mit 7.000 Aktien und 1.000 ETFs bieten wir hier meiner Meinung nach unseren Kunden ein enormes Plus gegenüber der Konkurrenz. Unser Anspruch ist es für Privatanleger ein lebenslanger, kostenfreier und kompetenter Begleiter am Markt sein. Daher erheben wir grundsätzlich keine Depot- oder Transaktionsgebühren.

Der Börsenhandel unterliegt gewissermaßen einem Demokratisierungstrend. Immer mehr Menschen legen ihr Geld in Wertpapieren oder ETFs an. Börsenkenner sprechen aktuell auch in Konsequenz des Runs auf die Märkte von einer Verzerrung der Börsenwerte oder einer Blase. Wie stehen Sie dazu und wie lautet Ihre Einschätzung der Situation? 

Es ist richtig, dass Anleger ihr Geld zunehmend selbst aktiv verwalten und in Aktien oder ETFs anlegen, anstatt es über Banken in langfristigen Fonds zu parken, bei denen sie keinen Einfluss auf die Wertentwicklung haben. In gewisser Weise sehen wir eine Emanzipierung beim Thema Finanzen. Mit nextmarkets wollen wir diese aktiv vorantreiben. Es ist unserer Meinung nach nicht nur wichtig, ein Verständnis für die Märkte zu entwickeln, sondern auch größtmögliche Transparenz und Kontrolle über sein Geld zu haben. Aktuell sind sicherlich einige Aktien überbewertet, doch auch hier kann es sich mit dem richtigen Risikomanagement bezahlt machen zu handeln. Entscheidend ist es für einen selbst die richtige Strategie zu finden. Unsere Coaches unterstüzen die Anleger dabei. Ob wir aktuell eine Blase an den Märkten haben, wissen wir erst, wenn sie platzt. Ob und wann es dazu kommt, ist Spekulation. Zu wissen wie man ein Portfolio anlegt und im Ernstfall reagiert und sein Geld sichert, ist entscheidend. 

Welches Potenzial hat der Handel an der Börse Ihrer Auffassung nach innerhalb der Bevölkerung in Deutschland?

An der Börse zu investieren bedeutet für viele Menschen Risiko und Wagnis. Leider hat diese Einstellung herzlich wenig mit der Realität, sondern vielmehr mit fehlender Bildung zu tun. Daher liegt der Schlüssel des Erfolgs beim Börsenhandel in der Bevölkerung. Wenn es gelingt, Anlegern mehr Wissen an die Hand zu geben, kann die für Deutschland typische Skepsis gegenüber der Thematik Börsen und Aktien abgebaut werden. Schon jetzt interessieren sich immer mehr Bundesbürger für den Handel mit Wertpapieren. Allerdings könnten noch deutlich mehr Anleger profitabler agieren, wenn sie richtig gecoacht werden. Wenn sich das Thema Coaching und Weiterbildung zukünftig weiter durchsetzt, gibt es in Deutschland meiner Auffassung nach ein großes Potenzial für das Investieren an Kapitalmärkten in der Bevölkerung.

Wir danken Ihnen für das Gespräch!

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