Hamburgs Störche starten gut in die Brutsaison 2020

Hamburgs Störche sorgen derzeit wieder für Nachwuchs. Am 5. Februar kam der erste Weißstorch zurück aus seinem Winterquartier und bezog sein Nest am Ochsenwerder Norderdeich. Die letzten Tiere trafen erst Anfang Mai in Hamburg ein und begannen gleich mit dem Brutgeschäft

Storch, © NABU / R. Priemer
Storch, © NABU / R. Priemer

33 Brutpaare zählte Jürgen Pelch, Storchenexperte des NABU Hamburg, in diesem Jahr. Davon brüten drei Storchenpaare im Süderelberaum, die große Mehrheit der Hamburger Störche hat ihr Nest in den Vier- und Marschlanden. Jürgen Pelch ist mit dem Start der Brutsaison zufrieden und zeigt sich optimistisch, dass es dieses Jahr wieder viel Storchennachwuchs geben wird: "Es wäre fantastisch, wenn alle 33 Storchenpaare in diesem Jahr erfolgreich ihre Jungen großziehen können. Das hängt natürlich davon ab, wie sich die Wetterlage und die Futtersituation für die Weißstörche entwickelt." Im vergangenen Jahr hatten 28 Brutpaare für insgesamt 67 Jungtiere in Hamburg gesorgt. 

Unter den brütenden Störchen sind auch sechs Tiere, die der NABU gemeinsam mit Jürgen Pelch und den Experten der Universität Kiel im vergangenen Frühjahr mit je einem Sender versehen hat. Dieses Projekt liefert Informationen über die Winterquartiere der Störche, ihre Zugrouten und langfristig auch über ihre Lebensräume und Nahrungsflächen in Hamburg – dies sind wertvolle Daten für den Storchenschutz in der Freien und Hansestadt.

Drei besenderte Störche hatten schon im März 2020 vom NABU Hamburg ihre Namen erhalten: Jürgen (benannt nach Storchenvater Jürgen Pelch), Ombeni (nach Ombeni Stickdorn-Ngonyani, Schirmherrin für den NABU-Storchenschutz in Hamburg) und Alexander (benannt nach dem NABU Landesvorsitzenden Alexander Porschke). 

Die Namen der drei übrigen Störche hat Storchenschutz-Schirmherrin Ombeni Stickdorn-Ngonyani heute bekannt gegeben. Aus einer Vielzahl von Vorschlägen, die naturbegeisterten Hamburger dem NABU Landesverband per Mail zugesandt hatten, wurden die Namen Hanne, sowie Jan und Mimi ausgelost. Bei Jan und Mimi handelt es sich zufälligerweise um ein Brutpaar, das besendert wurde und sein Nest in Fünfhausen hat.

Seit 2018 ist Ombeni Stickdorn-Ngonyani Schirmherrin für den NABU-Storchenschutz in Hamburg. Geboren und aufgewachsen in Tansania kennt sie die Lebensräume der Weißstörche in ihrem Heimatland, das viele Vögel als Winterquartier aufsuchen. Sie setzt sich auf beiden Kontinenten für den Schutz der Tiere ein.

Quelle: NABU Hamburg 

Weitere Empfehlungen