Hamburgs Jungfernstieg erstrahlt in neuem Licht

Der umgestaltete Jungfernstieg erstrahlt seit dem 23. November 2020 in einer festlichen Beleuchtung. Die Illumination für die Weihnachtszeit soll die Aufenthaltsqualität und Attraktivität des weitgehend autofreien Jungfernstiegs zeitlich passend zum Weihnachtsgeschäft für die ansässigen Anlieger weiter erhöhen. Auch die Arbeiten an der ersten Umgestaltungsphase wurden rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft abgeschlossen.

Jungfernstieg Beleuchtung, Pressefoto
Jungfernstieg Beleuchtung, Pressefoto

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: "Ich finde es großartig, dass dieser zentrale Platz in Hamburg durch die festliche Beleuchtung pünktlich zur Weihnachtszeit im neuen Glanz erstrahlt. Für die finanzielle Beteiligung und Organisation gebührt dem City Management Hamburg ein großer Dank. Dies wird dazu beitragen, Hamburgs gute Stube gerade in den kommenden Wochen noch schöner zu machen.

Die Umgestaltung des Jungfernstiegs hat in dieser ersten Phase gut funktioniert. Wir sehen, dass sich der Kfz-Verkehr um rund 75 % reduziert hat und damit die Konflikte mit Fußgängerinnen und Fußgängern weniger geworden sind. Die Verkehrsbelastung hat deutlich abgenommen, gleichzeitig haben Aufenthalts- und Luftqualität spürbar zugenommen. Ich bin mir sicher: Wenn wird die Corona-Pandemie überwunden haben, wird der umgestaltete Jungfernstieg massiv dazu beitragen, die Innenstadt lebendiger zu machen."

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: "Der Jungfernstieg ist für die Innenstadt von zentraler Bedeutung. Ich freue mich daher sehr, dass mit seiner temporären Umgestaltung ein erster Baustein des Handlungskonzepts Innenstadt umgesetzt werden konnte. Dafür danke ich allen Beteiligten. Wir wollen mit dem Handlungskonzept Innenstadt die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Freiraum deutlich steigern. Wie wichtig das ist, hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie vor Augen geführt hat. Genauso wollen wir das Wohnen in der Innenstadt stärken, damit diese auch außerhalb der Geschäftszeiten belebt bleibt. Und ich freue mich sehr darüber, dass diese bedeutenden Räume unserer Stadt nun durch eine bezaubernde Weihnachtsbeleuchtung noch einmal besonders inszeniert werden."

Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte: "Bereits jetzt nach Abschluss der ersten Umgestaltungsphase lässt sich erahnen, welcher Mehrwert an Aufenthaltsqualität damit verbunden ist: Dieses einzigartige Panorama am Jungfernstieg 'entschleunigt' und ohne Verkehrslärm genießen zu können, ist ein echter Gewinn und die stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung tut ein Übriges. Zudem war es eine gute Entscheidung, die Umgestaltung in zwei Phasen zu vollziehen. So konnte eine zügige Realisierung eines autoarmen Jungfernstieges ohne größere Bauarbeiten und ohne die damit verbundenen Belastungen für den Einzelhandel erfolgen.

Aber ein viel wichtigeres Kriterium ist in meinen Augen die umfassende Beteiligungsmöglichkeit hinsichtlich der endgültigen Gestaltung. Alle Hamburgerinnen und Hamburger können sich hier einbringen und Wünsche zur künftigen Gestaltung äußern. Ich möchte Ihnen ans Herz legen, diese Möglichkeit zu nutzen. Wie bei allen ganz neuen Projekten muss sich natürlich manches im Laufe der Zeit erst noch einspielen. Aber wie sagt man in Hamburg so schön: Dat löpt sich allens torecht!"

Brigitte Engler, Geschäftsführerin City Management Hamburg: "Die Beleuchtung des Jungfernstiegs und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem City Management ist ein wichtiges und positives Zeichen für die Innenstadt in corona-bedingt schwierigen Zeiten. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, unsere Innenstadt noch attraktiver zu machen. Die Menschen sollen einfach Lust haben, hier Zeit zu verbringen, zu bummeln und zu schlendern. Dazu gehört natürlich vor allem eine angenehme und in diesen Tagen auch festliche Atmosphäre. Und dazu wird diese schöne Baumbeleuchtung beitragen."

Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg: "Wir freuen uns, dass die Baumaßnahmen des Jungfernstiegs rechtzeitig vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes abgeschlossen sind. Der Einzelhandel ist, wie viele Branchen, stark von der Corona-Krise betroffen. Entscheidend ist, dass die Geschäfte auch für das so wichtige Weihnachtsgeschäft offen bleiben dürfen. Die Corona-Krise hat uns noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig Mobilität und die Entwicklung der Innenstadt ist. Dazu zählt zum einen die Unterstützung des Einzelhandels, der Gastronomie, Hotellerie, der Kultur- und Freizeitwirtschaft, denn diese Branchen prägen das Bild der Stadt, das die Hamburgerinnen und Hamburger und Touristen so schätzen.

Zum anderen müssen wir dringend in die Mobilität von morgen und die Attraktivität der Innenstadt investieren. Die Umgestaltung des Jungfernstiegs, dem Herzstücks Hamburgs, ist dafür ein richtiger, erster Schritt. Ergänzend zu den Plänen des Senats wird die Handelskammer im Rahmen ihres Projektes 'Hamburg 2040' einen Plan ausarbeiten, wie die Innenstadt funktional weiter aufgewertet werden kann. 'Autofreiheit' darf dabei kein Dogma sein, sondern muss ein sorgfältig abgewogenes Mittel bleiben, um die Aufenthaltsqualität in den zentralen Lagen gezielt aufzuwerten. Es gilt, neue Mobilitätsideen voranzubringen, die Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln der Zukunft sicherzustellen und die logistischen Anforderungen im Blick zu behalten und gezielt zu verbessern."

Die erste Umgestaltungsphase des Jungfernstiegs ist wie geplant abgeschlossen. Ab jetzt beginnen die Vorbereitungen für die finale Umgestaltungsphase, die im Frühjahr 2022 starten soll. Zu dieser Planungsphase gehört auch die Onlinebeteiligung auf beteiligung.hamburg/jungfernstieg, wo sich die Hamburgerinnen und Hamburger mit Lob, Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschlägen in die Gestaltung des Jungfernstiegs einbringen können. 

Aktuelle Zahlen der dauerhaften Kfz-Zählung auf dem Jungfernstieg ergeben eine Abnahme um rund 75 % gegenüber Vergleichswerten aus dem Jahr 2018. Dies ist im Sinne der angestrebten deutlichen Reduzierung des Autoverkehrs in diesem Bereich. Busse und Taxis ganztägig sowie der Lieferverkehr zwischen 21.00 und 11.00 Uhr sind hier weiter freigegeben.

Quelle: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

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